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Bestanderhalt und umsichtige Sanierung

Bodenbelag

Umgestaltung Hermann-Ehlers-Platz

So, wie der Platz bereits seit Jahren aussieht, bietet er wirklich einen jämmerlichen Anblick: ungepflegt, ungeliebt, laut (da Verkehrsknotenpunkt).

Auch das doch eher kümmerliche Angebot des Markteinerleis ist beschämend. Vor allem an den Tagen, an denen diverse Stände mit billig hergestellten und auch so aussehenden Artikeln feilgeboten werden (Oberbekleidung, Taschen etc.). Dazwischen ein paar Stände mit fast immer den gleichen Lebensmitteln.

Nun sind ja 600.000 Euro für die Neugestaltung des Platzes zu "verbraten".

Wichtig finde ich:

Bestanderhalt und umsichtige Sanierung.

Vielleicht auch mit der Unterstützung der Architects for Future.

Meiner Ansicht nach sollte man versuchen, das Geld, das bereits da ist, sinnvoll, umsichtig und zügig einzusetzen, damit das Projekt endlich mal zu einem Ende kommt. Dauerbaustellen hat man in der Stadt schon genug.

Auf einen weiteren Geldsegen sollte man gerade in der heutigen auch finanziell schwierigen Zeit ebenfalls nicht spekulieren.

Spiegelwand

So, wie sie sich im Moment präsentiert, direkt auf den teuren Granitplatten, wirkt sie kalt, ja geradezu abweisend. Hier würde eine Umgrenzung, vielleicht durch ein Kieselsteinbeet oder andersfarbige (blau?), wie Glas wirkende Splitter / Steine o.ä., für etwas Auflockerung sorgen. Das käme auch dem Wunsch der Sehbehinderten entgegen, sich besser orientieren zu können.

Darunter dann noch eingelassene Beleuchtung.

Ein Blumenbeet drumherum anzulegen halte ich für problematisch. Bei Regen würde die Erde hochspritzen und die Wand unansehnlich erscheinen lassen. Die Frage wäre auch: Würde das Beet regelmäßig gepflegt? Es ist ja schon traurig, wenn an Gedenktagen dort abgelegte Kränze und Blumen dann einfach lange still vor sich hinrotten, weil sich niemand kümmert, sie wegzuschaffen. Außerdem könnte ein ebenerdiges Beet auch zu einem Hundeclo verkommen.

Wege über den Platz

Berücksichtigt werden sollten die bereits seit langem benutzten Wege (Trampelpfade; Rennstrecke) der Fußgänger, um schnell über den Platz von A nach B zu kommen. Dort etwas in diese "Rennstrecke" zu stellen, halte ich für problematisch.

Bänke aufstellen

Ja! Ich wünschte mir in dieser Stadt sowieso Bänke, wie ich sie u.a. von der Ostsee kenne: Mit hohen Rückenlehnen für mehr Entspannung.

Hochbeete und Brunnen

Ich plädiere für deren Erhalt, denn darin steckt "graue Energie", d.h., Energie, die beim Bau / Anlegen der Beete und des Brunnens bereits verbraucht wurde. Und nun soll wieder Energie verbraucht werden, um diese Substanz zu entfernen (sogar zu entsorgen?) und das Rad neu zu erfinden (ebenerdiges Wasserspiel). Die Beet- und Brunnenränder werden heute auch (mangels anderer Möglichkeiten) als Sitzgelegenheit benutzt. Warum soll das zukünftig nicht miteinbezogen werden? Der eine oder andere genießt im Frühling oder Herbst bestimmt auch gerne die Wärme der aufgeheizten Steine ("Sitzheizung").

Pflasterung

Den gesamten Platz mit den hochwertigen Granitplatten zu "versiegeln" halte ich für Geldverschwendung. Mal davon abgesehen, wie es sich auf den Platten bei Eis und Schnee läuft, wahrscheinlich eher schlittert.

Der Platz ist doch bereits in Teilen mit andersfarbigem Kopfsteinpflaster versehen, ja sogar mit eingelegten Wappen. Das belebt und auch hier sollte die bereits vorhandene Substanz erhalten und eingebunden werden. Unter Berücksichtigung der Erfordernisse für Menschen mit Mobilitätseinschränkung.

Straße für die Lieferzone

Ich verstehe nicht, weshalb die dort ansässigen Gewerbetreibenden dazu noch nicht befragt wurden – oder habe ich das überlesen?

Mobilitätshub (Überdachte Fahrradständer u.ä.)

Ja, unbedingt. Aber wie wäre es, Fahrradständer & Co. unter dem Autobahnzubringer aufzustellen? Dort wären sie bereits überdacht. Spart auch Kosten und der Platz behält seine Offenheit / Durchlässigkeit.

Ich plädiere hier nochmals an Bestanderhalt und umsichtige / behutsame Sanierung.

Marktstände

Hier wünsche ich mir schon seit langem mehr Diversität, mehr regionale Anbieter.

Zur Zeit gibt es nur einen Bio-Bauer, und diesen nur samstags.

Entspannung für Jung und Alt

In Estland stehen überall, selbst an Autobahnraststätten, große robuste Schaukeln. Schaukeln trägt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen sehr zur Entspannung bei. Für Jung und Alt.

So etwas wünsche ich mir für diese gestreßte Hauptstadt überall. Entspannung.

Vielleicht wird Berlin mit dem Aufstellen von Schaukeln ein Vorreiter? (Ich meine jetzt nicht den neuen Extremsport Kiiking!)

 

 

Sibyll bearbeitet am
Referenznr.: 2021-11097