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Zweifel

Als eine Außenstehende habe ich wahrscheinlich andere Wahrnehmung der Situation. Ich habe weder in Ost- noch in Westdeutschland gelebt und es ist für mich schwer zu nachvollziehen wie es sich anfühlt und warum Menschen so oder anders reagieren. Ich fühle mich irritiert, wenn ich Diskussionen mitbekomme, wie man CpC möglichst attraktiv für Touristen gestaltet. Wobei ich eigentlich nichts zu widersprechen habe, denn es ist tatsächlich so: CpC ist ein Touristenmagnet und wenn die Leute sowieso hinfahren, dann muss Berlin sich kümmern... Hotel, Gastronomie und alles, was dazu gehört, Deutschland ist doch ein zivilisiertes Land. Und dass die Leute so viel Interesse an historische Erreignisse und Denkmale haben, auch nur positiv zu bewerten. Auf logischer Ebene stimmt also alles. Aber auf Gefühlsebene habe ich damit ein Problem. Für mich ist es so als ob es Lubjanka oder eines der Lager des GULags zu Touristen-Attraktionen gemacht werden. Mir bleibt die Sprache verschlagen, wenn ich darüber denke.

Die Äußerungen, dass man am CpC nur gepflegte Lokale haben will, kein fast food und keine sonstige "Billigabsteige-Läden", haben auch was in sich. Historische Erinnerung als Elite-Veranstaltung? Bequem, gepflegt und von Plebejer abgeschirmt? Neu ist diese Einstellung nicht.

By the way: ich habe hier vor zwei Tagen eine Diskussion zum Thema gestartet  

https://foren.germany.ru/discus/f/33751553.html?Cat=&page=0&view=collapsed&sb=5&part=all&vc=1

 

drittes universum
Referenznr.: 2018-02821