Zum Inhalt springen

Straßensperre raus aus der Körtestraße

Ich besitze selbst kein Auto und fahre hauptsächlich mit dem Fahrrad. Nun kann ich trotzdem nicht verstehen, warum die überaus breite Körtestraße jetzt permanent mit Metallpollern gesperrt wurde. Ich hatte als Radfahrer nie Probleme mit Autofahrern auf dieser Straße.

Laut Tagesspiegel war der Auslöser für die Komplettsperre der Körtestraße ein Vorfall im August 2020, bei dem zwei Männer mit einem Audi-Sportwagen durch die Körtestraße rasten und Passanten gefährdeten. Es sind nicht Autos die Radfahrer und Fußgänger gefährden sondern die Menschen in den Autos.

Ich weiß, dass Monika Herrman (Grüne Bezirksbürgermeisterin) keinen Führerschein hat und deswegen eventuell eine etwas eindimensionale Sicht auf die Verkehrsstruktur einer Großstadt hat, aber sollt es nicht im Interesse der Verkehrspolitik sein den Bürgern mehr Möglichkeiten zur Mobilität zu eröffnen als diese Wahlweise auszudünnen?

Ich will damit insbesondere den Zustand der BVG ansprechen. Ich fahre mittlerweile lieber im Winter Fahrrad, als am U-Bhf Schönleinstraße in den Zug einzusteigen und für Hin-und Rückfahrt nunmehr sechs Euro zu bezahlen. Da komme ich meistens selbst beim Carsharing günstiger bei weg und komme gleichzeitg entspannter an mein Ziel. 

Ich finde bevor sich Monika Herrman, wie am 26 August 2020 in der Körtestraße auf Motorhauben von Pendlern wirft, die um sieben Uhr morgens zur Arbeit fahren, sollte sie sich darum kümmern, dass die öffentlichen Verkehrsmittel wieder attraktiver werden. Ich fänds zum Beispiel klasse, wenn sie sich mal auf dem U-Bahnhof Schönleinstraße sehen lassen würde. 

Da sich voraussichtlich auf absehbare Zeit nichts an dem Zustand der BVG ändern wird, plädiere ich deswegen für den Rückbau der Komplettsperre der Körtestraße.

Leo Wrathaus erstellt am
Referenznr.: 2021-10970