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Die Köpenicker Bienenfreunde

IB Übergangswohnheim, Alfred Randt Strasse 19

Wir haben im Frühjahr 2020 den Aufbau einer "Kleinen Imkerei" auf dem Gelände des IB-Übergangswohnheims im Allende-Viertel erfolgreich gestartet.

Gemeinsam mit Bewohnern des Wohnheims und unserem Hobby-Imker Johannes Gräske wurden 3 Bienenbeuten aufgebaut und die Bienenvölker einlogiert. Insgesamt 30.000 Bienen sind nun vor Ort. Die Betreuung der Bienenvölker wurde in Workshops den Interessierten beigebracht, die auch mutig und neugierig mit angefaßt haben. Unsere Zielgruppe sind vor allem Geflüchtete. Aber auch andere Interessierte aus dem Wohnviertel waren herzlichst willkommen, leider durch Corona konnten wir auf dem Wohnheimgelände keine Gäste im Frühjahr empfangen.

Das Projekt wurde durch das Bezirkliche Bündnis für Arbeit und Wirtschaft in Berlin – im LSK (Lokales Soziales Kapital) Programm und von der Bürgerstiftung Treptow-Köpenick unterstützt.

Nun sind die Bienen in der Winteruhe und wir werden die Imkerei im nächsten Jahr fortführen und dazu dann gerne Anwohner aus dem Allende-Viertel einladen und als Mitstreiter gewinnen.

Unsere Projektidee für 2020

In diesem Jahr können wir unsere tollen Fotos und Informationen aus den Workshops in einem Katalogband „Die Biene - eine Liebeserklärung - Perspektivwechsel“ zusammenfassen. Mit diesem Band entführen wir die Interessierten in die Welt der Bienen, berichtet von ihrem Einfluss auf unsere Kultur, ihren erstaunlichen Fähigkeiten, ihrer Staatsform, Produkten, Bedrohungen und von Menschen, die mit Bienen leben. Nicht zuletzt ist dieser liebevoll gestaltete Band ein Plädoyer für den Schutz der staunenswerten, uralten „Bienenzivilisation“. Auch möchten wir mit diesem Katalog zu einem Perspektivwechsel auf die Geflüchtete im Allende-Viertel auffordern.

Ziel der Imkerei ist es, eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Natur in unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Die Bienenhaltung liefert nicht nur Versorgungsleistungen mit Nahrungsmitteln, sondern auch Regulierungsleistungen, wie die Bestäubung von Nutzpflanzen. Die Honigbiene ist der wichtigste Bestäuber in der Landwirtschaft weltweit und der Bedarf an kommerziellen Bestäubungsleistungen wird vermutlich weiter steigen.

Unsere teilnehmenden BewohnerInnen sind von den Bienen fasziniert und können von ihnen viele wichtige Dinge über die Natur und Umwelt sowie eine nachhaltige Entwicklung lernen. Bienen sind unersetzlich für unser Leben.

Wir wollen mit einem Katalogband über den Aufbau und Umsetzung der „Kleinen Imkerei“ eine bereite Öffentlichkeitsarbeit auf die Gefährdungen der Bienen aufmerksam, gleichzeitig soll aber auch das Interesse und die Faszination an Bienen geweckt werden. Wir wollen mit dem Katalogband zeigen, wie Geflüchtete ehrenamtlich sich der verschiedenen Herausforderung gestellt haben.

Von Bienen kann man hervorragend lernen, sich ums Ganze zu kümmern. Sie machen uns bewusst, wie es um unsere Erde bestellt ist und wie wir mit unserem eigenen Leben und dem Leben auf dieser Welt umgehen. Gäbe es keine Bienen, wie sähe unsere Natur aus und wie würde sich unser Speiseplan ändern? Wir müssten nicht verhungern, aber auf alle Lebensmittel, die vitamin- und nährstoffreich sind verzichten. Die Honigbiene ist das wichtigste Bestäubungsinsekt unserer Kulturpflanzen. 75-80 % aller Blütenbesucher sind Honigbienen. Honigbienen sind faszinierende Organismen, deren Rolle und Bedeutsamkeit weltweit zunehmend Einzug in unserem Austausch finden muss.

Unsere Projektidee für 2021

Für 2021 planen wir eine Fotoausstellung mit verschiedenen Bildern aus der Arbeit mit den Bienen. Hier können wir für die Fotoausstellung ein Ausstellungskatalog erstellen. Dafür würden wir dann die Förderung einsetzten.

 

 

grit.driewer@tueroeffner-ev.de erstellt am
Referenznr.: 2020-07612