- Ort
- Gebiet entlang der Michelangelostr.im Bezirk Pankow, Ortsteil Prenzlauer Berg, zwischen Gürtelstr. und Hanns-Eisler-Str. bis zur Kniprodestr. Der Geltungsbereich liegt zwischen Michelangelostraße, Kniprodestraße und Hanns-Eisler-Straße.
- Laufzeit
- In Planung (B-Planverfahren 3-86 laufend)
- Themen
- Stadtentwicklung; Bauen & Wohnen
- Kosten
- k. A.
- Art der Beteiligung
- Mitwirkung
- Referenznr.
- 2026-01469, bearbeitet am
In Berlin wächst die Bevölkerung und der Wohnraum ist bereits sehr knapp. Deshalb haben sich die Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung (SenSBW) und Umwelt (SenMVKU) mit den Berliner Bezirksämtern auf die Suche gemacht, um Flächen für neuen Wohnungsbau zu finden. Entlang der vierspurigen Michelangelostraße im Ortsteil Prenzlauer Berg gibt es viele Freiflächen, die sich für eine Nachverdichtung mit Wohnhäusern eignen. Dazwischen befinden sich Bestandsgebäude, die in der Zeit von 1960 bis 1970 gebaut wurden. Zusammen mit den vorhandenen Wohnhäusern soll hier in Zukunft ein neues Stadtquartier (NSQ) mit dem Namen "Wohnen an der Michelangelostraße" entstehen. Neben ca. 1.200 neuen Wohnungen werden auch Einkaufsmöglichkeiten, Platz für Freizeitaktivitäten und neue Bildungseinrichtungen geschaffen. Bei der Planung soll besonders auf soziale und ökologische Aspekte geachtet werden. Für den Wohnungsneubau wird die Michelangelostraße auf die südliche Fahrbahn verlegt und auf 46 m Breite beschränkt.
Das Plangebiet "Wohnen an der Michelangelostraße" hat eine Größe von ca. 31 Hektar und erstreckt sich von der Ecke Greifswalder Straße/ Ostseestraße bis hin zur Kniprodestraße und von der Gürtelstraße bis zur Hanns-Eisler-Straße. Es ist Teil des Fördergebiets "Greifswalder Straße". Im Norden grenzt das Plangebiet teilweise an den Jüdischen Friedhof. Einige Flächen sind deshalb restitutionsbelastet. Das bedeutet, dass diese Flächen vor 1933 der Jüdischen Gemeinde gehörten und während der Nazizeit enteignet bzw. zwangsverkauft wurden.
Es wurde ein städtebaulicher Ideenwettbewerb zur Machbarkeit "Wohnen an der Michelangelostraße" durchgeführt. Der Gewinnerentwurf kam von dem Büro Frank Görge Architekt in Kooperation mit LK Argus sowie dem Büro für Landschaft und Umwelt gruppe F (mit GEO NET Umweltconsulting GmbH und KPI Planungsgesellschaft mbH). Dieser wurde in einem mehrteiligen Beteiligungsprozess mit der Öffentlichkeit diskutiert. Dabei entstand eine bevorzugte Variante als Ergebnis.Die Unterlagen zum Ideenwettbewerb und zum Beteiligungsprozess können hier: https://www.berlin.de/ba-pankow/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/stadtplanung/artikel.458701.php eingesehen werden.
Die Entwicklung des NSQ "Wohnen an der Michelangelostraße" ist in einzelnen Abschnitten bis zum Jahr 2035 vorgesehen. Aufgrund dieser langfristigen Planung wurde der Geltungsbereich des Bebauungsplans 3-86 "Schule Michelangelostraße" aus dem großen Plangebiet herausgelöst. Als Planungsziele werden folgende Punkte genannt:
- Der Bau einer Gemeinschaftsschule
- Die Errichtung einer Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung
- Die Verlegung der BVG Bus-Wendestelle
- Die planungsrechtliche Sicherung der Sportanlage an der Hanns-Eisler-Straße und bestehender Verkehrsflächen.
So können im Bezirk Pankow die dringend benötigten Plätze an Schulen sowie Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen geschaffen werden. Der Geltungsbereich des Bebauungsplans umfasst das Gelände zwischen Michelangelostraße, Kniprodestraße und Hanns-Eisler-Straße und hat eine Größe von 6,8 Hektar. Derzeit befinden sich auf der Fläche ein öffentlich genutzter Parkplatz und Grünflächen.
Der Bebauungsplan 3-86 wird vom Stadtentwicklungsamt Pankow gemeinsam mit dem Planungsbüro JAHN, MACK & PARTNER erarbeitet.
Den Geltungsbereich können Sie hier einsehen: 02_3_86_Geltungsbereich.pdf
Als nächste Verfahrensschritte stehen die formelle Öffentlichkeitsbeteiligung und die formelle Beteiligung Träger öffentlicher Belange, gemäß §§ 3 (2) und 4 (2) BauGB an. Bürger, Vereine, Verbände, Fachbehörden und sonstige Beteiligte haben dann die Möglichkeit sich umfassend über die Ziele und Auswirkungen der Planung zu informieren und können eine Stellungnahme abgeben. Die Stellungnahmen werden gesammelt. Im weiteren Verlauf werden sie miteinander verglichen und abgewogen. So fließen sie in die endgültige Planung ein. Es wird rechtzeitig informiert, wann und wie eine Stellungnahme abgegeben werden kann.
- Art der Beteiligung
-
Mitwirkung
siehe oben
Kontaktinformation
Kontakt für Rückfragen
Lisa Mangold
Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung, Gruppe 3 – Verbindliche Bauleitplanung
E-Mail: lisa.mangold@ba-pankow.berlin.de
Telefon: (030) 90295 345
Verantwortliche Stelle
Bezirksamt Pankow
Breite Straße 24a-26
13187 Berlin
Postanschrift
Postfach 730 113
13062 Berlin
Webseite: https://www.berlin.de/ba-pankow/