- Laufzeit
- Mai 2026 - Frühjahr 2027
- Themen
- Stadtentwicklung
- Kosten
- -
- Art der Beteiligung
- Mitwirkung
- Referenznr.
- 2026-01416, bearbeitet am
Das Untersuchungsgebiet Marzahn Ost liegt an der östlichen Berliner Landesgrenze und wird durch die Mehrower Allee sowie den Blumberger Damm und dessen Verlängerung, den Glambecker Ring, in drei Quartiere (Oberweißbacher Str., Karl-Holtz-Platz, Glambecker Ring) geteilt. Es dominieren sechs- und elfgeschossige Wohnblöcke mit großen Innenhöfen aus den 1980er Jahren. Die breiten Straßen wirken als stadträumliche Barrieren zwischen den Wohnvierteln. Im Nordwesten liegt das Quartier Oberweißbacher Straße, südlich davon das Quartier um die Karl-Holtz-Straße. Dort wurden durch das Landesunternehmen degewo AG in den letzten Jahren zahlreiche neue Wohnungen errichtet. Nördlich des Quartiers Glambecker Ring liegt das Erholungsgebiet der Ahrensfelder Berge, an dessen Rand mehrere Schulen und Kitas konzentriert sind.
Der Großteil des Untersuchungsraums gehörte bereits bis zum Programmjahr 2025 zur Kulisse des Stadtumbaus / der Nachhaltigen Erneuerung. Seit 2005 wurde hier vor allem der öffentliche Raum nach Rückbau aufgewertet und die soziale Infrastruktur qualitativ verbessert. Doch inzwischen wird nachverdichtet, was weitere Anpassungen nötig macht. Durch die teils sprunghaften Veränderungen der urbanen Strukturen seit 1990 und die Barrierewirkung der großen Straßen, wie der Landsberger Allee im Süden, ist das Gebiet in eine Randlage geraten. Wegeverbindungen in den angrenzenden Landschaftsraum sowie in die umliegenden Gebiete sind teils unklar und diffus. Viele Trampelpfade haben sich etabliert. Vermisst werden auch attraktive Quartiersmitten mit Angeboten für Freizeit, Naherholung und Versorgung.
Das Nahversorgungszentrum Tal-Center im Quartier Oberweißbacher Straße leidet unter erheblichem Leerstand. Die Flächen sollen neu geordnet und zum Teil mit Wohnungsbau und sozialen Einrichtungen sowie neuen Freiflächen ergänzt werden. Im südlichen Zentrum am Brodowiner Ring sind weitere 1.300 Wohnungen geplant. Im gesamten Gebiet wird weiteres Potenzial für zusätzliche 1.200 Wohnungen gesehen. Auch in den umliegenden Gebieten ist Wohnungsbau vorgesehen oder schon erfolgt. Infolge dessen muss die schon derzeit an ihre Grenzen geratene soziale Infrastruktur dringend ausgebaut werden. Die Verdichtung der Quartiere erfordert zudem eine Aufwertung des öffentlichen Raums und Maßnahmen zur Klimaanpassung. In Folge der starken Transformation sind Stadtteilzentren oder andere Treffpunkte für alle Generationen besonders wichtig für das Zusammenwachsen der Nachbarschaften.

EinwohnerInnen im Untersuchungsgebiet: 17.778 (31.12.2025)
Fläche: 180,4 ha
Marzahn Ost befindet sich im Wandel: Neue Wohnungen entstehen, die soziale Infrastruktur muss mitwachsen und saniert werden, der öffentliche Raum und die Grünflächen brauchen Aufwertung. Um diesen Wandel gezielt zu gestalten, entwickeln die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (SenStadt), das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und das Büro UmbauStadt ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept – kurz ISEK.
Ein ISEK beginnt mit der Analysephase in den Bereichen Identität, Wohnumfeld, soziale Infrastruktur, Grün- und Freiraum, Gewerbe und technische Infrastruktur. Für die verschiedenen Handlungsfelder werden Stärken, Schwächen und Potenziale im Untersuchungsgebiet identifiziert, sodass im nächsten Schritt Ziele der Entwicklung für die nächsten Jahre definiert werden können. Aus den Analysen und Zielen werden dann konkrete Umsetzungsmaßnahmen für Marzahn Ost entwickelt, die durch das ISEK für die Aufnahme in das Berliner Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung infrage kommen.
Am 18. August 2025 stellte der Senat dem Bezirk Marzahn-Hellersdorf eine Aufnahme des Gebiets Marzahn-Ost in das Förderprogramm Nachhaltige Erneuerung in Aussicht. Voraussetzung sind die Erarbeitung und Bestätigung eines Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK). Die Entwicklung des ISEK begann im März 2026 und dauert voraussichtlich bis Februar 2027. Von Mai bis November 2026 finden verschiedene Beteiligungsformate für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft statt. Im April 2027 ist ein Beschluss des Bezirksamts zum ISEK Marzahn-Ost vorgesehen. Der Senat wird seinen Beschluss zur endgültigen Festlegung der neuen Fördergebiete voraussichtlich im 2. Quartal 2027 treffen.
Erste Finanzierungszusagen für Startermaßnahmen sollen schon im Juli 2027 erteilt werden.
In Kürze wird hier die Werbung für die erste Öffentlichkeitsbeteiligung erscheinen.
Büro UmbauStadt
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Christian Petermann
christian.petermann@senstadt.berlin.de
Rainer Blank
rainer.blank@senstadt.berlin.de
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Sven Hanczuch
- Art der Beteiligung
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Mitwirkung
Von Mai bis November 2026 finden verschiedene Beteiligungsformate für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Akteure aus Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft statt.
Kontaktinformation
Kontakt für Rückfragen
Christian Petermann
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Verantwortliche Stelle
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Alice-Salomon-Platz 3
12627 Berlin