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6.3.4. Südflanke

THF_Z_EPP_Lageplan_ZM_E2_SF_A3_160322

(1) Bestand

Im Süden wird das Tempelhofer Feld von dem S-Bahnring und der Autobahn flankiert, einen Zugang aus südlicher Richtung gibt es daher nicht. Entlang des südlichen Zaunes verläuft ein gut asphaltierter Weg (Patroullienweg), der gerne zum schnellen Skaten und Radfahren genutzt wird. Daneben verläuft der breite Taxiway mit seinen alten kreisförmigen Basaltitflächen. Die Wiesen entlang der Südflanke werden zum Spazierengehen und Picknicken genutzt. Der Aussichtsturm ermöglicht einen Blick über die Weite des Feldes. Im Südosten befindet sich die noch umzäunte Alte Gärtnerei, in der ein ehemaliges Gewächshaus, Lagerräume und die ehemalige Müllverbrennungsanlage verortet sind und die in Teilen von der Grün Berlin GmbH als Betriebshof genutzt wird. Gegenüber liegt das Kunstprojekt „Plattenvereinigung“- ein Betongebäude aus Ost- und West-Plattenbauteilen mit Panoramafenstern und davor der Skaterpark „Tempelhofer Vogelfreiheit“.

(2) Ziele

  1. Erhalt des ruhigen Charakters der Südflanke

  2. Behutsame Erhöhung der Aufenthaltsqualität für alle Bevölkerungsgruppen

  3. Erhalt der bisherigen Möglichkeiten für Bewegungssporttreibende

  4. Schaffung eines integrierten Sport-, Freizeit- und Kulturraums

  5. Temporäre und langfristige Projekte ermöglichen

  6. Zeitnahe Nutzbarkeit der Alten Gärtnerei durch ein partizipativ erarbeitetes Nutzungskonzept

(3) Programmatik der Südflanke

RUHE UND EXPERIMENT

Der Teilraum Südflanke wird aufgrund fehlender Eingänge im Vergleich zu den anderen Teilräumen eher extensiv genutzt. Hier wird das Feld als Ort der Weite und des Erlebens der Landschaft und Natur unmittelbar erfahrbar. Diesen besonderen Charakter gilt es zu erhalten. Die Ansiedlung neuer Nutzungen muss entsprechend behutsam ausgerichtet werden und ist an vereinzelten Orten zu konzentrieren. Der Großteil der Maßnahmen bezieht sich daher auf eine maßvolle Verbesserung der bestehenden Strukturen und der vorsichtigen Bereicherung mit Teilhabe-Möglichkeiten für alle Nutzungsgruppen. Mit einem „Freizeitlabor“ sollen Freizeit-, Sport- und kulturelle Nutzungen miteinander verknüpft werden. Für die Alte Gärtnerei wird 2016 ein Nutzungskonzept unter Bürgerbeteiligung erarbeitet. Die Wiesenfläche entlang des Patrouillenweges soll mit Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. Außerdem ist die Erschließung des Feldes aus südlicher Richtung zu prüfen.

Zusammenfassend ergibt sich für das Areal an der Südflanke das Leitbild Ruhe und Experiment.

(4) Prioritäre Maßnahmen

  • Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes für die Alte Gärtnerei unter Berücksichtigung des Naturschutzes, mit dem Ziel auf dieser Grundlage die Kampfmittel- und Altlastenbeseitigung durchzuführen.
  • Verbesserung der Aufenthaltsmöglichkeiten (insb. Sitzgelegenheiten).