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Verbindung von Alt-Kölln und Alt-Berlin, von Molkemarkt, Köllnischem Fischmarkt und Inselbrücke (via Fischerbrücke)

Im Moment gibt es viele Gründe als Fußgänger den Mühlendamm zu meiden. Wenn man dennoch darüber läuft ist es zugig und laut. Auch die angrenzenden Plätze, der Molkenmarkt und der Köllnische Fischmarkt (dem man seinen Namen wieder geben muß) haben keinerlei Aufenthaltsqualität und wenn es nach den bisherigen Senats-Planungen ginge, bliebe das auch so. Eine trostlose Straßenwüste mitten in der Altstadt. Wohnen ist an der Autoverkehrstrasse mit 70.000 Kfz baurechtlich untersagt, am Molkenmarkt plant der Senat Schallschutzwände und die WBM hat lange darüber diskutiert, wer an der Straße wohnen soll - Rentner? Studenten? Im Erdgeschoss gibt es Müllräume und geschlossee Flächen ähnlich wie bei Haus der Deutschen Wirtschaft. Sieht so eine lebendige Innenstadt aus?

Der Umbau des Mühlendamms soll den Anfang machen diesen Stadtraum an Berlins ältestem Ort für die Berliner und ihre Besucher zurückzugewinnen. Es ist eben nicht nur eine Verkehrstrasse und Durchgangsverkahr sollte unterbleiben. Der Mühlendamm ist das Koppelglied zwischen den beiden ältesten Plätzen der Stadt, die endlich auch eine eigene Gestaltung erfahren sollten - nicht nur ein verkehrstechnokratisches Spurenwirrwarr -  und die angrenzenden Bauten brauchen lebendige Erdgeschosszonen. Bei weniger Lärm kann auch überall gewohnt werden - das sollte das Ziel sein!

Zusätzlich soll der Mühlendamm über die Fischerbrücke nach Süden angebunden werden - z.B. als kurzer Weg zum Märkischen Museum. Aus drei Himmelsrichtungen kommend kann man sich dann auf der neuen Mühlendammbrücke treffen.

Das Motiv der Kolonnaden könnte man aufgreifen, um sogar trockenen Fußes von einer zur anderen Spreeseite zu kommen.

(Die Abbildung zeigt eine Entwurfsstudie, die den Mühlendamm der Vorkriegszeit modern interpretiert, links vorne die Fischerbrücke ©Lutz Mauersberger)

Lutz Mauersberger erstellt am
Referenznr.: 2021-10882