Zum Inhalt springen

Der Titel ist zu kurz gefasst - er müsste lauten: Warum es bezahlbaren Wohnungsbau braucht.

Die einseitige Sicht auf die Verhältnisse der für den sozialen Wohnungsbau am Stadtrand (speziell Altglienicke) vorgesehenen und sich dann dort massiv ballenden neuen Bewohner*innen mit geringen Einkommen ist ein sehr fragwürdiges Unterfangen. Seit Jahren werden in der Stadt viel zu wenig Wohnungen für die Menschen gebaut, die über mittlere Einkommen verfügen. Die durch private Inverstor*innen gebauten Wohnungen sind für diese Menschen unerreichbar teuer, die des sozialen Wohnungsbaus nicht erreichbar, weil dafür zuviel verdient wird. Somit finanzieren diese Berliner*innen mit ihren Steuern die Wohnungen, die für Menschen gebaut werden, die nicht entsprechend mit ihren Einkommen dazu beitragen (können) und kommen dann mittelbar als Steuerzahler*innen dafür auf, dass die damit zusammen hängenden Kosten des Sozialstaats auch durch sie mit finanziert werden. Ein totales Dilemma, was viel Frust bei jungen Menschen in dieser Stadt auslöst und zum Abwenden von diesem Staat und seinen demokratischen Parteien führt. Im übrigen sind die in Altglienicke bisher vorhandenen und durch entsprechende Neubauten sich noch weiter ballenden Einwohner*innen mit niedrigem Einkommen m.E. ausreichend. Was fehlt ist eine tatsächliche, nicht nur in Aussicht gestellte, Sozialraumanalyse, ehe man hier an weitere Neubebauung in der Form denkt. Im Anhang ein Artikel des Berliner Tagesspiegel, der diese generelle Situation bezogen auf die Kinderanzahl in dem Ortsteil sehr gut widerspiegelt.

RainerBerlin bearbeitet am
Referenznr.: 2021-11794