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V-06 \\ Neue Mobilitätsdienstleistungen sinnvoll in den ÖPNV integrieren

Laufende Nummer: V-6

Handlungsfeld: Verkehr

Einzelmaßnahme: Neue Mobilitätsdienstleistungen sinnvoll in den ÖPNV integrieren

 

1.    Kurzbeschreibung:

Digitale Bedarfsverkehre wie Rufbusse oder Ridesharing-Dienste und Fahrzeug-Sharing-Systeme können in Gebieten, die nicht innerhalb der Erschließungsstandards des Nahverkehrsplans bedient werden, eine sinnvolle und kurzfristig realisierbare Ergänzung des ÖPNV darstellen (“erste und letzte Meile”) und damit eine Alternative zum motorisierten Individualverkehr bieten.

 

V-6a Fahrzeug-Sharing mit den ÖPNV verknüpfen:

In den vergangenen Jahren haben sich neue, privatwirtschaftlich betriebene Fahrzeug-Verleihsysteme in Berlin etabliert. Das Spektrum der angebotenen Fahrzeuge reicht von Kleinstfahrzeugen bis hin zu Kleintransportern. Die Geschäftsgebiete sind bislang vor allem auf den inneren S-Bahn-Ring begrenzt, wo bereits ein hoher Versorgungsstandard mit Mobilitätsangeboten besteht. Das Land Berlin wirkt darauf hin, dass die gewerblichen Anbieter von geteilten Fahrzeugen ihre Geschäftsgebiete auch auf Stadtteile außerhalb des S-Bahn Rings ausweiten. Dabei wird zudem geprüft, wie die kombinierte Nutzung geteilter Fahrzeuge mit dem ÖPNV gefördert werden kann.

Das Land Berlin wirkt darauf hin, dass Betreiber nur noch Elektrofahrzeuge anbieten. Um das ‘wilde’ Abstellen von geteilten Fahrzeugen auf Geh- und Radwegen zu vermeiden, weisen die Bezirke bzw. die für Hauptverkehrsstraßen zuständige Senatsverwaltung verpflichtend zu nutzende Park- und Rückgabezonen auf Pkw-Stellplätzen aus.  

 

V-6b Digitale Bedarfsverkehre als Ergänzung des ÖPNV-Angebots:

Digitale Bedarfsverkehre werden perspektivisch in das bestehende ÖPNV-Angebot organisatorisch und tariflich integriert. Dazu unterstützt das Land Berlin Pilotvorhaben, in denen geprüft wird, wie digitale Bedarfsverkehre planvoll in Außenbezirken eingesetzt und in das ÖPNV-Tarifsystem eingebunden werden können. Dabei werden Auswirkungen des Angebots auf das bestehende ÖPNV-Angebot untersucht. Die Beförderungsleistung soll mit lokal emissionsfreien Fahrzeugen erbracht werden. Dazu legt die zuständige Senatsverwaltung Anforderungen hinsichtlich der zu verwendenden Fahrzeuge, des Bediengebiets, der Bedienzeiten, sowie des Tarifs fest.

 

Geeignete Indikatoren für die Wirkungsabschätzung dieser Maßnahme sind der Umfang der Nutzung neuer Mobilitätsangebote sowie die Anzahl betriebener Mobilstationen.

 

2.    Akteurinnen und Akteure:

  • Die für den Verkehr zuständige Senatsverwaltung
  • BVG
  • Privatwirtschaftliche Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen und geteilten Fahrzeugen

 

3.    Zielgruppe:

  • Alle Berliner*innen, Besucher*innen und Pendler*innen
Referenznr.: 2022-13774

Kommentare

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Diskussion

  • Comment 40690
    West-Berliner

    An alle zugezogenen wenn es euch bei uns UR-Berlinern nicht passt und Ihr eure dörfliche Idylle so sehr vermisst DANN VERSCHWINDET DOCH ENDLICH, niemand vermisst euch in Berlin !!! Diese ideologisch verblendeten Grünen & Linken, sogenannten Weltverbesserer, haben nicht einmal den Arsch in der Hose um eine rechtsverbindliche Volksumfrage über diese unsäglichen Parkkosten, fehlender Ausbau von P...

  • Comment 40633
    Berlinerinchen

    Die meisten Angebote zielen auf die Beförderung einzelner Personen. Schon im ÖPNV entstehen Schwierigkeiten, wenn Rollstühle, große Lasten oder Kinderwagen an Bahnhöfen mit defekten Fahrstühlen stranden. Die Mitnahme von kleinen Kindern ist nicht möglich Beim Carsharing Beim Scooter Beim Leihfahrrad Und in den Öffis teilweise schwierig. Jeder, der zur Rush Hour versucht hat einen Rolli oder Kinde...

  • Comment 40351
    Kroy

    Carsharing muss in die Randbezirke gehen, innerhalb des S-Bahnrings wird es n nicht benötigt ! Diese komischen Tretroller abschaffen, kann man auch Rad fahren, effizienter, umweltfreundlicher, da ohne Batterie. Gesünder für Körper und Geist.

  • Comment 40125
    heiner.v.marschall

    Wenn man das derzeitige vorherrschende Verkehrssystem, das vornehmlich auf privatem Kfz-Besitz beruht und in hohem Maße ineffizient und wunwirtschaftlich ist, ablösen will, dann muss der Umweltverbund ergänzt und auch verknüpft werden mit Fahrdiensten (sowohl für Personen als auch für Güter) und sharing Angeboten. Dazu bedarf es für Fahrdienste: insbesondere umfangreiche Umwandlung von Parkplätze ...

  • Comment 40067
    KaMue

    "Das Land Berlin wirkt darauf hin, dass die gewerblichen Anbieter von geteilten Fahrzeugen ihre Geschäftsgebiete auch auf Stadtteile außerhalb des S-Bahn Rings ausweiten." - ja wie wirkt das Land denn? Konzensionen/Zulassungen im Innenbereich drüften nur bei gleichzeitigem Angebot im Aussenbereich erteilt werden. Innerhalb des S-Bahnring sind die Angebote einzuschränken. Mobilitätsdienstleister si...

  • Comment 39941
    PaulBerlin

    Freefloating von Carsharing sollte weiter zulässig sein, zusätzlich sollten dezidierte Parkzonen an Hauptzufahrtsstraßen, der Innenstadt, Ausflugszielen, Naherholungsgebieten und Sehenswürdigkeiten zu "Carsharing only" umgewidmet werden.

    Es sollte auf ein bundesweites Verbot von Elektro-Kickrollern angestrebt werden - oder Kfz-Parkbuchten zu Kickroller-Abstellflächen umgewidmet werden, um die mas...

  • Comment 39913
    Eisbär2022

    Die generelle Einrichtung spezieller Parkzonen für Sharing-Fahrzeuge ist Unsinn. Wer erstmal zu so einem Parkplatz laufen muss, um dann vielleicht vor seiner Wohnung einen Parkplatz zum Ein- und Ausladen zu suchen, wird ein derartiges Fahrzeug gar nicht erst benutzen. Parkzonen mögen in dicht besiedelten und beparkten Vierteln eine Funktion haben, aber dann müssen sie sich in geringer Reichweite z...

  • Comment 39688
    lalinda

    Ich persönlich würde Fahrzeugsharing gerne nutzen für Fahrten aus der Stadt heraus aufs Land. Problem: die Preise für Auto ausleihen für 1 Wochenende sind zu teuer. Mit dem eigenen Auto fahren meine Familie und ich mehrere Wochenenden raus anstatt für gleiches oder mehr Geld ein Auto für ein einziges Wochenende zu leihen. Und Überlandverkehr bis ins letzte Dorf mit Bahn und Bus ist derart zeitinte...

  • Comment 39669
    KarinHm

    Von der Förderung sollten auf jeden Fall die eRoller ausgenommen werden. Diese ersetzen keinen einzigen km mit dem PKW, blockieren den Raum für Fußgänger und führen zu noch mehr Elektroschrott.

  • Comment 39648
    Berlin-Steglitzer

    Warum wurde dann der Rufbus in Schulzendorf wieder abgeschafft? Hier wäre ein Bus der vom Rathaus Schulzendorf über Altdorf Schulzendorf-BER-S-Mahlow sinnvoll, aber in Forme eines alle 20 Minuten fahrenden Schnellbusses, der auch eine eigene Umfahrung nach Waltersdorf bekommt, damit er nicht im Stau steht!

  • Comment 39633
    Kurzstrecker

    Verpflichtend zu nutzende Park- und Rückgabezonen für Sharing-Mobilität sind sehr sinnvoll! Aber Sharing ist für Autobesitzer, die über die Abschaffung ihres Autos nachdenken, nur dann sinnvoll, wenn das eigene Auto auch nicht mehr einfach vor der Haustür abgestellt werden kann! Ein großer Teil des innerstädtischen Verkehrs ist nebenbei bemerkt der Parksuchverkehr. Im Übrigen ersetzt Sharing in In...

  • Comment 39456
    HeU

    Gute Idee.

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