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Bitte Hauffstraße wieder zur autofreien Spielstraße machen

Falschparker in der Hauffstraße (eigentlich autofreie Spielstraße)

De Hauffstraße war bis vor kurzer Zeit für den Autoverkehr komplett gesperrt. Anlegt wurde dieser autofreie Rad-, Geh- und Spielweg nach langen Beratungen in den Jahren 2003 bis 2006 mit öffentlichen Mitteln und unter Einbeziehung der Bürger. Dieser Umbau der Hauffstraße (als Teil eines "Grünen Bandes", das bis zur Frankfurter Alle reicht) erfolgte im Rahmen des Projektes U r b a n II - P r o g r a m m s (städtebaulicher Denkmalschutz):

Förderzeitraum 2003-2006 Kosten 548.024 Euro

Finanzierung 1. BA zw. Pfarr- und Spittastraße 147.502, Euro Urban II, 105.522 Euro Städtebaulicher Denkmalschutz 2. BA zw. Spitta- und Kaskelstraße, 295.000 Euro EFRE „Städtische und lokale Infrastruktur“

Alle Infos zum bereits getätigten Umbau der Hauffstraße zum Fuß- und Radweg finden Sie auf Seite 44 in der PDF:  https://docplayer.org/56295166-B-a-r-r-i-e-r-e-n-ue-b-e-r-w-i-n-d-e-n-b-i-l-a-n-z-d-e-s-u-r-b-a-n-i-i-p-r-o-g-r-a-m-m-s.html  

PROBLEM: Auf der Ecke (Spittastraße/Hauffstraße Richtung Pfarrstraße) entstand um 2018 ungefähr ein Neubau inklusive Pkw-Stellplätzen. Um die den Hausanwohnern vorbehaltenen Stellplätze anfahren zu können, mussten die Poller an der Einfahrt der Hauffstraße Richtung Pfarrstraße nun entfernt werden, was im Zuge des Bauens gleich gemacht wurde.

Da die zuvor autofreie Straße seither an dieser Seite wieder unvermeidlich für alle zur Einfahrt geöffnet ist, parken entlang des landschaftsarchitektonisch gestalteten Weges nun gerne Autos queerbeet. Erst kamen die Baufahrzeuge und machten alles platt (z.B. schöne Fliederbüsche) und jetzt sorgen die Falschparker für dauerhafte Kahlheit der einst grünen Seitenstreifen.

Ich frage mich, wie kann es eigentlich sein, dass zu Gunsten einiger Weniger die Allgemeinheit jetzt das Nachsehen hat - nämlich weniger Autofreiheit im Kiez. Ich hätte gerne die autofreie Hauffsttraße zurück. Warum wurde diese autofreundliche Entscheidung überhaupt getroffen?

Das Grünflächenamt teilte mir auf Anfrage schriftlich mit, man habe mit  der Wiederöffnung die Verkehrssituation im Kiez entlasten wollen. Aber die Stellplätze sind ja mit Pollern versehen, also gar keine Entlastung für alle, sondern nur bequem für die Neuanwohner.

Aber ich finde, man kann doch nicht einen erst neulich mit Steuergeldern angelegten, begrünten Füßgänger- bzw. Radweg, der zudem als Spielstraße gut angenommen wurde, wieder einfach so ohne zu fragen dem Autoverkehr öffnen, den man gerade erst in Abstimmung mit der Bevölkerung ausgesperrt hatte, nur weil das für EINE Baugemeinschaft praktisch ist.

Wenn schon der Stellplatz des Neubaus jetzt nicht mehr nachträglich beseitigt werden kann, dann sperren Sie doch wenigestens den hinteren Teil des Weges wieder mit Pollern ab. Da standen ja früher auch welche, extra angefertigte, schöne Poller, stilecht, passend zum aufwendig sanierten und insgesamt unter Denkmalschutz stehenden Kiez. 

Die wellenfömigen Pflastersteinflächen, die ein landschaftsarchitektonisches Gestaltungselement des autofreien Weges sein sollen, werden von Autofahrern auch gern als Parkplatz mißinterpretiert. Zufällig vorbeikommende KW-Fahrer*innen, die beispielsweise zum nahen Fußballplatz wollen, ahnen von einem Durchfahrts- und Parkverbot oft gar nichts, denn ein Schild am Rande des Weges links fehlt. 

Auch das große Projektschild des U r b a n II - P r o g r a m m s, das auf der Ecke stand, wo sich jetzt das Haus befindet, das darüber hätte Aufschluss geben können, das es sich beim neuen Weg um den Teil um eines mit öffentlichen Fördergeldern errichteteten, autofreien "Grünes Bandes" handelt, ist seit dem Bau des Hauses leider verschwunden.

Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass niemand mehr entlang den Rändern der Hauffstraße parken kann. Selbst wenn schon dort große, schwere Steine hingelegt wurden, verrücken manche uneinsichtige Parkwillige die einfach. Auch wiederholte Knöllchen können diese Leute offenbar nicht schrecken.

Ich wünschte, da würde sich wieder etwas ändern. Und den genehmigten Privatparkplatz im Projekt URBAN II finde ich einen Skandal.

MH Kaskelkiez bearbeitet am
Referenznr.: 2021-12418