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Wohnqualität in der Buchholzer Str.

Straßenlärm

[Dieser Beitrag wurde per Post eingesandt und von der Moderation veröffentlicht.]

Ich wohne seit einiger Zeit in einem Mehrfamilienhaus in der Buchholzer Str. 85 in 13156 Berlin (=Niederschönhausen) und habe eine kleine 2-Zimmerwohnung. Ich bin gesundheitlich sehr eingeschränkt, weil ich eine schwere Gehbehindert und auch sonst noch gesundheitliche Einbußen habe, seit dem Jahr 2002.

Das heißt, dass ich seit Jahren mich nur mit Krücken bewegen und nur in Begleitung unterwegs sein kann in einem sehr eingeschränkten Radius. Es ist mir nicht mehr möglich, bei dem hohen Verkehrsaufkommen vor unserer Haustüre, bzw. vor und hinter dem Haus, mich auf meinen Balkon zur Erholung zu setzen. Ein Weggehen in ein Erholungsgebiet – sprich Park – kann ich vergessen, da die Strecke bis da hin, von Autoabgasen, Lärm und Feinstaub begleitet ist, es ist mir daher nicht möglich, mich in einer Abgas - und lärmfreien Zone zu bewegen, da ich den Lärm und die Abgase ja üblerweise frei Haus habe! Auch hatte ich 2016 einen Beinbruch am rechten Bein, der 2017 operiert werden mußte und im November 2017 die linkte Hüfte brach, den gleich notoperiert werden musste, was mir einen Krankenhausaufenthalt von November 2017 bis einschließlich Februar 2018 bescherte. Das heisst, dass ich alles andere als „mobil“ bin und dadurch auch darauf angewiesen wäre, ein gutes Wohnen zu haben. Ich bin gezwungen – auch in der Wohnung – an zwei Krücken zu gehen, ein anderen Gehen ist mir leider nicht möglich. Wohnqualität ist anders und sieht anders aus.

Eigentlich wäre es eine schöne Wohngegend, wenn dieser Verkehrslärm und die Abgase nicht wären. Es handelt sich hier um eine Wohngegend mit Mehrfamilien- und auch Einfamilienhäusern, sowie 2 Kindergärten in unserem unteren Bereich der Buchholzer Strasse (ab Einfahrt zur Wackenbergstr. Hinunter zur (eigentlich Hauptstrasse = Blankenburger Strasse), wobei sich noch ebenfalls eine Schule befindet, die zwar im Moment leer steht, sie soll aber – laut diversen Aussagen – wiederbelebt bzw. wiederbelegt werden.

Wir haben hier ein riesig grosses Problem dahingehend, dass unsere Strasse als Hauptverkehrsstrasse benutzt wird, sowohl durch viele PKWs, LKWs – teilweise mit überlangen Anhängern, Fahrzeuge aus aller Herren Länder und viele mit überwiegend fremden und ausländischen Kennzeichen, das heisst, dass es sich hier um keine Anwohner handelt. Dadurch ist unsere Strasse in hohem Maße verstopft.

Dadurch haben wir eine Unmenge ungesunden Lärm, Feinstaub und eine enorme Umweltverschmutzung, was alles in unsere Wohnungen einzieht und auf unseren Balkonen niederschlägt. Eine Benutzung des Balkons ist völlig utopisch d.h. daher nicht möglich ist, denn er müsste täglich sauber gemacht werden, was mir derzeit nicht möglich ist. Des weiteren ist es uns unmöglich, zu lüften oder uns auf unsere Balkone zu setzen, dieser kann praktisch nicht ge- und benutzt werden. Die Wohnung zu lüften ist bei einem solchen Verkehrsaufkommen und den Staus vor unseren Häusern nicht möglich, weil viele Pkws und Lkws (hauptsächlich Dieselfahrzeuge) sehr oft direkt vor und unter unseren Wohnungen und auch Balkonen mit laufendem Motor stehen, um den Gegenverkehr durchzulassen.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass unsere Strasse links und rechts völlig zugeparkt wird, das bedeutet, dass der Verkehr wegen dem Gegenverkehr stoppen muss und dies immer unter unseren Fenstern passiert.

Ferner kommt noch hinzu, dass viele Autofahrer ihre Autos im Leerlauf unter unseren Fenster laufen lassen, teilweise bis zu 10 Minuten. Auch schlägt sich der Flugverkehr in unserem Bereich sehr negativ nieder, denn oft – bis teilweise nachts 23.30 Uhr – fliegen die Flugzeuge – bei Stosszeiten meistens non-stop, d.h. alle 2 ½ Minuten. Das kommt zu der Verkehrsbelastung noch erschwerend hinzu. Ein Lüften der Wohnung kann nur über die anderen Seite – sprich durch die Küche – der Wohnung erfolgen. Habe ich das Fenster offen, bekomme ich mit der Zeit Kopfweh. Dazu muss ich sagen, dass ich im Jahr 2015 von Januar bis Juli permanent mit ein paar Unterbrechungen wegen der Behandlung eines Hirntumors im Krankenhaus (Charité) war (Chemotherapie, Hochdosischemo mit Stammzellrückrückführung);

Ein weiterer Belastungs- und Minuspunkt ist, dass in unserer Nachbarschaft, gegenüber von unseren Häusern, sich eine Tierarztpraxis befindet, deren Besucher – da auf dem Hof zu wenig Parkplätze sind – unsere Strasse ebenfalls mit zuparken – oft auch mit laufendem Motor. Spricht man die Betroffenen an, dann reagieren sie ziemlich ungehalten, unwirsch und unfreundlich und lassen, trotz unseres Reklamierens, ihre Autos unbeirrt weiter im Leerlauf laufen. Das gleiche gilt für Fremdparker, welche mit teilweise mehreren Autos, oft versehen mit Anhängern (wobei diese ab-h und umgeladen werden, alles bei laufenden Motoren), aufkreuzen und ein Umladen mit laufenden Motoren gang und gäbe ist. Spricht man die Herrschaften auf ihren Lärm und Umweltverschmutzung an, heißt es: Ich fahre doch gleich! Was in der Regel bis zu 15 Minuten dauerte. Bei offenem Fenster ist es ersten laut und zweitens „stinkig“, weil es sich meistens um Dieselfahrzeuge handelt, und alle Abgase und Lärm „sozusagen frei Haus“ in die Wohnung einziehen, bei offenem Fenster.

Ich habe das Verkehrsaufkommen des öfteren schon durchgezählt (in den letzten 3 – 4 Jahren) und aufgeschrieben. Bei diversen Wartezeiten auf den Bus (vor dem Nachbarhaus in unserer Strasse) kam ich zu folgenden Ergebnissen: Es fahren teilweise bis zu 60 Autos (meistens Dieselfahrzeuge und das in einem Zeitabschnitt von 5 – 7 Minuten) und auch andere Fahrzeuge (teilweise Schwerlaster) durch unsere kleine Stichstrasse (Buchholzer Str im unteren Abschnitt stadteinwärts), des öfteren auch mit überhöhter Geschwindigkeit, und zusätzlich fliegt alle 2 Minuten ein Flugzeug über uns hinweg. Hierbei handelt es sich um das tägliche Verkehrsaufkommen in unserer Strasse; tag-täglich Montag bis Freitag, wenn wir Pech haben geht es samstags weiter. Die Autos bzw. Fahrzeuge sind meistens mit nur 1 Person besetzt.

Oft rasen auch in der Nacht und häufig übers Wochenende Einzelpersonen oder mehrere Personen mit ihren überlauten, getunten Autos und ihren frisierten, krachenden Motorrädern durch.

Auch ist unsere Strasse links und rechts stark zugeparkt – vor allem von Fremdparkern und auch von geschäftstüchtigen Wohnwagenvermietern, die von da aus ihren „florierenden Geschäftsverkehr“ betreiben, was alles für solch hohen Verkehrsaufkommen sehr negativ ins Gewicht fällt.

Ich muss festhalten: Wohnqualität sieht anders aus und ist anders.

Obwohl auf der Blankenburger Strasse – was ja die eigentliche Hauptstrasse ist – das Industriegelände – vor der Einfahrt zu unserer Stichstrasse – ausgeschildert ist, vor allem für Schwer- und Industrieverkehr – nämlich geradeaus auf der Blankenburger Strasse weiter, fährt fast sämtlicher Vekehr, z. T. auch Schwerverkehr über unsere kleine und enge Wohnstrasse.

Wir ersticken hier in Lärm und Feinstaub und bitten daher um dringende Abhilfe – eine Ortsbegehung wäre evtl. hilfreich.

Vielen Dank für Ihre Hilfe und Unterstützung.

 

Moderation Berlin wird leiser
Referenznr.: 2018-02860