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Repräsentative Kolonnaden, Fachwerksbrücke/Halbparabelträger statt Spannbeton

Eine beiderseitige Kolonnade kann auch als Fachwerk für die unterliegende Fahrbahn dienen. Damit haben auch Schiffe genug Platz zu wenden. Mit richtiger Planung ergibt sich eine repräsentative Fassade für das Fachwerksbrücke. Damit die Seitenkonstruktion die Tram trägt, muss die Brücke entsprechend schmal sein. Natürlich braucht man dann kein Pfeiler und die Brücke kann entweder Modern oder wie auf dem Entwurf von Helmut Maier „klassisch“ konzipiert werden. Für eine zukunftsorientierte und nachhaltige Nutzung der Brücke ist für Fußgänger und Fahrradfahrer eine einladende Verbindung zwischen Berlin und Cölln zu schaffen.

Die Brücke wurde 1968 gebaut als Spannbetonbau. Sie wird jetzt abgerissen, weil sie den heutigen Zweck nicht entspricht. Monumentale Bauprojekte im Stadtkern sollten für Jahrhunderte gebaut werden. Die Brücke ist nur 50 Jahren alt und ist schon passé. Wenn eine Brücke für die Ewigkeit stehen soll, muss die von den Menschen beliebt werden. Man baut nicht für die Trends, sondern für die Zukunft. In einer Weltstadt soll man sich fragen, was ist der Zeitgeist heute und in welche Richtung geht die Welt? Was wird in 100 Jahren immer da sein?

Ist es auch nicht wirtschaftlich, so zu denken? Dann muss die Stadt Berlin nicht jede 50 Jahren die Brücken im Stadtkern abreisen und anpassen. Ist Berlin nicht eine Stadt der Brücken?

Ich meine nicht, dass die Brücke wie die Oberbaumbrücke aussehen soll, aber sie könnte genauso sorgfältig und rücksichtvoll geplant werden. Dann bekommt Berlin nicht nur eine Verkehrsverbindung, sondern auch ein Verbindungssymbol im Herzen Berlins.

 
 

 

 

adampitas erstellt am
Referenznr.: 2021-10694