Projektinformationen
Projektbeschreibung Freiraumkonzept Schmollerplatz
Der Schmollerplatz im Ortsteil Alt-Treptow ist eine bedeutende Grün- und Freifläche in einem überwiegend durch Wohnen geprägten Quartier. Durch seine ruhige Lage, den prägenden Baumbestand und seine Funktion als wohnungsnaher Aufenthaltsraum kommt ihm eine besondere Bedeutung für Erholung, Begegnung und die Freiraumversorgung im Quartier zu.
Die Grünanlage besteht derzeit aus offenen Rasenflächen, Auf- und Einbauten sowie teilweise sanierungsbedürftigen Wegeflächen. Auf dem Schmollerplatz befinden sich eine großzügige Grünfläche und wertvolle Bäume.Die Wegebeziehungen in der Grünanlage sind ungeordnet, was dazu führt, dass verschiedene Nutzergruppen sich in die Quere kommen. Das schränkt die Aufenthaltsqualität ein.
Mit der Umgestaltung soll der Platz verbessert und an die heutigen Bedürfnisse angepasst werden – funktional, gestalterisch und auch im Hinblick auf Klima und Umwelt. Einige Wege sind inzwischen in einem schlechten Zustand und müssen erneuert werden. Gleichzeitig gibt es bereits Nutzungen aus der Nachbarschaft sowie zeitlich begrenzte Angebote vor Ort, die erhalten und sinnvoll in die weitere Planung eingefügt werden sollen.

© AG.URBAN / Raum für Beteiligung Treptow-Köpenick
Planungsanlass
Der Schmollerplatz ist seit mehreren Jahren Gegenstand intensiver fachlicher, politischer und öffentlicher Auseinandersetzungen. Bereits 2021 wurde unter Beteiligung der Öffentlichkeit ein Freiraumkonzept für den Platz erarbeitet und politisch beschlossen. Die aktuelle Planung knüpft an diese Ergebnisse an und überführt das damalige Konzept in die konkrete Vorentwurfs- und Ausführungsplanung. Der nächste Schritt in der Beteiligung dient daher nicht der Grundsatzdiskussion, sondern der konkreten Ausgestaltung und Umsetzung innerhalb der vorgegebenen fachlichen und politischen Rahmenbedingungen.

© AG.URBAN / Raum für Beteiligung Treptow-Köpenick
Mit der Umgestaltung soll der Platz für die Menschen im Kiez attraktiver werden und mehr Möglichkeiten zum Verweilen bieten. Außerdem sollen die Grünflächen verbessert und naturnaher gestaltet werden. Gleichzeitig soll weniger Fläche für Parkplätze genutzt werden, damit mehr Raum für Menschen und Grün entsteht. Grundlage dafür ist das Konzept aus dem Jahr 2021, das in der aktuellen Planung weiterentwickelt wurde.
Ziele der Umgestaltung
Zentrale Zielstellungen der Umgestaltung sind:
- die Verbesserung der Aufenthaltsqualität durch neue Sitzangebote, Aufenthaltsbereiche und eine sichtbare räumliche Aufteilung der Grünanlage,
- die Verbesserung der Erschließung durch eindeutige Wegeführungen und barrierearme Verbindungen,
- die Aufwertung des Stadtgrüns durch unterschiedliche Pflanzflächen aus Wiesen, Stauden (Blütenpflanzen) und Gehölzen,
- die Neuordnung der Parkmöglichkeiten zugunsten von Grün- und Aufenthaltsflächen,
- sowie die Eingliederung von Nutzungen aus der Nachbarschaft (z.B. die Insektennisthilfe)
Ziel der Umgestaltung ist es, einen grünen Ort für Erholung und Begegnung zu schaffen.
Beschreibung der Entwurfsidee
Die Vorentwürfe zielen darauf ab, den Platz übersichtlicher und besser nutzbar zu machen. Geplant ist eine klare Aufteilung mit offenen Wiesenflächen zum Ausruhen und Entspannen, Bereichen mit Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten sowie grünen Randbereichen, die Lebensraum für Pflanzen und Tiere bieten.
Darstellung der Planer/-innen:
Hinweis: Die dargestellten Entwürfe basieren auf den von den Planungsbüros bereitgestellten Unterlagen. Für eine bessere Lesbarkeit und Darstellung im Rahmen der Beteiligung wurden diese grafisch vom Bezirksamt überarbeitet. Dabei kann es zu geringfügigen Abweichungen von den ursprünglichen Maßstäben kommen. Maßgeblich sind die Originalunterlagen der Planungsbüros.

Ausstattungselemente

Natürliche Flächen & Nutzungen

Darstellung_natuerliche_Flaechen.jpg

Darstellung der Flaechen_u_Nutzung.jpg
Die geplante Gestaltung wird durch Ausstattungselemente ergänzt. Vorgesehen sind unter anderem Sitzmauern aus Beton mit Aufstehhilfe, Holzpodeste, Liegebänke, klassische Bänke mit und ohne Armlehnen, Fahrradabstellanlagen, Abfallbehälter, barrierefreie Hochbeete sowie Tischtennisplatten. Die bestehende nachbarschaftliche Nutzung wird in die Planung miteinbezogen. Zum Beispiel soll die vorhandene Nisthilfe für Insekten bestehen bleiben.
Für die Oberflächen sind unterschiedliche Materialien vorgesehen: helle Betonpflasterflächen für die Platzbereiche, gelblich getöntes Pflaster für geschwungene Wege sowie Dränpflaster für Stellplätze und umlaufende Wege, um eine barrierearme Nutzbarkeit mit anteiliger Versickerung zu verbinden.
Die Planung entwickelt den Schmollerplatz weiter zu einem klar strukturierten, multifunktionalen Quartiersfreiraum.
Im Vergleich der Varianten zeigt sich deutlich, dass insbesondere die Variante mit Längsparkplätzen die Ziele des Freiraumkonzepts – Aufenthaltsqualität, Nutzbarkeit und ökologische Verbesserung – am stärksten unterstützt.
Zur Beteiligung geht es hier!
Worum geht es?
Die aktuelle Beteiligung konzentriert sich auf klar definierte Fragestellungen:
Welche Anmerkungen haben Sie zur Anordnung der Stellplätze (Längs-, Quer- oder Senkrechtparken)?
Überlagerung der Parkvarianten

2. Gestaltung des zentralen Platzbereichs
- Nutzung als Begegnungsort
- mögliche Eignung für nachbarschaftliche Aktivitäten oder kleinere Veranstaltungen
- Aufenthaltsqualität und Nutzbarkeit

3. Detailfragen der Umsetzung
- Sitzmöbel
- Wegeführung
- Bepflanzung
- Ausstattung und Nutzungsangebote
Was können Sie hier mitgestalten?
Sie können sich insbesondere zu folgenden Themen einbringen:
- Bewertung der Stellplatzvarianten
- Einschätzung zur künftigen Nutzung des Platzes
- Hinweise zu Sitzmöglichkeiten, Wegeführung, Bepflanzung und Ausstattung
- Anmerkungen zur alltagspraktischen Nutzung des Platzes
Ihre Rückmeldungen fließen in die weitere fachliche Abwägung und Planung ein.
Wichtiger Hinweis zur Beteiligung
Die grundlegenden Ziele und Rahmenbedingungen für den Schmollerplatz wurden bereits in früheren Beteiligungsverfahren erarbeitet und politisch beschlossen.
Nicht Gegenstand der Beteiligung sind:
- eine Grundsatzdebatte zum Freiraumkonzept
- eine vollständige Neuplanung des Platzes
- die Aufhebung bereits getroffener politischer Entscheidungen
Was bisher bereits passiert ist
Die Entwicklung des Schmollerplatzes basiert auf einem umfangreichen Beteiligungsprozess:
2021 – Grundlagenerarbeitung
Die Bezirksverwaltung sammelte Ideen für die langfristige städtebauliche Entwicklung. Begleitend gab es 13 analoge Beteiligungsstellen und eine Zukunftswerkstatt am 15. August 2021 mit Informationsständen des Stadtentwicklungsamts. Öffentlichkeitsarbeit erfolgte über eine Pressemitteilung und über Multiplikator/-innen.
-> Online-Ideensammlung (mein.berlin) (26. April 2021 – 30. Juni 2021)
-> Zukunftswerkstatt Alt-Treptow (15. August 2021)
-> Ideenwerkstatt & Planungswerkstatt (12. November 2021)
- Insgesamt kamen über die komplette Zeit der Veranstaltung circa 250 Besucher/-innen
-> Online-Beteiligung (12. November 2021 – 6. Dezember 2021)
- während der Online‑Beteiligung zum Freiraumkonzept wurden 162 Kommentare und 669 Bewertungen abgegeben
-> Ergebnispräsentation & Konzeptabschluss (10. Dezember 2021 Ergebnispräsentation im JuKuZ)
Das fertiggestellte Freiraumkonzept wurde in einer Pressemitteilung vorgestellt und es gab einen engen Austausch mit Akteur/-innen und Einrichtungen im Vorhinein.
Bereits hier wurden zentrale Themen identifiziert:
- Nutzungskonflikte (Ruhe vs. Aktivität, Hunde, Verkehr)
- Wunsch nach mehr Grün und Aufenthaltsqualität
- Konflikt um Parkplätze
- Bedarf an klarer Struktur des Platzes
2022–2024 – Vertiefung & weitere Beteiligung
Die Bezirksregionenprofile dienen der Analyse und Zielsetzung für die Bezirksregionen. Die Online‑Umfrage 2022 bildete die Grundlage für Teil II (Ziele und Maßnahmen) der Profile.
-> Bezirksregionenprofile (im gesamten Jahr 2022)
Für die Fortschreibung der Bezirksregionenprofile (sozialraumorientierte Datensammlung für alle Bezirksregionen, darunter Alt‑Treptow) standen digital und analog Fragebögen bereit.
Die Beteiligung diente der Erstellung eines Verkehrskonzepts zur Verkehrsberuhigung des Kungerkiezes (Kiezblock). Nutzer*innen konnten auf einer digitalen Karte Gefahrenpunkte markieren, Ideen einreichen und vorhandene Vorschläge bewerten. Zwei Vor‑Ort‑Termine begleiteten die Online‑Phase.
-> Beteiligung im Rahmen Kiezblock Kungerkiez (9. Juli 2024 – 18. August 2024)
- Das Projekt verzeichnet 714 Kommentare, 5 649 Bewertungen, 317 eingereichte Ideen und 6 424 Antworten.
-> zwei Vor-Ort-Veranstaltungen
Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) lud zur Einwohnerversammlung ein, um über das Freiraumkonzept Schmollerplatz und den Kiezblock Alt‑Treptow zu diskutieren. Laut kurzen Parteiberichten wurde die Resonanz der Anwesenden überwiegend positiv bewertet.
-> Einwohnerversammlung (BVV) (02. Oktober 2024)
Es wurde eine Kiezumfrage durchgeführt, um die Meinungen der Bewohner/-innen zu Verkehr und Freiraum einzuholen.
-> Kiezumfrage
An der Umfrage nahmen 1.047 Personen teil (bei ca. 3.500 Aufrufen). Sie wurde breit beworben (u. a. über Wurfsendungen, Plakate, Presse, Newsletter) und sowohl digital als auch analog angeboten, um möglichst viele Menschen zu erreichen.
Der Ortsteildialog vertiefte Themen wie Verkehr, Freiraum und Stadtentwicklung. Es handelte sich um eine moderierte Veranstaltung des Bezirksamts zur Diskussion mit Bürger/-innen.
-> Dokumentation Ortsteildialog Alt-Treptow (19. November 2024: Ortsteildialog)
An der Umfrage nahmen rund 1.042 Personen teil (überwiegend digital (1.013 digital und 31 analog)), und sie wurde breit über Wurfsendungen, Plakate/Aushänge, Presse und Akteur/-innen und Einrichtungen beworben.
Zentrale Erkenntnisse:
- hohe Identifikation mit dem Ort
- gleichzeitig starke Nutzungskonflikte
- deutliche Polarisierung zwischen Initiativen
- gleichzeitiger Wunsch nach klaren Informationen
Was ist politisch passiert?
Hinweis: Die Auflistung ist nicht abschließend und für Vollständigkeit kann nicht garantiert werden. Die Auflistung erfolgt ohne Gewähr.
- „Poller, Kiezblocks und Straßensperren – Auswirkungen auf Berliner Polizei,Feuerwehr und Rettungsdienste"
- Abgeordnetenhaus-Anfrage: 5. Feb 2025; Antwort 25. Feb 2025; Drucksache 19/21586 (Berlin); Senatsantwort
- „Prima Klima in Treptow-Köpenick – Perspektiven eines bezirklichen Klimaschutzprojekts"
- Abgeordnetenhaus-Anfrage: 22. Sept 2025; Antwort 15. Okt 2025; Drucksache 19/23976; 50 Fragen/Antworten
- „Pflegevereinbarungen für öffentliche Flächen?"
- Abgeordnetenhaus-Anfrage: 25. Okt 2023; Antwort 8. Nov 2023; Drucksache 19/17173 (Berlin); Tabelle
- „PrimaKlimaLebenswelt"
- Anfrage 17. Juli 2024; Antwort 29. Juli 2024; UIG/IFG‑Antrag; Bürgeranfrage
- „Umgestaltung des Schmollerplatzes"
- Anfrage 16. Mai 2019; Antwort 23. Mai 2019; VIII/0832
- „Straßenbaustellen um den Schmollerplatz"
- Anfrage 6. Juli 2018; Antwort 27. Juli 2018; VIII/0536
- „Pflegevereinbarung zum Schmollerplatz"
- Anfrage 6. Dez 2023; Antwort 11. Dez 2023; IX/0639
- „Nachfragen zur Beantwortung der SchA IX/0639"
- Anfrage 5. Jan 2024; Antwort 8. Jan 2024; IX/0660
- „Schmollerplatz erlebbar machen"
- Antrag 25. März 2021; zurückgezogen; VIII/1346
- „Klimaprojekt für Alt-Treptow und den Schmollerplatz"
- Antrag 27. Apr 2021; beschlossen (Schlussbericht 2023); VIII/1386
- „Nutzungs- und Kooperationsvereinbarung für den Schmollerplatz temporär fortsetzen"
- Antrag 5. Nov 2024; Beschluss 12. Dez 2024; IX/0887
- Pressemitteilung
- Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick (6. Dez 2024).
Bereits vorliegende Ergebnisse (zusammengefasst)
Aus den bisherigen Verfahren liegen umfangreiche Erkenntnisse vor, u. a.:
Nutzung & Wahrnehmung
- Platz wird häufig durchquert, weniger aktiv genutzt
- gleichzeitig Wunsch nach mehr Aufenthaltsqualität
Schwerpunktthemen
- Parkplätze vs. Freiraum
- Ruhe vs. Aktivität
- Hunde vs. andere Nutzungen
- Gestaltung vs. Erhalt
Häufig genannte Wünsche
- mehr Grün, Bäume und Schatten
- Sitzmöglichkeiten
- klare Wegeführung
- teilweise Verkehrsberuhigung
Diese Themen sind bereits umfassend dokumentiert und bilden die Grundlage der aktuellen Planung.
Weiteres Vorgehen
Nach Abschluss der Beteiligung werden alle Rückmeldungen dokumentiert und anschließend fachlich abgewogen. Die Ergebnisse werden transparent dargestellt, indem aufgezeigt wird, welche Anregungen übernommen wurden und welche nicht – einschließlich der jeweiligen Begründungen.
FAQ
Die Planung erfolgt auf Basis:
- des beschlossenen Freiraumkonzepts (2021)
- von Beschlüssen der Bezirksverordnetenversammlung (BVV)
- fachplanerischer Prüfungen
Zusätzlich wurde zuletzt festgestellt:
Der Bereich ist für Parkraumbewirtschaftung geeignet (aktuelle Untersuchung Alt-Treptow)
Keine erneute Diskussion des gesamten Freiraumkonzepts
Keine grundlegende Neuplanung des Platzes
Keine vollständige Neuabwägung aller Interessen
Auf dieser Seite finden Sie eine Entwurfszeichnung des aktuellen Planungsstands.
Diese basiert auf:
- den Ergebnissen der bisherigen Beteiligung
- Vorentwurf von 2022
- fachlichen Prüfungen
- politischen Beschlüssen
Kontaktinformation
Kontakt für Rückfragen
Straßen- und Grünflächenamt Treptow-Köpenick
Rathaus Treptow
Neue Krugallee 2-6
12435 Berlin
Telefon: (030) 90297-0
Verantwortliche Stelle
Bezirksamt Treptow-Köpenick
Alt-Köpenick 21
12555 Berlin