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Infrastruktur in den OT Baumschulenweg und Plänterwald entwickeln

„Sozialer Wohnungsbau“ sollte auch die Entwicklung der Infrastruktur (Kita, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, soziale Treffpunkte…) für die erhöhte Einwohnerzahl berücksichtigen. Speziell in den OT Baumschulenweg und Plänterwald verbleiben hierfür kaum noch geeignete Flächen, da diese seit 1990 wiederholt (z.B. Kaufhallen Eichbuschallee 9, Dammweg 153, Rinkartstraße 18, Kita Schöntaler Weg, Kita Eichbuschallee) an private Investoren verkauft wurden, die diese in der Nutzung umgewidmet (z.B. durch Abriss/Einrichtung von Eigentumswohnungen) und damit der Allgemeinheit entzogen haben. Die Infrastruktur hat sich somit bis heute in beiden Stadtteilen zunehmend verschlechtert! Die neuesten Planungen für die Bebauung der Garagenkomplexe und die Aufstockung von Q3A-Bauten führen wiederum nur zu einer Erhöhung der Zahl der Wohnungen und damit Einwohner, es sind parallel keine Bauten zur Verbesserung der Infrastruktur vorgesehen!!

1. Wie und wo möchte der Bezirk in den OT Baumschulenweg und Plänterwald konkret Infrastruktur für die steigende Bevölkerungszahl entwickeln?

2. Wie werden kumulative negative Aspekte von Einzel-Bauprojekten auf die Infrastruktur der Stadtteile im Genehmigungsprozess für Bauvorhaben berücksichtigt? Wenn nämlich alle Bauprojekte auf Wohnkomplexe hinauslaufen, gibt es schlicht keinen Platz mehr zur Entwicklung der Infrastruktur.

3. Ist für die Entwicklung von Infrastruktur in den OT Baumschulenweg und Plänterwald aufgrund der vernichteten/umgenutzten Infrastruktur aus DDR-Zeiten die Bebauung von Kleingärten und Grünflächen vorgesehen? Das würde ein wesentliches Qualitätsmerkmal der Ortsteile vernichten und zur Senkung der Wohnqualität führen. Die Schaffung von Wohnsilos und eine damit einhergehende Ghettoisierung von Stadtteilen ist kein zeitgemäßes Ziel des sozialen Wohnungsbaus!!

 

pesez erstellt am
Referenznr.: 2021-11827