- Ort
- Das Untersuchungsgebiet wurde begrenzt durch die Thomasstraße im Norden, die Karl-Marx-Straße im Osten, den S-Bahn-Ring im Süden und die Hermannstraße im Westen.
- Laufzeit
- Das Verkehrskonzept wurde in den Jahren 2023 und 2024 entwickelt und fertiggestellt.
- Themen
- Stadtentwicklung; Verkehr
- Kosten
- Die Gesamtkosten lagen bei ca. 99.000 Euro. Sie wurden über das Sonderprogramm Autofreie Kieze (SenMVKU) mit 60.000 Euro und Stadterneuerungsmittel des Bezirks Neukölln mit 39.000 Euro finanziert.
- Art der Beteiligung
- Mitwirkung / siehe Beteiligungsprojekte
- Referenznr.
- 2023-00847, bearbeitet am
Aktueller Stand
Die Erstellung des Verkehrskonzepts wurde abgeschlossen. Am 21. Mai 2024 wurde der Konzeptentwurf auf der Abschlussveranstaltung des Beteiligungsverfahrens in der Aula des Albrecht-Dürer-Gymnasiums (Emser Straße) vorgestellt und diskutiert. Anschließend befassten sich das Bezirksamt und die Bezirksverordnetenversammlung mit dem Konzept, danach folgten Priorisierung, Detailplanung und Umsetzung. Die Präsentation, der Mitschnitt der Veranstaltung, die Ergebnisse der Beteiligung, der Endbericht und weitere Dokumente sind auf der Beteiligungsplattform mein.berlin zu finden.
Die Umsetzung begann bereits 2024: Die Ilsestraße wurde zur Fahrradstraße umgewandelt. Weitere Maßnahmen waren für das Jahr 2025 vorgesehen. Dazu gehörten Einbahnregelungen in der Altenbraker, der Emser und der Schierker Straße, die zum Teil eingeführt wurden oder sich in Planung befanden.
Ziel des Vorhabens
Für den Körnerkiez wurde ein Verkehrskonzept erarbeitet. Es sollte Maßnahmen enthalten, die den Durchgangsverkehr reduzieren, die Straßen sicherer machen und die Aufenthalts- und Wohnqualität für die Menschen im Körnerkiez verbessern. Dabei wurden alle Verkehrsarten (Autos, Fahrräder, Fußverkehr usw.) berücksichtigt. Auch die Parkplatzsituation sollte geprüft und an die neuen Anforderungen angepasst werden.
Das Konzept musste außerdem weitere Anforderungen erfüllen:
- Der Straßenraum sollte für Menschen, die mit dem Fahrrad fahren oder zu Fuß gehen, verbessert werden.
- Der Wirtschaftsverkehr sollte weiterhin funktionieren.
- Die Maßnahmen sollten gut für die Umwelt sein und die klimatische Situation im Kiez verbessern.
- Im Körnerkiez leben viele Menschen auf wenig Raum. Die Straßen und Wege sollten für alle sicher nutzbar sein.
Das Konzept wurde gemeinsam mit den Menschen erarbeitet, die im Körnerkiez leben und arbeiten. Sie konnten ihre Erfahrungen und Ideen einbringen und hatten dafür mehrere Möglichkeiten.
Vorgehen
Zunächst wurden der Ist-Zustand erfasst und eine Verkehrszählung durchgeführt, bei der zum Beispiel gezählt wurde, wie viele Autos und Fahrräder durch den Kiez fuhren. Gleichzeitig wurden die Menschen, die im Körnerkiez leben und arbeiten, nach ihren Erfahrungen und Ideen gefragt.
In einem zweiten Schritt wurde die öffentliche Beteiligung durchgeführt. Das Vorhaben sowie erste Erkenntnisse und Ideen wurden mit den Anwohner*innen diskutiert. Auf zwei weiteren Veranstaltungen wurden Maßnahmen entwickelt, bis ein Vorschlag für ein Verkehrskonzept vorlag. Parallel fanden weitere Beteiligungsformate statt, um beispielsweise Kinder und Jugendliche besser zu erreichen.
Das Fachamt entwickelte auf dieser Grundlage einen Maßnahmenkatalog. Dafür wertete es die Verkehrszählung und die Vorschläge der Menschen aus und wog verschiedene Interessen und Anforderungen gegeneinander ab. Dabei war wichtig, dass die Ziele des Verkehrskonzepts erreicht wurden, möglichst viele Vorschläge berücksichtigt wurden und das Konzept umsetzbar und bezahlbar war.
Das fertige Verkehrskonzept war kein Umsetzungsplan. Das Bezirksamt musste im Anschluss prüfen, wie das Konzept umgesetzt werden konnte. Unter anderem wurde geklärt, wie die Maßnahmen finanziert werden konnten und was zuerst umgesetzt wurde. Außerdem wurden Polizei, Feuerwehr und andere Akteure angehört. In diesem Prozess konnte es zu Anpassungen und Änderungen am Konzept kommen.
Beteiligung
Die Menschen, die im Kiez leben und arbeiten, konnten sich in verschiedenen Formaten beteiligen:
- mit Anregungen, Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung und weiterer Stakeholder (z. B. sozialer Einrichtungen) zum Verkehrskonzept und seinen Maßnahmen
- mit Anregungen und Bewertungen der Maßnahmen im Entwurfsstand
- mit Anregungen zur Priorisierung und Verortung der Maßnahmen (nach Abstimmung des Maßnahmenkatalogs)
- mit Anmerkungen bei der Auswahl von Varianten
Zum Einsatz kamen unter anderem Werkstätten, Kiezspaziergänge und Online-Formate. Informationen in einfacher Sprache sprachen eine breite Öffentlichkeit an.
Auszeichnung
Anfang November 2025 wurde das Verkehrskonzept Körnerkiez vom Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung e. V. mit dem Preis „Gute Bürgerbeteiligung 2025" ausgezeichnet. Die Jury würdigte das Verfahren als beispielhaft, weil Verwaltung, Fachplanung und Bevölkerung gemeinsam Lösungen entwickelten. Das Bezirksamt Neukölln arbeitete dafür eng mit dem Mitmach-Laden, dem Büro stadtraum, Fair Spaces und der Bürgerstiftung Neukölln zusammen.
Weitere Informationen
Verkehrskonzept Körnerkiez (Bezirksamt Neukölln, Straßen- und Grünflächenamt)
Neukölln: Verkehrskonzept Körnerkiez erhält Preis für gute Bürgerbeteiligung (Entwicklungsstadt)
Zum Verkehrskonzept Körnerkiez bietet der Mitmach-Laden Neukölln einen Projekt-Newsletter an. Der Projekt-Newsletter informiert über Veranstaltungen, Beteiligungsmöglichkeiten, Ergebnisse sowie über die spätere Umsetzung des Verkehrskonzepts.
- Art der Beteiligung
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Mitwirkung
Die Menschen, die im Kiez leben und arbeiten, können sich bei verschiedenen Formaten wie folgt beteiligen: 1. Anregungen, Wünsche und Bedürfnisse der Bevölkerung und weiterer Stakeholder (z.B. sozialer Einrichtungen) zum Verkehrskonzept und deren Maßnahmen. 2. Anregungen & Bewertung der Maßnahmen im Entwurfsstand. 3. Anregungen zur Priorisierung und Verortung der Maßnahmen (nach Abstimmung des Maßnahmenkatalogs). 4. Anmerkungen bei der Auswahl von Varianten
Kontaktinformation
Kontakt für Rückfragen
Raum für Beteiligung Neukölln
Jonasstraße 26
12051 Berlin
E-Mail: nk@raum-fuer-beteiligung.de
Telefon: 030 6098 22546
Webseite: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/raum-fuer-beteiligung/
Verantwortliche Stelle
Bezirksamt Neukölln
Karl-Marx-Str. 83
12043 Berlin
Webseite: https://www.berlin.de/ba-neukoelln/

