Ziel der Planung ist es, Bewegung und Aufenthalt mit verschiedenen Angeboten auf dem gesamten Grundstück miteinander zu verknüpfen. Diese sollen inklusiv und für alle nutzbar gestaltet werden. Dabei sollen unterschiedliche sportliche sowie soziale Bedürfnisse räumlich klar voneinander abgegrenzt, aber dennoch zusammenhängend sein.
Zentrales Element ist der Aktivpfad (A), der als „sportlicher Rundgang“ das gesamte Areal erschließt. Er ermöglicht eine effiziente Nutzung der Fläche für den Langlauf und bindet dabei bewusst bestehende befestigte Strukturen, wie beispielsweise die Tribünen, mit ein. Entlang dieses Pfades entsteht eine abwechslungsreiche Laufstrecke, mit Möglichkeiten zum Sprint-, Koordinations- und Hindernislauf. Diese Abschnitte können auch für das Zirkel-Training mit verschiedenen Stationen genutzt werden.
Der Gemeinschaftsbereich (B) ist der soziale Mittelpunkt des Areals. Er ist ein Ort des Ankommens, Treffens und Austausches vor, nach und zwischen den Trainingseinheiten. Hier können sich Sporttreibende begegnen, neue Mitspielende oder Trainingspartner finden und verweilen. Hier gibt es Sitzgelegenheiten sowie Fahrradstellplätze. Informationsstelen unterstützen die Orientierung.
Gleich dahinter findet sich der Kletterbereich (C). Hier stehen Kraft, Koordination und Geschicklichkeit im Vordergrund. Klettergerüste, Seilnetze oder Ähnliches ermöglichen vielfältige Bewegungsformen und ergänzen das Trainingsangebot.
Für ruhigere Bewegungsformen ist der Bereich Sanfte Bewegung (D) vorgesehen. Diese Fläche eignet sich zum Abkühlen nach dem Training und für Angebote wie Yoga, Tanz, Mobilitätstraining, Pilates oder Dehnübungen. Durch die Anordnung unter einer großen Bestandsplatane wird der natürliche Schattenschlag genutzt und eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Eine Rasenfläche abseits der lauteren Zonen trägt zur Erholung bei.
Das Eigengewichtstraining (E) bildet eine klassische Trainingsfläche für funktionelle Kraftübungen mit und ohne Geräte. Calisthenics-Elemente wie Klimmzugstangen, Dip-Barren, Reck oder Sprossenwände fördern Ganzkörperkraft und Beweglichkeit und sind flexibel nutzbar. Da sich gegenüber der Pflügerstraße auf dem Campus Rütli bereits eine Calisthenics-Anlage befindet, wird das Angebot mit anderen Trainingsgeräten ergänzt.
Ein niederschwelliges Angebot für alle Altersgruppen bietet die Freizeitspielfläche (F). Elemente wie ein Boulefeld oder Tischtennisplatten laden zum lockeren Spielen und zu spontanen Begegnungen ein.
Der größte Bereich des Konzepts ist der Bewegungsspielbereich (G), der als Aktionsfläche für spielerische Bewegung gedacht ist. Hier könnte man beispielsweise Discgolf, Spikeball oder Krocket ausleihen und spielen. Diese Fläche ist variabel und vielseitig nutzbar.
Der Blickferne Bereich (H) liegt bewusst abseits der Hauptsichtachsen und grenzt nicht an Nachbarflächen mit Konfliktpotenzial. Gleichzeitig verläuft der Aktivpfad durch diesen Bereich, sodass durch die Frequentierung anderer Nutzender eine soziale Kontrolle gewährleistet bleibt. Hier gilt es, einen „geschützten Raum im öffentlichen Raum“ zu schaffen: Eine Fläche, auf der Gruppen sich ohne neugierige Blicke bewegen können. Einerseits wird bei der Geräteauswahl auf einen einfachen und abgeschirmten Einstieg geachtet. Andererseits soll der Raum Sicherheit und Privatsphäre bieten. Vor allem im Hinblick auf die Nutzung in den Abendstunden sollte hier eine zurückhaltende, nutzungsbezogene Beleuchtung geprüft werden.
Ein besonderer Akzent wird mit dem Ort des Rekapitulierens (I) („Ruheinsel“) gesetzt. Diese Aufenthaltsfläche mit Weitsicht, möglicherweise entlang einer Sichtachse zum Landwehrkanal und über den Sportplatz hinweg, bietet Raum zum Analysieren, Reflektieren und Innehalten. Hier könnte sich beispielweise eine Aussichtsplattform mit Sitzmöglichkeiten sensibel in die Umgebung einfügen. Dies würde den ganzheitlichen Charakter des Ortes unterstreichen.
Das Koordinationstraining (J) fokussiert sich auf Gleichgewicht und Orientierung. Unterschiedliche Elemente wie Slacklines, Balancier- und Sprungpfade oder Balancierbretter ermöglichen ein vielseitiges Training und sprechen sowohl ambitionierte Sportlerinnen und Sportler als auch Einsteigerinnen und Einsteiger an.
Mit den Trendsportarten (K) werden moderne, teils wettkampforientierte Sportarten in das Konzept aufgenommen. Auch Angebote wie ein Padel-Tennis-Feld oder Teqball wären hier denkbar.
Der Grünzug übernimmt eine wichtige strukturierende und ökologische Funktion. Durch gezielte Baum-, Strauch-, Gräser- und Staudenpflanzungen sowie die Auslichtung versteckter Bereiche wird das Grün aufgewertet. Gleichzeitig dient der Grünzug dazu, ruhige von lauteren Nutzungen abzugrenzen, den Platz räumlich zu gliedern und der Fauna einen Rückzugsraum zu bieten. Diese Bereiche eignen sich außerdem für notwendige Ersatzpflanzungen.
Die Verortung der einzelnen Flächen und dazugehörige Beispielbilder finden Sie in der hier verlinkten Präsentation.