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Wettbewerbsergebnis

Wettbewerb zur Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes in Marzahn-Hellersdorf entschieden!

Der im Februar 2024 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ausgelobte offene Realisierungswettbewerb zur Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes ist entschieden. 

Die aktuelle Gestaltung des Stadtplatzes wurde seiner Aufgabe als leben­diges Zentrum von Hellersdorf und als ein Ort mit hoher Aufenthaltsqualität für die Öffentlichkeit nicht gerecht. Die Wettbewerbsteilnehmenden waren aufgefordert, Vorschläge zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität, zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Gestaltung eines Erscheinungsbildes zu entwickeln, das die Identität des Alice-Salomon-Platzes als Stadtteilzentrum stärkt. Ziel der Planungen war es, einen multifunktional nutzbaren städtischen Platz von hoher Qualität zu schaffen, der den unterschiedlichen Anforderungen als Kommunikations- und Treffpunkt sowie als Veranstaltungs-, Aufenthalts- und Bewegungsfläche gerecht wird. Es wurde eine zeitgemäße freiraumplanerische Gestaltsprache erwartet, die sowohl die verbindende und repräsentative Funktion des Platzes betont als auch den urbanen Charakter des Ortes erhält und weiterentwickelt. 

In den Jahren 2019 und 2023 fanden mehrere Öffentlichkeitsbeteiligungen statt, um die Wünsche und Anregungen der Anlieger und der Stadtgesellschaft zur Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes zusammenzutragen. Im Rahmen unterschiedlicher Beteiligungsformate wurde verschiedenen Personengruppen die Möglichkeit gegeben, Nutzungsanforderungen und Vorstellungen zur Platzgestaltung zu formulieren. Die eingereichten Wettbewerbsideen wurden der Öffentlichkeit am Abend vor der Preisgerichtssitzung vorgestellt, diskutiert, die Meinungen ausgewertet und der Jury als Information für die Entscheidung mitgeteilt. 

Bis zum Abgabetermin am 13. Mai 2024 wurden 24 Arbeiten eingereicht. Am 26. Juni 2024 wurden die Preisträger*innen im Rahmen einer eintägigen Sitzung des Preisgerichts ermittelt. Unter dem Vorsitz der Landschaftsarchitektin Maren Brakebusch entschied das neunköpfige Preisgericht nach ausführlicher Diskussion wie folgt:

  1. Preis    Bruun & Möllers GmbH & Co. KG, Hamburg, 28.000 Euro
  2. Preis    Schieferdecker Landschaftsarchitektur, Dresden, 17.500 Euro
  3. Preis    RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitekten, Bonn, 10.500 Euro

Anerkennung Mettler Landschaftsarchitektur GmbH, Berlin, 7.000 Euro

Anerkennung Rehwaldt Landschaftsarchitekten, Dresden, 7.000 Euro

Die Jury empfiehlt der Ausloberin einstimmig, die Arbeit vom Büro Bruun & Möllers umzusetzen.

Bezirksbürgermeistern NadjaZivkovic und Bezirksstadträtin Heike Wessoly beide Sachpreisrichterinnen im Verfahren sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Es freut uns besonders, dass wir einen Sieger-Entwurf auswählen konnten, der für unsere Bürgerinnen und Bürger spürbare Verbesserungen – mehr Grün, mehr Schatten und mehr Aufenthaltsqualität – auf den Platz bringt und der auch umsetzbar ist.“

Der Abteilungsleiter und Sachpreisrichter Manfred Kühne von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sagt: „Der zentrale Platz von Hellersdorf wurde in der Aufbruchsphase nach der Wiedervereinigung prägnant nach dem Leitbild der steinernen Stadt gestaltet. Der Entwurf des ersten Preisträgers zeigt auf besonders überzeugende Weise, wie er neue Anforderungen der Klimaanpassung erfüllen und dann deutlich mehr Aufenthaltsqualität bieten wird."

Die Vorsitzende des Preisgerichts, Maren Brakebusch äußert sich wie folgt: „In 24 Wettbewerbsbeiträgen haben sich die Teilnehmenden intensiv mit der Fragestellung einer klimagerechten, nachhaltigen und dem menschlichen Massstab gerechten Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes auseinandergesetzt. Im Spannungsfeld aus städtebaulicher Grundfigur, Belangen des Denkmalschutzes und den Anforderungen an den Verkehr entstanden 24 diskussionswürdige Ansätze, die divergierten vom minimal-invasiven Eingriff mit hohem Wirkungsgrad bis hin zu einem radikalen Neudenken des Stadtraums von über:morgen. Dabei zeigte sich im genaueren Hinschauen, dass Nachhaltigkeit vielfach auch unsichtbar sein kann und nicht immer die grossen Gesten auch den grössten Nutzwert ausweisen. 

Der Siegerentwurf balanciert die verschiedenen Belange gekonnt und mit grosser technischer und gestalterischer Präzession und überzeugte das Gremium mit seinem Respekt vor dem Bestand aber auch dem räumlichen Neudenken und Qualifizieren des Ortes. Die Preisgerichtssitzung war geprägt vom gemeinsamen Bestreben aller Akteuren die unterschiedlichen Belange und Anforderungen an den öffentlichen Raum gesamtheitlich zu denken und einen Entwurf zu prämieren, der durch seine Realisier- und Finanzierbarkeit eine zeitnahe Verbesserung der räumlichen wie auch klimatischen Situation zu ermöglicht.“

Die Umsetzung der Baumaßnahme ist ab dem Jahr 2026 geplant. Die Finanzierung erfolgt in einem ersten Abschnitt über das Berliner Plätzeprogramm. Die Umgestaltung der Straßenräume soll im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten und politischen Beschlüsse zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Bildmaterial von allen Preisträgern finden Sie online unter:

https://www.stadtentwicklung.berlin.de/download/wettbewerbe/alice-solomon-platz/