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Elsenstraße und Am Niederfeld

Straßenlärm
Elsenstraße in Berlin-Mahlsdorf
Maßnahme: Geschwindigkeiten für Autos reduzieren und Tempo 30-Abschnitte
Maßnahme: Mittelinsel/-streifen auf der Fahrbahn anlegen
Maßnahme: Pflanzen von Bäume
Maßnahme: Verkehrsfluss organisieren (Verlagerung, Verkehrsfluss verbessern, Lieferzonen, Parkraumbewirtschaftung)
Maßnahme: Fahrbahn sanieren
Maßnahme: Vorstrecken des Gehwegs
Maßnahme: Fußwege erweitern und verbessern (Aufheben des Gehwegparkens)

Die Elsenstraße und die Straße Am Niederfeld liegen im Landwirtschaft- und Trinkwasserschutzgebiet am geschützten Barnimhang dem Berliner Balkon, sind trotzdem ohne jede Einschränkung als Umfahrung der viel genutzten B1 ausgewiesen und das obwohl die Elsenstraße baulich für diese Belastungen nicht ausgelegt ist. Gern werden beide Straßen besonders im Berufsverkehr, aber nicht nur dann, von Kraftfahrzeugen aller Art als "Rennstrecke" genutzt, um den ein oder anderen Ampel- oder Staustopp auf der B1 zu umgehen. Besonders beliebt ist die Strecke bei den Lkw- Fahrern der nahegelegenen Entsorgungsbetriebe ALBA und BSR und den Transporterfahrern der unter hohem Zeitdruck arbeitenden Paketdienstleister, so dass nicht nur der Verkehrslärm für uns Anwohner problematisch ist. Die schlechte Bausubstanz der Elsenstraße und die hohe Belastung erzeugen wieder und wieder Bodenerschütterungen, die nicht nur die Gläser in unseren Schränken klirren lassen, sondern bereits sichtbare Schäden, wie Risse in den Häusern entstanden sind. Außerdem geht es hier, wie ich finde, nicht nur um Lärm, der uns als Anwohner die Nerven besonders in der Woche raubt, sondern ganz besonders auch um den Erhalt eines einzigartigen Schutzgebietes in unserer Stadt. Nicht nur die hier unverbaute und somit nachvollziehbare Entstehung des Barnims sind hier am Berliner Balkon vor Lärm zu schützen. Rund um die anliegenden Kaulsdofer Seen hat sich nach dem Ende der Kiesförderung eine ganz besondere Flora und Fauna gebildet, deren Erhalt auch durch Abgase der schweren und vielen Fahrzeuge gefährdet ist. U. a. brüten hier zahlreiche Vogelarten, deren Vielfalt einzigartig in der Stadt ist und die diesen Umweltbelastungen ausgeliefert sind.

Meine Idee ist, dass man als Sofortmaßnahme den Lkw's die Straßennutzung untersagt und die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h beschränkt. Außerdem benötigt die Elsenstraße eine grundsätzliche Sanierung, so dass die Erschütterungen minimiert werden. Im Zuge dieser Baumaßnahme wäre, so wie ich das sehe, der Bau eines Kreisverkehres an der Kreuzung Kressenweg sehr sinnvoll. Man könnte den Fahrzeugen die Geschwindigkeit nehmen, indem man sie ausbremst und gleichzeitig einen Unfallschwerpunkt entschärfen. Weiterhin ist ein Ausbau des Geh- bzw. Radweges erstrebenswert, da beide Straßen besonders auch durch Kinder auf dem Schulweg mit dem Fahrrad genutzt werden.

Auch ist oberhalb des Berliner Balkons die B1 in einem extrem schlechten baulichen Zustand, zum Teil besteht sie noch aus maroden Betonplatten, die erheblich für Lärmenstehung sorgen. Auch hier besteht ein Sanierungsbedarf.

Im gesamten beschriebenen Areal könnten weitere zusätzliche Bäume die Straßen säumen, die zur Verbesserung der Luft und Minderung des Verkehrslärm betragen.

Susen
Referenznr.: 2018-01934