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Shared-Space

Hinweis

Für Kampfradler ist die Bergmannstraße kein Problem, für ältere Menschen oder Kinder ist das Radfahren zwischen 2.-Reihe-Parkern, rangierenden Lieferfahrzeugen und sich durchquetschenden Kfz eine Herausforderung. Dieses Problem wird ignoriert, noch schlimmer, bei der im Entwurf vorgesehenen Verschmälerung der Fahrbahn mit Verschwenkungen wird es für diese Bevölkerungsgruppe noch gefährlicher. Schönheit hin oder her, das Entfernen von Parkplätzen für ein paar Sitzgelegenheiten löst die eigentlichen Probleme nicht.

Der Fehler besteht darin, dass der Shared-Space-Gedanke so umgesetzt wird, dass Kinder und ältere Menschen auf dem Rad hochmotorisierten Limousinen und schweren LKW zugeordnet werden, da es sich um Fahrzeuge handelt, die sich die Fahrbahn teilen müssen.  Ein echter Shared-Space-Gedanke wäre, wenn man den Menschen auf dem Fahrrad, die nicht mit dem motorisierten Verkehr mithalten können, eine Fläche zur Verfügung stellt, die sie mit Fußgängern teilen.

Der Querschnitt sähe dann wie folgt aus: Vor den Häusern der Gehweg wie im Bestand, dann ca. 2,50m Shared-Space Fußgänger/Fahrrad, dann ca. 2,5m Parkplätze und Lieferzonen, dann 5,5m Fahrbahn für den fließendem Kfz-Verkehr sowie schnellen Radverkehr, dann wieder Shared-Space Fußgänger/Fahrrad und Gehweg. Oder mann fasst den Shared-Space Fußgänger/Fahrrad auf einer Seite zusammen, was dann 5m für beide Richtungen ergäbe. Nachteil ist dann allerdings, dass zum Erreichen dieses Bereiches die Kfz-Fahrbahn in einer Fahrtrichtung gekreuzt werden muss.  

WD
Referenznr.: 2018-04088