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Neue Mitte Tempelhof: Klimaschutzkonzept

Ihre Meinung ist gefragt: Das Klimaschutzkonzept zum Fördergebiet Neue Mitte Tempelhof soll Maßnahmen herausarbeiten, die dem fortschreitenden Klimawandel begegnen. Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

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Anpassungen an die Folgen des Klimawandels

Der einsetzende Klimawandel zeigt schon jetzt seine Wirkung. Die Temperaturrekorde, die zunehmenden Trockenperioden und Starkregenereignisse machen die Folgen auch hier in Berlin erfahrbar, wie zum Beispiel in den Hitzesommern der letzten Jahre. Um die bereits eingetretenen und die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels abzumildern, müssen die Infrastruktur und der öffentliche Raum entsprechend gestaltet werden.

Resiliente Bepflanzung bei Erhalt der ökologischen Artenvielfalt

Das Quartier weist eine hohe Diversität an urbanen Räumen auf. Der große Anteil an Grünflächen wie Kleingarten- und Parkanlagen (mit Gartendenkmalschutz) sowie mehrere Teichanlagen prägen seinen Charakter. Das städtebauliche Konzept sieht für das Wohnquartier an der Götzstraße eine kompakte Bebauung vor. Hierdurch entsteht auch eine zusätzliche öffentliche Parkanlage, die die vorhandenen Grünflächen erweitert und vernetzt.

Durch die fortschreitende Anreicherung der Atmosphäre mit Treibhausgasen sind zukünftige klimatische Veränderungen bereits jetzt absehbar. Den Auswirkungen der sich ändernden klimatischen Bedingungen auf die Flora und Fauna des Quartiers soll durch eine klimaverträgliche Bepflanzung in den neuen und soweit möglich bestehenden Grün- und Parkflächen begegnet werden. Die ökologische Artenvielfalt soll dadurch möglichst erhalten bleiben und um Arten ergänzt werden, welche die neu entstehenden ökologischen Nischen besetzen können.

Prinzip der Schwammstadt

Um den durch den Klimawandel gehäuft auftretenden sommerlichen Hitzeperioden zu begegnen und die Hitzeresilienz des Quartiers zu steigern, soll bei den Neubauvorhaben im Quartier eine möglichst großflächige Begrünung der Dächer und Fassaden vorgeschrieben werden. Durch den Einsatz von Retentionsdächern soll Regenwasser auf der Dachfläche zurückgehalten werden und eine natürliche Verdunstung begünstigt werden. Auch bei Starkregenereignissen soll durch Versickerungsanlagen wie Rigolen (Entwässerungsgräben) sichergestellt werden, dass das gesamte Regenwasser im Quartier zurückgehalten wird und vor Ort versickert oder verdunstet, anstatt in die Kanalisation eingeleitet zu werden – das Ziel ist eine möglichst gute Annäherung an den natürlichen Wasserkreislauf. Die Neue Mitte Tempelhof wird als abflussloses Quartier damit Teil der Vision der Schwammstadt Berlin, welche Regenwasser aufsaugt wie ein Schwamm und wieder abgibt, wenn Wasser benötigt wird.

Nutzungsvielfalt ermöglichen

Unter Einbeziehung der klimaresilienten Bepflanzung und des Prinzips der Schwammstadt, sollen Freiflächen mit Blick auf den erwarteten Klimawandel gestaltet werden. Vielfältige Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf dem neu errichteten Quartiersplatz an der Götzstraße sowie dem Tempelhofer Platz sollen entstehen. Westlich des Tempelhofer Damms soll geprüft werden, welche Rolle der Reinhardtplatz im umgestalteten Quartier einnehmen kann. Möglichkeiten zur behutsamen Park- und Grünflächenumgestaltung im Einklang mit den weiteren Anforderungen wie z.B. Denkmalschutz sollen geprüft werden, um den neuen Nutzungsbedarfen, insbesondere durch die geplante Wohnbebauung, gerecht zu werden.