Ergebnisse
Kieztour mit dem Bezirksbürgermeister, Oliver Igel, in Baumschulenweg am 06.09.2025
Teilnehmer/-innen: 25
Teilnehmende Bezirksamt:
- Oliver Igel (Bezirksbürgermeister)
- Ines Schilling (Leiterin Sozialraumorientierte Planungskoordination – SPK)
- Bastian Ignaszewski (Gebietskoordinator der SPK)
- Stefan Schaul (Beauftragter für Menschen mit Behinderung)
Kieztour durch Baumschulenweg: Verborgene Orte entdecken und ins Gespräch kommen
Am Samstag, dem 6. September 2025, luden Bezirksbürgermeister Oliver Igel und die Sozialraumorientierte Planungskoordination des Bezirksamtes alle interessierten Bürgerinnen und Bürger zu einer gemeinsamen Kieztour durch Baumschulenweg ein. Die Tour stand unter dem Motto „Verborgenes entdecken und miteinander ins Gespräch kommen“ und führte die Teilnehmenden an ruhige, grüne und oft übersehene Orte des Ortsteils.
25 Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, ihren Kiez neu zu erleben und miteinander ins Gespräch zu kommen. Der Startpunkt befand sich auf der Wiese am Baumschulen-Ufer, genau dort, wo sich Spree und Britzer Verbindungskanal treffen. Bei leichtem Morgennebel und angenehmen Temperaturen begann die Tour in stimmungsvoller Atmosphäre. Als die Sonne höher stieg, zeigte sich das spätsommerliche Wetter von seiner besten Seite – ideal für einen entspannten Spaziergang durch den Stadtteil.Hier entwickelten sich schon erste Gespräche untereinander und mit den Organisatoren des „BaumUfer Festivals“, welches am Abend desselben Tages hier stattfand.
Spannende Stationen durch Geschichte, Kunst und Begegnung
Die erste Etappe führte die Gruppe in die Grünanlage des „Rodelbergs“, einem beliebten Naherholungsbereich, der vielen als grüne Oase im dicht besiedelten Baumschulenweg gilt.
Diese künstliche Erhebung entstand aus dem Aushub, der beim Bau des Britzer Verbindungskanals, der damals noch Britzer Zweigkanal hieß, angefallen ist.Es wurde über die geplante Entwicklung der Sportanlage am Rodelbergweg informiert, und dass es z.Z. ein Beteiligungsverfahren dazu gibt.Weiter ging es durch das Wohngebiet zwischen Köpenicker Landstraße und Bahndamm über die provisorische Fußgängerampel Richtung S-Bahnhof.
Ein wichtiger Halt war das Vor-Ort-Büro des Lebendigen Zentrums Baumschulenstraße – Köpenicker Landstraße in der Glanzstraße 2. Hier wurde auf aktuelle Projekte und Beteiligungsmöglichkeiten im Quartier hingewiesen, u. a. die Neuwahl des Quartiersbeirates. An der Baumschulenstraße Ecke Behringstraße wurde auf die aus Kiezkassenmitteln finanzierte Sitzbank hingewiesen, die als kreatives und funktionales Kunstwerk entstanden ist. Die Teilnehmenden diskutierten hier über die Bedeutung und den Bedarf von Sitzgelegenheiten im Ortsteil als Orte der Begegnung und Nachbarschaft im öffentlichen Raum.
Engagement und Teilhabe im Mittelpunkt
Der nächste Halt lag an der Behringstraße Ecke Gondeker Straße vor dem Gebäude des Seniorenheims „domino-world Club Treptow“. Dort berichtete Elsa Brand, langjähriges Mitglied des Bürgervereins Baumschulenweg und Trägerin der Bürgermedaille Treptow-Köpenick, über die vielfältigen Aktivitäten des Vereins. Sie gab Einblicke in die Geschichte der „Kunstmeile Baumschulenweg“, die seit Jahren lokale Kreative mit ihren Werken sichtbar macht und zur kulturellen Identität des Ortsteils beiträgt.Weiter ging es zur Grünanlage an der Kiefholzstraße Ecke Hohenbirker Weg. Angrenzend an diese öffentliche Grünanlage konnte man die weitläufigen grünen Bereiche zwischen den Wohnhäusern erleben. Hier sprach Stefan Schaul, der Beauftragte für Menschen mit Behinderungen im Bezirk, über seine Arbeit für Inklusion und Barrierefreiheit. Er betonte, wie wichtig leicht zugängliche Wege, Sitzgelegenheiten und öffentliche Räume für die selbstverständliche Teilhabe aller Menschen sind. Er stellte fest, dass Barrierefreiheit als gesetzlicher Auftrag nicht nur Wunschdenken ist, sondern die öffentliche Hand zur Berücksichtigung des Themas bei Planungen und in der täglichen Arbeit verpflichtet.Als Fazit konnten die Teilnehmer mitnehmen, dass Barrierefreiheit grundsätzlich für zehn Prozent der Bevölkerung unerlässlich, für mindestens 30 Prozent notwendig aber für 100 Prozent hilfreich und komfortabel ist.
Joe Kramer vom Kinder-, Jugend- und Familienzentrum RumBa informierte über die Aufgaben und Angebote des Zentrums – von Elterncafés über Freizeitangebote für Kinder bis hin zu generationsübergreifenden Projekten. Die Bezeichnung RumBa ist im Übrigen Akronym mit der Bedeutung „Rund umBaume“ und ist als Standort eines Jugendklubs mit dem Namen „Fritz Schmenkel“ bereits seit Jahrzehnten ein zentraler Treffpunkt im Ortsteil. Ein gemeinsamer Abschluss im RumBa
Zum Ausklang kehrte die Gruppe schließlich ins Familienzentrum RumBa ein. Bei Kaffee und Gebäck blieb Zeit für vertiefende Gespräche, Nachfragen und neue Kontakte. Viele Teilnehmende lobten die entspannte Atmosphäre der Tour, die gelungene Mischung aus Natur, Information und Begegnung – und zeigten Interesse, künftig häufiger an Kieztouren teilzunehmen.
Bezirksbürgermeister Oliver Igel bedankte sich bei allen Mitwirkenden und hob hervor, dass solche Rundgänge ein wertvoller Beitrag zum nachbarschaftlichen Miteinander sind. „Baumschulenweg hat viele Facetten: Tradition, Engagement, grüne Ruheorte und kreative Ideen. Diese Kieztour hat einmal mehr gezeigt, wie lebendig unser Stadtteil ist, wenn Menschen sich begegnen und austauschen.“
Die ruhige, behutsam gewählte Route führte zu den stillen und schönen Orten Baumschulenwegs – und machte deutlich, dass der Ortsteil weit mehr ist als nur seine Hauptstraßen. Er lebt von den Menschen, die sich hier tagtäglich engagieren und ihren Kiez gestalten.