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Ganzheitliche Ansätze

Soziale Infrastruktur

Liebe Leser*innen, liebe Diskutanten, liebe Entscheider*innen,

an vielen Stellen in dieser Stadt kann man von den großen Leitlinien lesen, welche unsere Metropole fit für die Zukunft machen soll. Man ließt von Mitbestimmung der Bürger*innen, ließt von Nachhaltigkeit beim Bauen, von der Wichtigkeit die sozialen Begegnungsstätten zu erhalten. Von dem jähen Wunsch die Entwicklung einer Weltmetropole mit den Zielen des Klimaschutzes zusammenzubringen. Man nimmt sich große Vorbilder in der Welt und bleibt am Ende in bürokratischen Klein Klein zurück.

Ich frage Sie ganz offen!

Was bedeutet für Sie Mitbestimmung der Bürger*innen dieser Stadt? Wenn es statthaft ist das diese Mitbestimmung durch Statuten, welche Sie mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften in Form von Partizipationsrichtilinien ausgehandelt haben, es zulässt das Mitbestimmung für die Bürger*innen auf reine Information Seitens der bauenden Gesellschaft eingeschrumpft wird?

Was bedeutet für Sie Naturschutz? Wenn von allen Seiten die Information ganz offen kommuniziert wird, dass Bauen vor Naturschutz und damit vor dem Klimaschutz geht. Warum wird so kurz gedacht? Wenn wir heute bei unseren Bauvorhaben das Klima nicht berücksichtigen, werden wir in absehbarer Zeit nichts mehr haben, wofür es sich noch lohnt hier zu leben. Denn es wird keine Lebensgrundlage für die zukünftigen Generationen mehr geben.

Was bedeutet für Sie sozialer Zusammenhalt? Wenn ein Kiez durch eine planlose Nachverdichtung an die Grenze seiner Möglichkeiten gebracht wird. Zu wenig Ärzt*innen, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, Rückzugsorte und keine Möglichkeit das Menschen gemeinsame Räume frei gestalten. Wo sollen die Menschen mit besonderen Schutzbedürfnissen hin ausweichen?

Was bedeutet für Sie planvolle Gestaltung? Wenn jedes Projekt im Plänterwald als Einzelprojekt gewertet wird und man das Gesamtbild vollkommen aus dem Auge verliert. Der Kiez ist im Wandel. Es muss gebaut werden. Aber sollten hier nicht auch die Entwicklungen rund um den Dammweg, dem ehemaligen Spreepark und die Entwicklungen an der Köpenicker Landstraße mit einbezogen werden?

Was bedeutet für Sie als gewählte Volksvertreter*innen und Angestellte dieser, der unsrigen Stadt, einen weiten Teil der Gesellschaft bei diesem Forum auszuschließen? Viele essentielle Anliegen, gerade der Menschen ohne Internetzugang, gleich welchen Grundes, werden in dieser Form der Beteiligung nicht gehört. Sie verlassen sich darauf das diese Stimmen irgendwie zu Ihnen kommen. Soll das die Beteiligung sein, welche Sie sich in einer idealen Welt vorstellen?

Was bedeutet Ihnen diese Stadt? Eine Stadt die weltweit als die grüne Metropole bekannt und von den hier lebenden Menschen genauso angenommen und bewahrt wird. Es gibt eine einzigartige städtebauliche Struktur in unserem Berlin. Eine Struktur die nur durch planvolles Handeln erhalten und nachhaltig weiterentwickelt werden kann. Wie möchten Sie dem begegnen?

Was beutetet für Sie Zusammenarbeit auf politischer Ebene? Wenn eine stadteigene Wohnungsbaugesellschaft durch Ihre Behörde einen positiven Bauvorbescheid erhält und gleichzeitig die selbe Behörde Geld in die Hand nimmt um Planungen voranzutreiben, welche diesen Kiez weiterentwickeln soll, ohne das eine Nachverdichtung in diesem Ausmaß eingeplant ist.

 

Erkennen Sie Wiedersprüche? Falls nicht fasse ich es Ihnen gern zusammen.

  1. Mitbestimmung der Bürger*innen VS. Information durch die bauende Gesellschaft
  2. Naturschutz VS. dringend benötigten Wohnraum
  3. soziales Miteinander VS. soziale Brennpunkte schaffen
  4. planvolle Gestaltung VS. Einzelbetrachtung von Projekten
  5. echte Bürger*innenbeteiligung VS. Ausschluss ganzer Gruppen Ihrer Wähler*innen
  6. grünes Berlin VS. planlos bebautes Land
  7. Gemeinsame Planung auf politischer Ebene VS. Widersprüchliche Arten Geld in Planungen zu versenken

Ducken Sie sich nicht weg und geben Sie den Bürger*innen dieses Kiezes die faire Chance etwas gemeinsam mit Ihnen und allen Akteuren, welche an diesem Prozess beteiligt sind, etwas gemeinsam für diese Stadt zu bewegen! Denn diese Bürger*innen haben es verdient!

Herzlichst aus dem Plänterwald

Annabell Dutschmann

just anna erstellt am
Referenznr.: 2021-12325