Regenwasserkonzept und Überflutungsbetrachtung
Eine flächendeckende Schwammstadt ist technisch möglich, jedoch voraussichtlich nicht in dem zur Verfügung stehenden Budget abbildbar. Aus diesem Grund werden ‘einfache’ und seit einigen Jahren erprobte Maßnahmen vorgeschlagen: Eine umfassende Entsiegelung von bislang steinernen Flächen, dazu ‘Grüne Gullies’, die einen großen Teil der Niederschläge (ca. 85%) der daran abgeschlossenen versiegelten Flächen (ca. 65 %) lokal versickern. Weitere, ca. 20% der zukünftig versiegelten Flächen werden über die Schulter, direkt über angrenzende Grünflächen abgeführt. Die verbleibenden ca. 15 % der steinernen Flächen sind auch weiterhin an den Kanal angeschlossen. Eine darüberhinausgehende kleinteilige Nutzbarmachung des Regenwassers, auch grundstücksübergreifend, kann im vorliegenden Entwurf integriert werden, auch dies scheint jedoch nur mit einem gesonderten Budget für die damit einhergehenden Maßnahmen möglich. Für die Dachflächen des Gebäudes Holzmarktstraße 75 wird eine Lösung mit einer Zisterne als sinnvoll erachtet um den Baumbestand in der südlich anschließenden Grünfläche zu erhalten. Die Maßnahmen der Starkregenvorsorge sind auf den Bestand abzustimmen: Baumerhalt, Denkmal, Nutzungsintensität und letztendlich auch auf das Budget. Entsprechend wird auch hier eine einfache Lösung vorgeschlagen: Spielflächen und straßenbegleitende Grünflächen werden wo möglich leicht abgesenkt.