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Kein Schwerlastverkehr durch den historischen Ortskern Rosenthal

Von dem stetig anwachsenden Durchfahrtsverkehr in der Ost-West-Achse ist der Ortsteil Rosenthal schon seit der Wende schwer betroffen.

Dies ist der Senatsverwaltung für Verkehr, Umwelt und Klimaschutz sowie dem Straßen- und Grünflächenamt/ Abteilung Straßenaufsicht- und Unterhaltung /Bezirksamt Pankow seit langem bekannt. Bisher wurden jedoch keinerlei wirksame Maßnahmen ergriffen und Eingaben von BürgerInnen zur Verbesserung der Situation in unseren Wohngebieten abgelehnt.

Seit Jahren ist die Sanierung der Friedrich-Engels-Straße, der Kastanienallee und der Hauptstraße geplant – allerdings nach bisher vorliegenden Plänen mit dem offensichtlichen Ziel, noch mehr Durchgangs- und Schwerlastverkehr durch Rosenthal zu führen. Aufgrund der schweren Straßenschäden gilt seit 2019 gilt in der Friedrich- Engels- Straße von Nordendstraße bis Hauptstraße die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 10 km/h.

Die Folge ist, dass noch mehr LKW und Schwerlastverkehr in die anderen Straßen, insbesondere die Hauptstraße und Schönhauser Straße Tag und Nacht ausweicht. Die Hauptstraße ist im alten Ortskern eine kopfsteingepflasterte, schwer beschädigte Straße in einem historischen und dörflich geprägten Umfeld.

Ergänzend ist zu erwähnen, dass Rosenthal als ein reines Wohngebiet städteplanerisch definiert ist.

Folgen der gegenwärtigen Situation:

  • Der gegenwärtige Straßenzustand kann diesem Verkehr nicht standhalten, so dass durch Erschütterungen Schäden an Gebäuden, die größtenteils unter Denkmalschutz stehen, entstehen bzw. sich massiv verstärken. (z.B. Wohnhaus Hauptstraße 138, 151,153)
  • Der Straßenlärm wirkt sich negativ auf die Gesundheit, insbesondere den Nachtschlaf der Anwohner aus.
  • Private Schallmessungen (Aufzeichnung im Anhang 1) ergaben weit höhere signifikant gesundheitsschädigende Werte, als die zulässigen 50 dB tagsüber und 35 dB nachts.
  • Die Lärmbelastung in der strategischen Lärmkarte weist eine Belastung von 70-75 dB(A) aus – dies ist weit jenseits der Richtwerte für Wohngebiete – auch für bestehende Straßen (diese wurden zum 01.08.20 erneut auf 64 dB(A) abgesenkt
  • Die Erschütterungen nach DIN 4150/2 und 4150/3 mit der Wirkung auf Gebäude und der Wirkung auf Menschen in Gebäuden haben gesundheitsschädigende Ausmaße erreicht
  • Radfahrer werden am Straßenrand, insbesondere in der Schönhauser Straße hochgradig gefährdet

Die Lösung:

Sperrung der Hauptstraße / Schönhauser Straße für Fahrzeuge ab 7,5 t ,  aber Anlieger und BVG frei, da wir den ÖPNV nicht behindern wollen

Fragen:

  1. Inwiefern ergibt sich aus dem Denkmalschutz für das Gesamtensemble um die Kirche in der Hauptstraße eine Handlungspflicht des Landen, um den historischen Dorfkern Rosenthal vor vermeidbaren Schäden durch Erschütterungen durch Lkw über 7,5 to zu bewahren?
  2. Wann werden die Hauptstraße und der Einmündungsbereich zur Schönhauser Straße baulich in Stand gesetzt / neu gebaut (Zeithorizont)?
  3. Inwiefern steht das Kopfsteinpflaster in der Hauptstraße bzw. die Straße als solche sowie der Einmündungsbereich zur Schönhauser Straße unter Denkmalschutz?
  4. Inwiefern ist beabsichtigt, die Hauptstraße und den Einmündungsbereich zur Schönhauser Straße rund um die Dorfkirche Rosenthal aufgrund der Lärm- und Erschütterungsbelastung und zur Sicherung der denkmalgeschützen Gebäude für den Lkw-Verkehr über 7,5 Tonnen zu sperren – wie das auch in Lübars in Reinickendorf der Fall ist?
  5. Inwiefern wurden und werden Lärmmessungen / -untersuchungen für den historischen Dorfkern Rosenthal rund um die Dorfkirche (Hauptstraße zwischen Mönchmühler Straße und Friedrich-Engels-Straße einschließlich des Einmündungsbereichs zur Schönhauser Straße, 13158 Berlin) durchgeführt?

Unterstützen Sie uns!

Bürgerinitiative Historischer Ortskern Rosenthal

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Goga
Referenznr.: 2021-10199