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Frankfurter Allee Nord

Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts ISEK und des Sanierungsrahmenplans

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Gewerbe

Das Gebiet FAN hat sich besonders hinsichtlich des Gesundheitsgewerbes gut weiterentwickelt und verfügt mit dem Sana-Klinikum über einen wichtigen Gewerbestandort.

Negative Tendenzen konnten im Bereich der Alten Frankfurter Allee mit Hilfe des Sanierungs- rechts vorübergehend unterbunden werden, wobei dort immer noch unerwünschte Gewerbeeinheiten, wie Wettannahmestellen und Spielautomatenbars, dominieren. Trotz Bemühungen von Seiten der bezirklichen Wirtschaftsförderung ist es bisher nicht gelungen, eine Standortgemeinschaft der Gewerbetreibenden ins Leben zu rufen.

Ein vom FAN-Beirat und Anwohner*innen gewünschter Wochenmarkt - etwa im Bereich des ehemaligen Stadtbads Lichtenberg - ist nach Einschätzung von Marktbetreiber*innen nicht wirtschaftlich umsetzbar.

Maßnahmenvorschläge

Das Wohngebietszentrum Alte Frankfurter Allee/ Sieg­friedstraße muss weiter qualifiziert und gestärkt werden. Neben der Neuordnung der Verkehrsflächen, sowie der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes sollte die Initiierung einer Standortgemeinschaft der Gewerbetreibenden zur Aufwertung und Belebung des Zentrums weiterverfolgt werden.

Zur dauerhaften Unterbindung einer Konzentration von Vergnügungsstätten im Bereich Alte Frankfurter Allee/Siegfriedstraße, die hier zu einem Trading-Down-Effekt führen kann, wird für diesen Bereich die Aufstellung eines Bebauungsplans empfohlen. In dessen Geltungsbereich sollen textliche Festsetzungen zum Ausschluss der Nutzung Vergnügungsstätten getroffen werden. Zu diesen gehören u.a. Spiel- und Automatenhallen, Wettbüros, Sportbars und vergnügungsartige Bars, bzw. Betriebe mit Gastronomie und Geldspielgeräten.

Der Nordöstliche Teil des Gebiets FAN, insbesondere der Lindenhof und die Einfamilienhaussiedlung, ist im Bereich des kurzfristigen Bedarfs leicht unterversorgt. Derzeit plant der CAP-Markt in der Rüdigerstraße den Abriss des Bestandsgebäudes und den Neubau eines Wohngebäudes mit integriertem Markt im Erdgeschoss. Zur Verbesserung der Versorgungssituation sollte an diesem Standort eine Erweiterung der Verkaufsfläche erfolgen.

Mit dem Neubau der HOWOGE am Stephan-Heym-Platz werden rund 12.000 m² für Gewerbe und Büronutzungen geschaffen. Das Gewerbe konzentriert sich dabei auf die Erdgeschosszone. Diese Ansiedlung könnte auch eine Aufwertung des Gewerbes im Umkreis zur Folge haben.

Im Bereich des Campus für Demokratie könnten sich potenziell Räume für kulturelle, bildungsnahe und kreative Nutzungen, die zur Belebung des Standortes beitragen können, etablieren. Für diese Nutzungen besteht eine große Nachfrage nach innenstadtnahen Räumen. Auch das ehemalige Hubertusbad steht zukünftig für kleinteilige, kulturelle und kreative Nutzung zur Verfügung.

Download

Tafel Gewerbe (PDF ca. 3,5 MB)