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ULAP-Quartier

Im Kontext der wachsenden Stadt soll das „ULAP-Quartier“ neu beplant und dann bebaut werden. Dafür werden in einem wettbewerblichen Dialog mit Ihrer Beteiligung städtebauliche Planungsvorschläge erarbeitet

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BJP / Mandaworks / FormFollowsYou

uLAB - Labor für das Quartier des 21. Jahrhunderts

Das „uLAB - Labor für das 21. Jahrhundert“ wurde von dem Team bestehend aus BJP + Mandaworks und Form Follows You entworfen. Das uLAB soll ein Meilenstein durch das Vereinen von Nutzungsmischung, städtebaulicher Dichte, Klimaadaption, sozialer Teilhabe und zukunftsweisender Mobilität werden. Dafür wurde das Plangebiet teilweise erweitert, so dass im selben Zuge der Freiraum Invalidenstraße aufgewertet oder das Gleichrichterwerk und die Busschleife verlagert werden kann.

Städtebauliches Konzept

Das uLAB besteht aus drei Gebieten mit unterschiedlichen Schwerpunkten und jeweils eigenen Idenditäten. Zum einen gibt es das Quartier Ost mit dem Schwerpunkt Verwaltung. Der Schwerpunkt im Quartier Mitte liegt auf Handel. Für den hier befindlichen Aldi sind drei unterschiedliche Umsetzungsvarianten erarbeitet worden: Variante S mit einem begehbaren Sockel, Variante M, mit einer Erweiterung der Variante S, mit Verbindungsbrücken zu umliegenden Gebäuden und dem Ulap-Park sowie Variante L mit der ursprünglichen Idee der Überdeckelung der Straßenbahnschienen mit einem Public Plateau. Das dritte Teilgebiet ist das Quartier West mit dem Schwerpunkt Wohnen. Durch die Schließung der Kanten nach außen wird ein ruhiger Kern im Quartier geschaffen. Die vier Hochpunkte haben spezifisch ausgerichtete Blickbeziehungen: Auf die City, die grüne Umgebung und die Zillesiedlung.

 

Freiraum

Die Freiräume im Gebiet sollen vielfältig, ökologisch und gemeinschaftlich nutzbar sein. Sie sind so angelegt, dass sie eine Verbindung zwischen den Grünräumen Tiergarten – Spreeufer – Fritz-Schloss-Park bilden. Durch die bewusst gewählte städtebauliche Struktur soll ein Großteil des Baumbestandes erhalten werden. Die Freiräume sollen multicodiert sein, also für eine Überlagerung von Nutzungen zur Verfügung stehen. Der Urania-Saal soll in einen von mehreren Kiezplätzen eingebunden werden, die für Offenheit und ein nachbarschaftliches Miteinander stehen. Die Dachflächen sollen durch Dachgärten oder anderweitige Nutzungen wie Photovoltaikinstallationen bespielt werden. Der Ulap-Park soll gemütlich und einladend sein, während er Funktionen der „grünen Lunge“ des Quartiers erfüllt. Dafür soll er an das uLAB angebunden werden. Dafür gibt es zwei Varianten, eine über die Schienen und die andere ebenerdig. Beide Varianten würden die Bereiche unter dem Viadukt miteinschließen, die mit einem Flexspace als Experimentierungsbereich für Schüler*innen und Kinder und Jugendliche ausstattet werden können. Der Schulhof soll sich auf das offene Erdgeschoss und auf die Dächer der Schule verteilen und nach Schulschluss für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

 

Mobilität & Nachhaltigkeit

Die Parkplatzangebote finden sich in Tiefgaragen oder auf Parkdecks für Pkw sowie Fahrradstellplätze in den Tiefgaragen oder im öffentlichen Raum. Die Fußwegeverbindungen verlaufen durch das gesamte Quartier und verbinden die Gebäude und Plätze miteinander. Im Verteilerzentrum werden Güter angeliefert, die anschließend per Lastenrad im Quartier verteilt werden. Nachhaltige Aspekte werden durch die unterschiedlichen Installationen, die dem Schwammstadtprinzip folgen, abgedeckt. Dazu gehören beispielsweise Verdunstungsbeete, grüne Terrassen, Verschattungen, grüne Fugen und Retentionsflächen. Außerdem sollen nachhaltige Materialien wie Holz zum Bau verwendet werden. Photovoltaikanlagen sollen nicht nur auf Dächern, sondern auch an Fassaden zu finden sein. Aufgrund der kleinteiligen Bebauung ist eine gute Durchlüftung des Quartiers gegeben.

 

Erdgeschosszonen & Nutzungen

Um den Urania-Saal werden an einem Stadtplatz die Schule mit seinen halböffentlichen Bereichen, einem Eltern-Kind-Café sowie ein Quartiersbüro angesiedelt. Einzelhandel ist entlang der Invalidenstraße verortet; Gastronomie, Cafés und Kita an der Alt-Moabiter Seite. Im Osten werden Orte für Büros und Verwaltung vorgeschlagen, an der Ostspitze ein Restaurant.  Die Schule mit ihren halböffentlichen Nutzungen befindet sich im südlichen Teil. Unter dem Bahnviadkut können Orte für Sport und Freizeit sowie Werkstätten und weitere Gastronomieflächen entwickelt werden.

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