Jüdisches Leben in Friedenau – Eine Spurensuche
- Start der Route: Ehemalige Synagoge in der Stierstraße 21
Wie waren jüdische Familien im bürgerlichen Milieu von Friedenau sozial, wirtschaftlich und kulturell verankert? Welche Orte religiöser Praxis, Bildung und Begegnung prägten das jüdische Leben im Stadtteil bis zu ihrer Zerstörung durch das nationalsozialistische Regime? Wer erinnert sich heute noch an Persönlichkeiten wie Jitzchak Schwersenz, der von hier aus jüdischen Widerstand organisierte, oder an Betty Katz, die ein jüdisches Blindenheim leitete? Und wie wirkt ihr Erbe bis in die Gegenwart nach?
Gemeinsam begeben wir uns auf Spurensuche durch den Kiez und machen Orte sichtbar, die auf den ersten Blick unscheinbar wirken: Wohnhäuser, Plätze oder Straßen, an denen jüdische Berliner*innen gelebt und gearbeitet haben. Anhand einzelner Biografien wird deutlich, wie eng diese Lebensgeschichten mit Friedenau verbunden sind – und wie unterschiedlich die Wege zwischen Alltag, Verfolgung und Widerstand verlaufen konnten.
Dabei werden sowohl bekannte als auch weniger bekannte Persönlichkeiten vorgestellt. Die Spaziergänge laden dazu ein, genauer hinzusehen, Fragen zu stellen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen, was von diesen Geschichten heute noch im Kiez sichtbar ist.
Die Spaziergänge richten sich an alle, die Friedenau aus einer neuen Perspektive kennenlernen möchten – egal ob alteingesessene Bewohner*innen, kürzlich Zugezogene oder geschichtsinteressierte Besucher*innen.
Konzipiert und durchgeführt wird das Projekt von der Judaistin, Autorin und politischen Bildnerin Sara Klatt, die sich seit vielen Jahren mit jüdischen Biografien und Erinnerungskultur beschäftigt und selbst im Stadtteil lebt.
Weitere Informationen zu unserer Arbeit finden Sie auf unserer Website: 👉 www.masiyot.de