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Verkehrschaos und Wohnqualität?

Team 1

Gibt es in Berlin Verantwortliche, welche neue Bauvorhaben überregional betrachten? Gewerbegebiete in der Darßerstraße und Pablo- Picasso- Straße (beides fast um die Ecke von Blankenburg) werden seit 25 Jahren "entwickelt" . Dazu kommt das ehemalige Gebiet der Kläranlage Falkenberg. Warum kann dort kein Wohn- Mischgebiet entstehen? Waren die Verantwortlichen jemals am Blankenburger Pflasterweg zum Berufsverkehr? Ab 20.7. wird Malchow für den Verkehr gesperrt. Ihr Verantwortlichen schaut euch doch mal bitte das Chaos an ( und es sind grad Ferien). Jetzt sollen nochmal 15000 Menschen dazu kommen? Leider können die wenigsten dort arbeiten wo sie wohnen, das heißt: Pendler!! Auch wenn viele mit dem Rad fahren, was ist denn im Winter? Ich fahre schon jetzt jeden Tag nach Prenzelberg und bei schönem Wetter sind viele Radfahrer unterwegs. Sobald es aber schlechtes Wetter ist, sieht man nur noch ein Drittel an Radlern. Warum wird der ÖPNV nicht als erstes ausgebaut? Wir Wartenberger kämpfen seit 20 Jahren dafür und auch das klappt nicht. Die S- Bahngleise liegen von Wartenberg bis Malchow schon seit DDR Zeiten und sind immer noch ungenutzt, da der Senat kein Park und Reisen am Stadtrand möchte. Also fahren wieder alle mit dem Auto. Eure Vorschläge mit Rückhaltebecken reichen nicht. Was ist mit Solarthermie auf den Dächern, Abwasserreceycling für Heizung (IKEA machts vor ), Stromerzeugung für eure E-Bikes? Wohnraum schaffen ist richtig, aber richtige Standorte sind entscheidend. Wir müssen nicht erst alles gewachsene kaputt machen um neue Ghettos zu schaffen.Warum nicht behutsam kleiner dimensionieren und bestehendes verbessern? In der Innenstadt sehen schon alle neuen Häuser gleich aus, das möchten wir hier nicht auch noch. Bitte erfindet nicht alles neu was es schon lange gibt, sondern ich wünsche mir echte Verbesserung für alle.

Monika

Mokika bearbeitet am
Referenznr.: 2020-06349

Offizielle Rückmeldung

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Antwort des Teams 1:

Allgemein:

Es handelt sich um Testentwürfe, keine umsetzungsreifen Projekte. Es sollten vor allem Bilder erzeugt werden, die als Diskussionsgrundlage dienen sollen. Die übergeordnete Lösung der Verkehrssituation im Berliner Norden kann nicht von den Teams im Werkstattverfahren erarbeitet werden.

 

Gewerbe:

Es war eine Vorgabe an die Teams, die am Ort vorhandenen Gewerbeflächen im Umfang von 40 ha zu erhalten und in das Projekt zu integrieren.

 

Verkehr:

MIV (= motorisierter Individualverkehr)

Siehe Verkehrslösung Heinersdorf / Vekehrserschließung Blankenburg. Dies war Vorgabe für alle Teams.

 

ÖPNV:

Auch hier gab es Vorgaben für die Planungsteams seitens SenSW. Die Tram soll zuerst gebaut werden und den Anschluss an die Ringbahn bzw. den S-Bahnhof Blankenburg herstellen. Sie ist die Basis der weiteren Entwicklung.

Für den Pendlerverkehr innerhalb des Bezirks Pankow (Prenzlberg) ist damit eine gute Anbindung gegeben.

 

Nachhaltigkeit:

Das Quartier soll Vorbildcharakter auf diesem Gebiet erreichen. Das betrifft den Themenbereich Energie genauso wie das Thema Wasser. In diesem Projektstadium ist aber die notwendige Planungstiefe noch nicht vorhanden, es gibt dazu nur prinzipielle

Aussagen. So ist beispielsweise Solarthermie als Prinzip in den Abbildungen dargestellt, z.B. in den Schnitten.

Bitte hierzu auch die Beantwortung der Frage von Hardwehr „Das Stadtklima retten“ lesen (siehe unten)

Der Architekturentwurf war nicht Teil der Aufgabe. Die Kernaussagen des Verfahrens zielen auf das Aufzeigen einer zukunftsfähigen städtebaulichen Lösung.

Bitte hierzu auch die Beantwortung der Frage von immernochich „Warum…“ lesen (siehe unten)