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Nachverdichtung mit Ludothek/Spieleothek

Erik Ooms bearbeitet am

Eine Aufwertung des Spielplatzes an diesem Standort ergibt keinen Sinn. Das unmittelbare städtische Umfeld bietet derzeit keine Voraussetzungen für sichere und attraktive Aufenthaltsorte außerhalb der direkten Straßensicht bzw. sozialen Kontrolle. Eine Investition wäre deshalb ineffektiv und reine Geldverschwendung.

Stattdessen sollte der Fokus auf einer multifunktionalen Nachverdichtung liegen, also dem Bau einer Kombination aus Dienstleistungen (Erdgeschoss), Büros (erstes Obergeschoss) sowie Wohnraum (zweites und drittes Obergeschoss sowie Hinterhaus). Das Grundstück könnte zu einem sehr niedrigen Preis an ein gemeinschaftliches Wohnprojekt oder eine Baugenossenschaft vergeben werden – unter der Bedingung, dass in historischer Architektur (Mietskasernenstil) gebaut wird und das Erdgeschoss für (betreute, pädagogische) Indoor-Spielangebote zu festen Zeiten (z. B. 15 bis 21 Uhr) genutzt wird.

Dieses Angebot könnte nach dem Vorbild einer multikulturellen Ludothek/Spieleothek organisiert werden. Neben bekannte Spielen für Kinder und Erwachsene könnten dort internationale Spiele wie Backgammon, Carrom, Dama, Mahjong, Go oder Shogi gespielt oder in speziellen Veranstaltungen erlernt werden – sowie alles, was Bewohnerinnen und Bewohner anderen beibringen oder als Event organisieren möchten.

Das Erdgeschoss sollte offen und einladend gestaltet sein, mit großen Glastüren. Diese könnten im Sommer geöffnet werden, sodass auf dem umgestalteten, zur Platzfläche erweiterten Straßenraum davor Tische und Sitzgelegenheiten aufgestellt werden können. Dadurch entsteht ein fließender Übergang zwischen öffentlichem Außenraum und Innenraum.

Referenznr.: 2025-27891