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Laubbläser, Kantenschneider und Rasenmäher

Kapitel 2: Was bisher erreicht wurde - Umsetzung der Lärmaktionspläne 2008 und 2013
Sonstiges

Große Gärten der Anlieger umgeben unser kleines Einfamilienhaus in Kladow. Hier kommt nahezu täglich, auch im Sommer, der Laubbläser zum Einsatz. Das ist sehr laut und verursacht Abgase des Benzinmotors, die bei Windstille lange in der Luft hängen. Der Gärtner, der den Laubbläser auf dem Rücken schleppt, kommt aus Polen und ist froh einen Job zu haben. Er könnte zum Beispiel auch mal einen Besen in die Hand nehmen und Blätter damit zusammenfegen. Wenn die drei Blätter in eine Ecke getrieben sind, kommt der Motorrasenmäher zum Einsatz. Gartentraktoren knattern durch die Gegend, Rasenkantenschneider kommen zum Feierabend. Samstags wird mit der Motorsäge stundenlang Holz geschnitten. Wenn man die Verursacher des Lärms anspricht, erntet man Unverständnis. 

Die Mittagsruhe von 13.00 Uhr bis 15.00 Uhr scheint in Berlin abgeschafft worden zu sein. 

Wir sind vor einigen Jahren an den Stadtrand gezogen, in der Hoffnung hier in einer ruhigen Wohngegend zu leben. Das Gegenteil ist der Fall. Neben unserem Grundstück wird seit über drei Jahren ein Haus gebaut, behaftet mit vielen Baumängeln. Seit drei Jahren, bald sind es vier, täglich Baulärm, Ende offen. Gibt es keine Regelung, die vorschreibt, dass ein Haus innerhalb eines bestimmten Zeitraums fertigzustellen ist?

Bezüglich der lauten Gartenarbeiten wäre es sinnvoll einen oder zwei festgelegte Tage in der Woche zu haben, an denen die angesprochenen  Arbeiten erledigt werden können. Die anderen Wochentage können dann alle in Ruhe im Garten verbringen. Diese Regelung ist nicht neu und wird zum Beispiel in Teilen von Rügen und auf dem Darß praktiziert. Das ist sinnvoll und gut so. 

Es könnte so einfach sein und wir hoffen, dass dieser Beitrag einen Anstoß gibt, die Verlärmung der Stadt ein bißchen zurückzufahren. 

 

 

MeinKladow
Referenznr.: 2019-05012