Zum Inhalt springen

Lebendiges Zentrum (LZ) Dörpfeldstraße

Dörpfeldstraße

Ort
Dörpfeldstraße
Laufzeit
2020 - offen
Themen
Stadtentwicklung
Kosten
LZ: 1240, 89372
Art der Beteiligung
Information (ohne Beteiligung) / siehe Beteiligungsprojekte
Referenznr.
2021-00265, bearbeitet am

Die Dörpfeldstraße und das umliegende Gebiet wurden 2015 in das Städtebauförderprogramm „Aktive Zentren" aufgenommen. Nach einer Umstrukturierung wird das Fördergebiet seit 2020 im Programm „Lebendige Zentren" (kurz: LZ) weitergeführt, welches die beiden ehemaligen Programme „Aktive Zentren" und „Städtebaulicher Denkmalschutz" vereint. Das LZ-Förderprogramm ist Bestandteil der Städtebauförderung.

Mit den zur Verfügung gestellten Fördermitteln sollen die jeweiligen Gebiete profiliert sowie in der Vielfalt der Funktionen und der Qualität der Gestaltung gestärkt werden. Der öffentliche Raum soll zu einem lebendigen, kulturellen und attraktiven Ort werden und ein Miteinander im Quartier ermöglichen. Versorgungsangebote sollen verbessert und der Wohnungsbestand gesichert und weiterentwickelt werden.

Verschiedenartige Bildungs-, Freizeit- und Kulturangebote sowie zukunftsfähige Mobilitätsangebote sind auszubauen, und die Lebensqualität in den Zentren und Quartieren ist zu verbessern. Mit Maßnahmen zur Bewahrung des baukulturellen Erbes sowie zur Sicherung und Sanierung erhaltenswerter Bausubstanz soll die Identität in den Fördergebieten erhalten werden. Alle übergeordneten Ziele und Maßnahmen berücksichtigen die notwendige Anpassung an den Klimawandel und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle. Hier finden Sie die Ziele für das LZ Dörpfeldstraße.

Schlüsselmaßnahme: Umbau der Dörpfeldstraße

Ausgangslage

Für den an der Köpenicker Straße / Ecke Adlergestell entstehenden Betriebshof Adlershof müssen die Anschlussstellen im Streckennetz ausgebaut werden, damit in Stoßzeiten alle ein- und aussetzenden Züge ins Netz gelangen. Die BVG plant dafür den zweigleisigen Ausbau der Dörpfeldstraße und barrierefreie Haltestellen in Adlershof.

Zwischen Marktplatz und Anna-Seghers-Straße hat die Dörpfeldstraße bisher eine eingleisige, mittige Gleislage. Der Straßenquerschnitt ist mit 14,90 m an der schmalsten und 18,35 m an der breitesten Stelle sehr schmal. Auf diesem Raum müssen Fußgänger*innen, Radfahrende, ÖPNV und motorisierter Individualverkehr untergebracht werden. Gleichzeitig soll die Geschäftsstraße ihre Funktion für den Kiez erfüllen und zu einem attraktiven, lebendigen Zentrum entwickelt werden.

Der Umbau ist eine der Schlüsselmaßnahmen im Fördergebiet. Er erfordert eine integrierte Abstimmung und Planung mit den Fachämtern des Bezirks, den Senatsverwaltungen, der BVG und den BWB sowie den Austausch mit Bewohner/-innen, Eigentümer/-innen und Gewerbetreibenden. Seit 2015 wurden die Aspekte des Umbaus in verschiedenen Konzepten, darunter dem IVFK, bearbeitet. Das Förderprogramm LZ bringt folgende Ziele in die Planung ein:

  • Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fußgänger*innen
  • Verbesserung des Lieferverkehrs und der Haltesituation
  • Verbesserung der Querungsmöglichkeiten
  • Qualifizierung der Fußgängerbereiche
  • zweigleisiger Ausbau der Straßenbahn
  • Reduzierung der verkehrsbedingten Umweltbelastungen
  • Verringerung des übergeordneten Durchgangsverkehrs

Flankierende Maßnahmen: Ladezonen und Stadtteil HUB

Um die Dörpfeldstraße zu entlasten, wird ein generelles Halteverbot entlang der Straße verfolgt. Die Anlieferung der Geschäfte soll über Ladezonen in den Nebenstraßen erfolgen, wie sie bereits an der Ecke Dörpfeldstraße / Friedrichstraße umgesetzt ist. Das entlastet den Verkehrsfluss. Zusätzlich soll im Rahmen eines Pilotprojekts des Förderprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" ein Konzept für nachhaltige Lieferlogistik (StadtteilHUB) erprobt werden.

Planfeststellung und Zeitplan

Die Planung der Variante G wurde mit der BVG abgestimmt. Die BVG hat die Planungsunterlagen zum zweigleisigen Ausbau bereits erstellt, und der Bezirk hat ein Büro mit den Bauplanungsunterlagen (BPU) beauftragt. Diese werden im Planfeststellungsverfahren von der SenMVKU geprüft, wobei die Interessen betroffener Institutionen, Bürger*innen und Verwaltungen erfasst, erörtert und bewertet werden. Viele relevante Akteure (Bezirk, Medienversorger, Polizei, Feuerwehr u. a.) waren bereits in die frühzeitige Beteiligung eingebunden.

  • Ende 2023: Übergabe der Planfeststellungsunterlagen an die Senatsverwaltung
  • Anfang 2024: Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens durch die BVG
  • 1. Juli bis 28. August 2024: öffentliche Auslegung im Kulturzentrum Alte Schule
  • bis 28. Oktober 2024: Möglichkeit zur Einwendung

Das Verfahren endet mit dem Planfeststellungsbeschluss. Sobald dieser bestandskräftig ist, hat die BVG Baurecht und kann mit dem Bau beginnen. Für das Verfahren sind rund 24 Monate veranschlagt, sodass frühestens 2026 mit Beschluss und Baubeginn zu rechnen ist. Die BVG hat ihre Planung mehrfach im Kiezbeirat vorgestellt (zuletzt im Dezember 2022); beim „Brückenschlag" im November 2023 (Kooperation mit der WISTA) wurde zuletzt über den Stand informiert. Die Unterlagen der BVG sind online abrufbar.

Weitere Informationen zum Förderprogramm und den Berliner LZ-Gebieten

Zur Projektwebsite

Kontaktinformation

Kontakt für Rückfragen

Bezirksamt Treptow-Köpenick
Stadtentwicklungsamt

Verantwortliche Stelle

Bezirksamt Treptow-Köpenick

Alt-Köpenick 21
12555 Berlin

Webseite: https://www.berlin.de/ba-treptow-koepenick/

Beteiligungsprojekte