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Freiflächenbebauungs-Moratorium!

Dieses forcierte Wachstum erstickt die Stadt! Wir sollten in die Lage versetzt werden, die Stadtentwicklung wieder selbst in die Hand nehmen. Es müssen nicht jedes Jahr zehntausende Neubürger in die Großstadt drängen (eher sollten kleinere Städte wieder attraktiv gemacht werden, statt alle Leute auf die drei, vier deutschen Metropolen zu konzentrieren).

Berlin verspielt gerade sein größtes Pfund – die vielen innerstädtischen Grünflächen, die Weite, die diskontinuiertliche Bebauung (die sogenannte soziale Mischung ist eh schon vielerorts Vergangenheit). Wir stehen gerade vor ganz anderen Herausforderungen als dem Zuzug weiterer Neuberliner. Die Stadt erhitzt sich immer stärker im Sommer, wird immer mehr versiegelt, was in Bezug auf steigende Regenmengen ein Desaster ist. Schwindende Grünflächen befeuern den Artenschwund und mindern die Lebensqualität enorm.

Was wir jetzt brauchen, ist ein Freiflächenbebauungs-Moratorium!

Vor Neubau muß die optimale Nutzung vorhandener Potentiale stehen: Ferien- und Bürowohnungen in den Mietwohnungs-Kreislauf zurückführen, Dachgeschosse ausbauen, Flachbauten und Parkplätze aufstocken – so viele Vorschläge wurden in diesem Forum schon gemacht. Es gilt jetzt, alle Voraussetzungen zu schaffen, damit das Vorgeschlagene zügig umgesetzt werden kann.

Und hier noch etwas zum Nachdenken: Ostberlin(1989) 1,3 Mio. Einwohner, Westberlin (1989) 2,15 Mio. Einwohner, Berlin (2015) 3,45 Mio. Einwohner. Wo ist das Wachstum? Es entsteht unter anderem durch die fortlaufende Privatisierung, durch Zweckentfremdung und dadurch, daß keiner mehr umziehen kann, also ältere Leute in zu großen Wohnungen bleiben, weil sie nicht günstiges kleineres mehr finden.

Hardwehr
Referenznr.: 2017-00518