Schaffung von neuem kostengünstigem Wohnraum
beispielhaft durch die folgenden Maßnahmen:
- Grundstückskosten reduzieren durch die Vergabe bundes- und landeseigener z.B. neu erschlossener Immobilienflächen ausschließlich/überwiegend nach Erbbaurecht
- Weg vom Prinzip „Verkauf zum Höchstpreis“, stattdessen: Vergabe nach Erbbaurecht
- interessant für landeseigene Wohnungsbaugesellschaften
- Stellschrauben Pachtzins und Laufzeit „angemessen“ regulieren
Nach meiner Ansicht würde dadurch der Kostenblock Grundstück (ca. 20-30% der Gesamtkosten) deutlich reduziert. Pachtzins und Laufzeit der Pacht sollten „mietpreisschonend“ festgelegt werden.
- Deregulierung von Bauvorschriften: Ansätze hierzu gibt es viele (z.B. Studie vom BBSR im Dezember 2017, Empfehlungen der Baukostensenkungskommission). Ich vermute, dass Vieles initiiert wurde aber nur wenig zum Abschluss gebracht worden ist.
- Unbürokratisches Ermöglichen von Dachaufbauten (z.B. für „Tiny Houses“)
Kommentare
Diskussion
- Comment 21555
Der Anspruch auf immer mehr Wohnraum pro Person ist Hauptursache für die ausufernde Neu-Bauerei. Auch im Bereich des Wohnens leben wir über unsere Verhältnisse. Einfamilienhäuser-Siedlungen in einer Stadt wie Berlin sind nicht länger verantwortbar. Viel bedeutsamer für die Lebensqualität der Zukunft ist der Flächenversiegelung entgegen zu wirken, Altbausanierung vor Neubau, Grünflächen statt Verdi...
- Comment 21458
Als in den 90er Jahren Leerstand war, hat sich auch keiner über zu wenig Wohnraum beklagt. Jetzt, wo der letzte Schwabe Berlin entdeckt hat, muss plötzlich alles mit Beton zugeschüttet werden. Zieht nach Cottbus, da ist Wohnraum noch billig! Warum sollte der Senat ernsthaftes Interesse an niedrigen Mieten haben?? Je höher die Mieten, desto höher die Steuern aus Vermietung und Verpachtung.