- Ort
- Ehemalige Grenzübergang Friedrich-/Zimmerstraße „Checkpoint Charlie“
- Laufzeit
- Realisierungswettbewerb März 2026 bis Oktober 2026; Baumaßnahme abgeschlossen bis voraussichtlich 2030.
- Themen
- Stadtentwicklung; Kultur & Freizeit
- Kosten
- -
- Art der Beteiligung
- Information (ohne Beteiligung)
- Referenznr.
- 2026-01353, bearbeitet am
Herzlich willkommen auf dieser Seite, auf der Sie stets die aktuellsten Informationen zur Wettbewerbsverfahren zum "Checkpoint Charlie" finden können.
Das Wettbewerbsverfahren
Der Checkpoint Charlie ist einer der international bekanntesten historischen Orte Berlins und zugleich ein hochfrequentierter urbaner Raum, dessen derzeitige Erscheinung und Nutzung der historischen Bedeutung des Ortes bislang nur unzureichend gerecht werden. Vor diesem Hintergrund besteht die Notwendigkeit, den Stadtraum am ehemaligen Grenzübergang an der Friedrichstraße/Zimmerstraße gestalterisch, räumlich und inhaltlich neu zu fassen und als zusammenhängenden Erinnerungs- und Bildungsort dauerhaft zu sichern.
Dafür bereitet das Land Berlin einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 vor, der im April 2026 startet und an dem interdisziplinäre Teams aus Landschaftsarchitekten, Architekten, Szenografen und Ausstellungsgestaltern teilnehmen können. Der Wettbewerb bietet die Chance, den Standort als hochwertigen Stadtraum mit internationaler Strahlkraft neu zu positionieren sowie seine Funktion als Erinnerungs- und Bildungsort zu stärken. Die Neugestaltung soll zugleich die Orientierung und die Aufenthaltsqualität verbessern. Dabei sollen Freiraumgestaltung, künstlerische Elemente und verständliche Informationen gut zusammenspielen. Geplant sind außerdem Ausstellungsflächen, die von der Stiftung Berliner Mauer betreut und kuratiert werden und Raum für Lernen, Austausch und Vertiefung bieten.
Das Wettbewerbsgebiet liegt zentral in der Berliner Innenstadt am Übergang von der Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg. Es umfasst die Platzflächen beidseits der Friedrichstraße rund um den Checkpoint Charlie. Es reicht in der Umgebung bis in Richtung Krausenstraße sowie Koch- bzw. Rudi-Dutschke-Straße.
Öffentliche Infoveranstaltung
Am 03. März 2026 vom 17:30 Uhr bis 20:00 Uhr lädt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen als auslobende Stelle zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung für das Wettbewerbsverfahren zum Bildungs- und Erinnerungsort Checkpoint Charlie ein. Die Veranstaltung findet in Form eines Infomarkts statt und bietet die Gelegenheit, sich zu informieren, Fragen zu stellen und Hinweise einzubringen. An Infoständen werden Hintergründe zum bisherigen Prozess und zu den Rahmenbedingungen des Wettbewerbs erläutert. Ergänzend dazu gibt es thematische Stationen, etwa zu Erinnerungsort, Aufenthalt und Nutzung im Freiraum, Verkehr und Mobilität sowie zum weiteren Vorgehen.
Ort: Stadtwerkstatt Berlin | Raum für Beteiligung (1. Stock) | Karl-Liebknecht-Straße 11 | 10178 Berlin
Bekanntmachung | Wettbewerbsstart
Am 01. April 2026 wird die Aufgabenstellung veröffentlicht. Die Bekanntmachung bildet zusammen mit der Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen den offiziellen Startpunkt des Wettbewerbsverfahrens und informiert die Öffentlichkeit sowie potenzielle Teilnehmende über den Beginn des Verfahrens. Die Bekanntmachung enthält wichtige Informationen, um die Wettbewerbsaufgabe zu bearbeiten.
Bearbeitungsphase | 1. Phase
Nach der Bekanntmachung startet die erste Bearbeitungsphase für die interdisziplinären Teams. Sie endet mit der Abgabe der Entwürfe Ende Mai. In dieser Phase des Wettbewerbs sind skizzenhafte Entwurfsideen und konzeptionelle Lösungsansätze von den Teilnehmenden gefordert. Der Schwerpunkt liegt auf der grundsätzlichen Idee und der konzeptionellen Herleitung. Die Freiraumplanung ist dabei von Beginn an in enger Verzahnung mit der Ausstellungsgestaltung zu entwickeln und beide Ebenen sind als zusammenhängendes Gesamtkonzept zu verstehen.
Preisgerichtssitzung | 1. Phase
Am 16. und 17. Juni 2026 werden die eingereichten Entwürfe in einer nicht-öffentlichen Sitzung durch ein Preisgericht (eine unabhängige Jury) bewertet. Das Preisgericht setzt sich aus Fachleuten, Experten und Personen aus Politik sowie den zuständigen Verwaltungen zusammen. Während dieser Sitzung werden die Mitglieder des Preisgerichts die Entwürfe anhand zuvor festgelegter Kriterien und Standards beurteilen. Ziel ist es, die besten Konzepte für die zweite Bearbeitungsphase auszuwählen.
Bearbeitungsphase | 2. Phase
Nach der ersten Preisgerichtssitzung startet die zweite Bearbeitungsphase, die mit der Abgabe der Entwürfe im August endet. In dieser Phase sind die ausgewählten Konzepte von den Teilnehmenden inhaltlich, gestalterisch und funktional weiter auszuarbeiten.
Preisgerichtssitzung | 2. Phase
Am 09. September 2026 werden die eingereichten Entwürfe in einer nicht-öffentlichen Sitzung durch das Preisgericht (eine unabhängige Jury) bewertet. Ziel ist es, einen Siegerentwurf auszuwählen, der der weiteren Bearbeitung zu Grunde gelegt wird. Während dieser Sitzung werden die Mitglieder des Preisgerichts die Entwürfe anhand vorher festgelegter Kriterien und Standards beurteilen. Das Preisgericht setzt sich aus Fachleuten, Experten und Personen aus Politik und den zuständigen Verwaltungen zusammen.
Nach Abschluss der Sitzung wird der Siegerentwurf bekannt gegeben, und die Weiterentwicklung und die planerische und bauliche Umsetzung des Projekts beginnt..
Ausstellungseröffnung
Am 12. Oktober 2026, nach Abschluss des Wettbewerbsverfahrens zum Checkpoint Charlie, werden alle Entwürfe in einer Ausstellung präsentiert. Die Ausstellung wird durch eine öffentliche Preisverleihung eröffnet. Hierbei wird den Preisträgern die Möglichkeit gegeben, ihre Wettbewerbsarbeiten zu erläutern und die Entscheidung wird durch das Preisgericht begründet.
Ort: Neues Stadthaus | Otto-Suhr-Saal | 3. OG Parochialstraße 3 | 10179 Berlin.
Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse
Alle Wettbewerbsarbeiten werden ab dem 13. bis zum 23. Oktober 2026 im Neues Stadthaus | Otto-Suhr-Saal | 3. OG Parochialstraße 3 | 10179 Berlin ausgestellt.
Die Öffnungszeiten sind Montag bis Samstag von 09:00 bis 17:00 Uhr. Sonntags ist die Ausstellung geschlossen. Die Ausstellung ist kostenfrei, barrierefrei und öffentlich erreichbar.
Die Ergebnisse des Wettbewerbs werden ebenfalls ab Mitte September 2026 auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen unter folgendem Link veröffentlicht:
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/wettbewerbe/ergebnisse/index.shtml
Die gelaufenen Beteiligungs- und Dialogverfahren
In den vergangenen Jahren hat es am Checkpoint Charlie bereits mehrere umfangreiche Beteiligungs- und Dialogverfahren durchgeführt.
Im Jahr 2018/2019 fand im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens ein breit angelegter Beteiligungsprozess mit Fachöffentlichkeit und Stadtgesellschaft statt, eng gekoppelt an ein internationales städtebauliches Workshopverfahren mit sieben Testentwürfen. Die Ergebnisse mündeten in städtebauliche Leitlinien („Checkpoint Charlie DNA“) und führten zu einer grundlegenden Anpassung der Planungsziele des Bebauungsplans zugunsten eines stärker gemeinwohlorientierten und denkmalpflegerischen Ansatzes.
Im Jahr 2022 wurden diese Leitlinien im städtebaulichen Dialogverfahren weiter präzisiert und in fünf zentrale Themenfelder überführt. Die Ergebnisse fließen seither in mehrere qualitätssichernde Verfahren (Realisierungswettbewerbe für private Grundstücke, geplante Wettbewerbe für öffentliche Räume) ein.
Im Jahr 2023 wurde ein kulturfachlicher Dialogprozess initiiert.
Vor diesem Hintergrund liegt eine außergewöhnlich dichte und mehrstufige Beteiligungs- und Abstimmungshistorie vor. Die zentralen Leitlinien und Zielsetzungen sind politisch und fachlich abgestimmt und mehrfach öffentlich diskutiert worden.
Die Ergebnisse dieser Prozesse bilden die Grundlage für das aktuelle Wettbewerbsverfahren.
Link zu zurückliegenden Beteiligungsprozessen:
- Art der Beteiligung
-
Information (ohne Beteiligung)
In den vergangenen Jahren hat es am Checkpoint Charlie bereits mehrere umfangreiche Beteiligungs- und Dialogverfahren gegeben.
Kontaktinformation
Kontakt für Rückfragen
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Abteilung II - Städtebau und Projekte
Referat II D - Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
E-Mail: wettbewerbe@senstadt.berlin.de
Webseite: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/
Verantwortliche Stelle
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Webseite: https://www.stadtentwicklung.berlin.de/