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Klimaresiliente Hasenheide

Volkspark Hasenheide

Ein Foto von einer Wiese im Park Hasenheide
Ort
Volkspark Hasenheide
Laufzeit
Vorhaben: 2022-2025. 1. Projektphase mit Beteiligung (Erstellung des Gesamtkonzeptes) bis Sommer 2022. 2. Projektphase (konkrete Planungen zu den Einzelmaßnahmen und Umsetzung): ab der 2. Jahreshälfte 2022. Bauausführung: 2022-2025
Themen
Stadtentwicklung; Umwelt & Grünflächen
Kosten
Für konkrete Maßnahmen in der Hasenheide und die Beteiligung standen ca. 5 Mio. Euro Bundesmittel aus dem Förderprogramm zur Klimaanpassung und Modernisierung in urbanen Räumen zur Verfügung. Mittel aus Kapitel 3810, Titel 71617.
Art der Beteiligung
Mitwirkung / siehe Beteiligungsprojekte
Referenznr.
2022-00501, bearbeitet am

Grafik mit Link zur Beteiligungsseite

Kurz & Knapp

Viele Bäume in der Hasenheide waren geschädigt. Sie mussten nach und nach ausgetauscht werden, damit der Park die heißeren und trockeneren Sommer übersteht. Der Volkspark Hasenheide, Neuköllns größter Park, wurde dadurch klimafit gemacht. Das Vorhaben wurde 2025 abgeschlossen. Zuletzt wurde der vierte Bauabschnitt realisiert (Abschluss der Tälchenwiese und Wegebau am Eingang Hindutempel). Die Maßnahmen wurden bis Ende 2025 fertiggestellt. Die wichtigsten Informationen zu den Maßnahmen sind in einem Schaubild zusammengefasst.

Schaubild zu den Ergebnissen des Vorhabens

Hier findest du die wichtigsten Informationen zu den Maßnahmen. 

Anlass waren umfangreiche Baumschäden durch steigende Temperaturen und sinkende Niederschlagsmengen. Auch die intensive Erholungsnutzung beeinträchtigte die Vegetation und die Böden.

Im Rahmen des Pflege- und Entwicklungsplans wurden vorhandene Bäume, Sträucher und Wiesenflächen untersucht und bewertet. Zudem wurden Parkbesucher*innen zu ihren Erfahrungen und Nutzungsgewohnheiten befragt. Dabei wurden der Einfluss des Klimawandels auf den Park und mögliche Anpassungsschritte ermittelt. Der Plan wurde 2022 vom Büro Gruppe F erarbeitet. Er untersuchte auch die Ausgangsbedingungen im Park, etwa Böden, Vegetation und Nutzung, zeigte Entwicklungsmöglichkeiten auf und machte Vorschläge für die mittel- und langfristige Pflege.

Auf dieser Grundlage wurde 2022 und 2023 die konkrete Objektplanung erstellt (Büro Planstatt Senner). Sie umfasste insbesondere die Verbesserung des anstehenden Bodens und den Gehölzumbau, also den allmählichen Ersatz von Bäumen, die unter der zunehmenden Trockenheit litten, durch anpassungsfähigere Baumarten. Dazu kamen der Umgang mit Regenwasser und eine behutsame Nutzungslenkung.

Konzeption und Koordination lagen beim Fachbereich Grün- und Freiflächen des Straßen- und Grünflächenamtes. Die Planungsleistungen wurden an externe Büros vergeben.

Was war das Ziel?

Eine klimaangepasste Parkentwicklung sollte eine robuste Vegetation fördern, die Hitze, Trockenheit, Spätfrösten und Starkregen standhält. Gleichzeitig sollte der Aufenthalt im Park auch an heißen Tagen angenehm bleiben und, wo möglich, verbessert werden.

Das Gesamtkonzept und die daraus abgeleiteten Maßnahmen sollten zeigen, wie die Hasenheide an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden kann. Dabei sollten die Grundstruktur des Parks mit den offenen Wiesenbereichen und Baumbeständen sowie sein Wert für Erholung und Naturerleben erhalten bleiben. Die Leistungen des Parks für das Stadtklima, die Gesundheit und Erholung der Bevölkerung sowie für die Artenvielfalt sollten stabilisiert und weiterentwickelt werden.

Umsetzung

Der Umbau der Hasenheide erfolgte in mehreren Bauabschnitten:

  • Der erste Bauabschnitt wurde im Frühling 2023 realisiert. Er betraf nur kleine Flächen und diente der Erprobung verschiedener Techniken, Materialien und Arbeitsabläufe.
  • Im zweiten Bauabschnitt wurden Leitungen für die Bewässerung der neu gepflanzten Gehölze gebaut. Da die Untersuchung der Grundwasserqualität wegen der Verschmutzung des Grundwassers viel Zeit beanspruchte, wurde eine Ergänzung des Trinkwasserleitungsnetzes erforderlich.
  • Der dritte Bauabschnitt umfasste Baum- und Strauchpflanzungen, Ansaaten, Bodenverbesserungen, Regenwassermanagement und die Aufwertung einzelner Eingangsbereiche.
  • Der vierte Bauabschnitt umfasste ähnliche Maßnahmen und schloss unter anderem die Tälchenwiese ab sowie den Wegebau am Eingang Hindutempel.

Während der Bauarbeiten blieb der Park für alle geöffnet. Für die Sicherheit der Besucher*innen und das Gelingen des Umbaus wurden aber Bereiche eingezäunt. Auch nach den Pflanzungen und Aussaaten wurden die Flächen mehrere Monate lang eingezäunt, um sie vor Schäden durch die intensive Nutzung zu schützen. Zum Schutz des Bestands galten zudem Auflagen für die Baustelle, etwa ein Maximalgewicht von 2,8 Tonnen für Baumaschinen in Vegetationsflächen. Außerdem wurden die Traufbereiche von Bäumen nicht befahren und lastverteilende Platten gegen Bodenverdichtung eingesetzt.

Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten:

  • Klimaresiliente Baumarten: Die Pflanzenauswahl beruhte auf den Ergebnissen der Forschung zu klimaangepassten Baumarten. Neben der Eignung für heutige und künftige Bedingungen spielten Bodenansprüche, Herkunft, Wuchseigenschaften und das Angebot für Insekten eine Rolle. Heimische Gehölze wurden soweit möglich bevorzugt.
  • Baumgruben: Der Boden wurde gezielt dort verbessert, wo Bäume gepflanzt wurden. Dafür wurden mehrere Baumgrubentypen entwickelt, die sich vor allem in Substraten, Zusätzen und der Gestaltung der Sohle unterscheiden. Die Wurzeln sollten über die Baumgrube hinaus wachsen können. Ob das gelingt und welcher Typ sich am besten eignet, wird in einem langjährigen Monitoring beobachtet.
  • Regenwasser: Durch kleine Eingriffe wurde Niederschlagswasser von befestigten Flächen in die Vegetationsflächen abgeleitet. Das verbesserte die Aufenthaltsqualität und die Nutzung der knappen Ressource Wasser.
  • Eingangsbereiche: Im dritten Bauabschnitt wurden zwei Eingänge am Columbiadamm sowie eine Fläche nahe der Lucy-Lameck-Straße aufgewertet. Die Bestandsvegetation wurde durch Stauden und Sträucher ergänzt, Trampelpfade wurden befestigt und Bänke aufgestellt, damit auch weniger mobile Menschen an heißen Tagen im Park verweilen können.

Beteiligung

Die Beteiligung ist abgeschlossen. Zu Beginn des Vorhabens gab es eine Umfrage. Im Laufe der Umsetzung gab es diverse umweltpädagogische Angebote für Familien und Erwachsene sowie Informationsveranstaltungen zu den Bauabschnitten, bei denen Anregungen eingebracht werden konnten.

 

Weitere Informationen

  • Klimaresiliente Hasenheide (Bezirksamt Neukölln, Straßen- und Grünflächenamt) mit Übersichtsplänen, Pflege- und Entwicklungsplan (Broschüre und Karte) und Details zu Baumgruben, Regenwasser und Schutzmaßnahmen
  • Dokumentation der Maßnahmen von Oktober 2023 bis Sommer 2024, Übersicht der gepflanzten Bäume und Anleitung, wie man aus einer Eichel einen Eichenbaum zieht (jeweils auf der Beteiligungsseite)

Das Projekt wurde gefördert durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung.

Dokumentation und Veranstaltungen

Hier findest du die wichtigsten Informationen und Ergebnisse zum Projekt Klimaresiliente Hasenheide.

Hier findet du die Dokumentation mit Maßnahmen von Oktober 2023 bis Sommer 2024.

Hier findest du eine Übersicht der Bäume, die in der Hasenheide gepflanzt werden.

Hier findest du eine Anleitung, wie du aus einer Eichel einen Eichenbaum ziehen kannst. 

Alle umweltpädagogischen Angebote und Veranstaltungen finden sich auch auf der Beteiligungsseite zum Vorhaben.

Veranstaltungen 2025

Veranstaltungen 2024

Veranstaltungen 2023

2023 startete die konkrete Umsetzung von Einzelmaßnahmen. Gestartet wurde mit den ersten Pflanzungen und Aussaaten. 

  • Im März 2023 gab es einen Spatenstich mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Bezirksstadtrat Jochen Biedermann und eine öffentliche Baustellenführung.
  • Im Frühjahr und Sommer 2023 gab es verschiedene Baustellenführungen und Angebote für Familien mit Kindern.
  • Im Oktober 2023 gab es eine Informationsveranstaltung zum 3. Baubabschnitt in der Hasenheide. 
  • Im Herbst gab es weitere Baustellenführungen und Angebote für Familien mit Kindern.
  • Im Dezember 2023 gab es zwei Austauschtermine zur Hasenheide und Themen wie Müll, Sauberkeit mit Suppe und warmen Getränken.

Veranstaltungen 2022

Die Beteiligung startete mit einer Bestandsaufnahme zum Park.

  • Im März 2022 gab es eine Umfrage. Bürger*innen konnten ihre Wünsche und Ideen digital oder persönlich auf einem Fragebogen zur klimaresilienten Hasenheide mitteilen. 
  • Die Ergebnisse wurden in einer öffentlichen Veranstaltung mit Bezirksbürgermeister Martin Hikel und Bezirksstadtrat Jochen Biedermann vor Ort vorgestellt. 
  • Im Oktober 2022 gab es eine Informationsveranstaltung zu den konkreten Planungen der Umgestaltung im Park.

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Art der Beteiligung
Mitwirkung

Zu Beginn des Vorhabens gab es eine Umfrage. Im Laufe der Umsetzung des Vorhabens gibt diverse umweltpädagogische Angebote für Familien und Erwachsene sowie Informationsveranstaltungen zu Bauabschnitten mit Möglichkeiten, Anregungen einzubringen.

Kontaktinformation

Kontakt für Rückfragen

Raum für Beteiligung Neukölln

Jonasstraße 26
12053 Berlin

E-Mail: nk@raum-fuer-beteiligung.de

Telefon: 030 6098 22546

Webseite: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/raum-fuer-beteiligung/

Verantwortliche Stelle

Bezirksamt Neukölln

Karl-Marx-Str. 83
12043 Berlin

Webseite: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/

Beteiligungsprojekte