Makerspace & Repair Café im Malerviertel – Gemeinsam reparieren, lernen und gestalten
- Café Paresüd
Projektort
Geplant ist die Umsetzung im Café Paresüd im Malerviertel (Tempelhof-Schöneberg) oder in vergleichbaren, temporär ungenutzten Räumlichkeiten im Quartier.
Insbesondere in den Wintermonaten stehen dort geeignete Flächen leer, die durch das Projekt gemeinwohlorientiert aktiviert werden können.
Projektidee und Zielsetzung
Im Malerviertel soll ein niedrigschwelliger, gemeinwohlorientierter Makerspace mit Repair-Café-Struktur, digitaler Lernwerkstatt und nachbarschaftlicher Kommunikationsinfrastruktur entstehen.
Ziel ist es, einen offenen Begegnungsort zu schaffen, der:
Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung fördert
Digitale Kompetenzen vermittelt
Nachbarschaftlichen Austausch stärkt
Technologische Selbstermächtigung unterstützt
Resilienz im Quartier erhöht
Das Projekt verbindet praktisches Reparaturwissen mit digitalen Zukunftsthemen wie dezentraler Kommunikation und Mesh-Netzwerken.
Geplante Angebote
1. Repair Café (regelmäßig, z. B. 1–2x monatlich)
Kostenfreie Unterstützung bei kleineren Reparaturen von Alltagsgegenständen wie:
Haushaltsgeräte
Kleinmöbel
Elektronik
Spielzeug
Ziel ist die Verlängerung der Nutzungsdauer von Produkten, Müllvermeidung und Wissensvermittlung im Sinne der Nachhaltigkeit.
2. Offene Werkstatt / Makerspace
Bereitstellung von Werkzeugen und technischer Ausstattung, u. a.:
3D-Druck (großer und kleiner Drucker)
3D-Scan
Löten
Fräsen/Dremeln
(Blind-)Nieten
Klebe- und Dübelarbeiten
kleinere Schweißarbeiten (keine tragenden Konstruktionen)
Bewohner*innen können eigene Projekte umsetzen oder gemeinsam an gemeinwohlorientierten Ideen für den Kiez arbeiten.
3. Digitale Bildung & Resilienz – Mesh-Netzwerk / Notfallkommunikation
Ein besonderer Baustein ist die Einführung in dezentrale Kommunikationsstrukturen (z. B. Mesh-Netzwerke wie „MeshCore“).
Ziele:
Sensibilisierung für digitale Selbstbestimmung
Aufbau eines lokalen, unabhängigen Nachbarschafts-Kommunikationsnetzes
Vermittlung technischer Grundlagen zu Funk, Peer-to-Peer-Kommunikation und Datensicherheit
Stärkung der Krisen- und Notfallresilienz im Quartier
In Workshops können Interessierte lernen:
Wie dezentrale Netzwerke funktionieren
Wie kleine Funkknoten aufgebaut werden
Wie Nachbarschaften im Krisenfall kommunikationsfähig bleiben
Wie offene, gemeinschaftlich getragene Infrastruktur entsteht
Der Fokus liegt auf zivilgesellschaftlicher Nutzung, Bildungsarbeit und technischer Teilhabe.
Gemeinwohlorientierung
Das Projekt ist nicht gewinnorientiert.
Die Teilnahme erfolgt kostenfrei oder auf freiwilliger Spendenbasis.
Langfristig ist der Aufbau eines ehrenamtlichen Unterstützer*innen-Netzwerks vorgesehen.
Beitrag zu den Förderkriterien
Belebung von Kiez und Stadtteilkultur
Aktivierung temporär leerstehender Räume und Schaffung eines regelmäßigen Begegnungsortes im Winter.
Förderung von Austausch unter Nachbar*innen
Gemeinsames Reparieren, Entwickeln und Lernen schafft niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten.
Aktivierung von Bewohner*innen
Teilnehmende gestalten aktiv mit, erwerben praktische Fähigkeiten und stärken ihre Selbstwirksamkeit.
Neue Ideen und Konzepte für den Kiez
Die Kombination aus Repair Café, Makerspace und dezentraler Kommunikationsinfrastruktur stellt ein innovatives Modellprojekt dar.
Verbesserung des Wohnumfelds
Müllvermeidung, Ressourcenschonung und potenzielle gemeinschaftliche Projekte im öffentlichen Raum tragen zur nachhaltigen Quartiersentwicklung bei.
Inklusion und Integration
Das Angebot ist offen für alle Altersgruppen und Hintergründe. Praktisches Arbeiten und technische Bildung fördern Teilhabe unabhängig von formaler Vorbildung.
Perspektive
Langfristig kann das Projekt als Modell für resiliente, nachhaltige Nachbarschaftsstrukturen im Bezirk Tempelhof-Schöneberg dienen und Kooperationen mit:
Schulen
Jugendfreizeiteinrichtungen
Senior*innentreffs
zivilgesellschaftlichen Initiativen
entwickeln.
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