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Entwicklungs- und Pflegeplan Tempelhof

Der endgültige Entwurf wurde online und offline kommentiert. Die Ergebnisse wurden am 18.04.2016 diskutiert und stehen online ab dem 25.04.2016 zur Verfügung.

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Partizipative Erarbeitung des Entwicklungs- und Pflegeplans

2.1. Gemeinsame Verfahrensentwicklung

Der Entwicklungs- und Pflegeplan wurde in einem offenen und kooperativen Planungs- und Beteiligungsverfahren erarbeitet. Um eine gute und zielführende Zusammenarbeit sicherzustellen, erfolgte zunächst von September 2014 bis Januar 2015 eine gemeinsame Entwicklung des Verfahrens durch Bürgerinnen und Bürger, gesteuert durch eine neutrale Verfahrenskoordination.

Festgelegt wurden in einem offenen Prozess zum einen die inhaltlichen Schwerpunkte des Entwicklungs- und Pflegeplans, zum anderen die Phasen und Spielregeln seiner kollaborativen Erstellung. Die Anforderungen an eine ergebnisoffene, dialog- und konsensorientierte und alle Zielgruppen einbindende Prozessgestaltung wurden in einer „Charta der Beteiligung“ ( Anlage) definiert und im weiteren Verfahren umgesetzt. Die ausführliche Beschreibung und Auswertung des Beteiligungsverfahrens erfolgt in einem separaten Bericht.

2.2. Phasen der Erstellung des Entwicklungs- und Pflegeplans

Die kollaborative Erstellung des Entwicklungs- und Pflegeplan fand entsprechend der gemeinsamen Festlegungen in vier Phasen statt:

  1. Informationsaufbereitung und Sammlung von Vorschlägen
  2. Thematische Werkstätten und erste Raumnutzungswerkstatt
  3. Online- und Felddialoge sowie aufsuchende Beteiligung und zweite Raumnutzungswerkstatt
  4. Fertigstellung des EPP

2.2.1. Information und Sammlung von Vorschlägen (Dezember 2014 – März 2015)

Die erste Phase umfasste zwei wesentliche Säulen:

  1. die Vermittlung von vorliegenden Informationen und
  2. die Sammlung von Vorschlägen.

In der ersten Säule fand eine Bestandsaufnahme zu den relevanten Themen (Naturschutz, Geschichte, Freizeit- und Sportnutzung, bisherige Planungen, Projekte, Feldmanagement etc.) statt. Die vorliegenden Daten und Fakten, das gesammelte Wissen zum Tempelhofer Feld, welches bei der Senatsverwaltung und /oder bei Gutachtern/ Planern vorhanden ist, wurde soweit zugänglich konsolidiert und in den Dialogveranstaltungen „Information + Diskussion“ vermittelt und auf einer online-Plattform www.tempelhofer-feld.berlin.de zur Verfügung gestellt.

In der zweiten Säule konnten im Rahmen der online-Plattform und der offline-Sammlung in Veranstaltungen, Ideen und Vorschlägen der Entwicklung des Tempelhofer Feldes zu den Themen Natur, Erinnerung, Freizeit, Mitmachen, Bewirtschaftung, I love THF und Mitmachen eingereicht werden. Insgesamt lagen über 800 Vorschläge vor, davon stammen 354 aus der online-Ideensammlung mit weiteren 1.531 Kommentaren.

2.2.2. Thematische Werkstätten (Mai bis Juli 2015)

Auf Grundlage der thematisch strukturierten und verdichteten Vorschläge startete das Werkstattforum als Auftakt für die thematischen Werkstätten von Mai bis Juli 2015. Die inhaltlichen Schwerpunkte lagen auf Naturschutz, Geschichte/Gedenken, Freizeit/Erholung, Sport, Feldmanagement, bürgerschaftliche Projekte/Serviceangebote und die zukünftige Zusammenarbeit. In einer ersten Raumnutzungswerkstatt am 27.06.2015 erfolgte unter Beachtung des ThFG eine erste Verortung von möglichen Entwicklungsmaßnahmen insbesondere für Freizeit, Erholung, Sport und Geschichte in einen Zonierungsplan. Dabei wurden auch mögliche Konflikte zwischen Nutzungen herausgearbeitet.

2.2.3. Feldsommer, Online- und Felddialoge und aufsuchende Beteiligung

Die Zwischenergebnisse der thematischen Werkstätten und der ersten Raumnutzungswerkstatt standen von Juni bis Oktober 2015 online zur Diskussion. Bis 20.10.2015 haben über 150.000 Menschen das online-Angebot der Tempelhofer Feld Beteiligung genutzt.

Zudem konnten die Zwischenergebnisse in der Beteiligungsbox im Bereich Columbiadamm vom 01.07. bis 15.09.2015 zweimal in der Woche kommentiert und ergänzt werden, für Information und Diskussion standen dabei auch zahlreiche im Verfahren engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung.

Parallel fand zur Reflektion der bisherigen Ergebnisse durch THF+ die aufsuchende Beteiligung neben und auf dem Tempelhofer Feld statt. Gezielt wurden 497 Menschen mit besonderen Bedürfnissen wie Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderung, Familien, Kinder und Jugendliche sowie Menschen mit Migrationshintergrund zu den vorliegenden Resultaten in qualitativ angelegten Methodenbausteinen befragt.

In einer weiteren Säule vertieften selbstorganisierte Arbeitsgruppen Fragestellungen und Konzepte zu

  • Mobilität auf und zum Tempelhofer Feld,
  • Geschichte / Gedenken am ehemaligen Flughafen Tempelhof,
  • Windsport und Sicherheit auf dem Tempelhofer Feld.

2.2.4. Fertigstellung des EPP

In der Abschlussphase wurde in Auswertung der Beteiligungsformate des Entwicklungs- und Pflegeplans ab Oktober 2015 textlich erarbeitet und in offenen Thematischen und in Redaktions-Werkstätten abgestimmt. Die Reflektionsergebnisse des Feldsommers und der aufsuchenden Beteiligung, die Online-Rückmeldungen zu den Zwischenergebnissen und die Resultate der selbstorganisierten Arbeitsgruppen flossen in die zweite Raumnutzungswerkstatt vom 17.10.2015 ein. In dieser wurden Maßnahmen zur weiteren Qualifizierung des Tempelhofer Feldes verortet. Für Nutzungskonflikte sowie Strukturdefizite konnten Lösungsvorschläge erarbeitet werden. Die Ergebnisse der zweiten Raumnutzungswerkstatt sind in einem von Bürgern, Verwaltung und Grün Berlin erarbeitetem Kartenwerk festgehalten.

Von November 2015 bis Ende Januar 2016 wurde die Fertigstellung des Entwicklungs- und Pflegeplanes durch die Diskussionen um die Änderung des Gesetzes zum Erhalt des Tempelhofer Feldes überlagert. Die Textarbeit zur Feinabstimmung der Texte erfolgte daher erst im Februar und März 2016.

Die Entwurfsfassung konnte vom 22. März 2016 drei Wochen online kommentiert und diskutiert werden. Im Rahmen von offenen Informationstreffen standen die Unterlagen an vier Terminen (30.03.2016, 01.042016, 04.04.2016 und 06.04.2016) in der Zollgarage zur Kommentierung zur Verfügung. Das Feedback floss gebündelt in die Fertigstellung des Entwicklungs- und Pflegeplanes in einer Abschluss-Werkstatt ein. Nicht übernommene Änderungsvorschläge mit teilweise weitergehenden Vorschlägen für die nächste Planungsphase sind in der Dokumentation enthalten.