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Ergebnisse

Pop-Up Beteiligungsreihe 20.09 - 16.10.2025

Die zweite Programmreihe des Projekts war als mehrstufiger Beteiligungs- und Dialogprozess angelegt, der unterschiedliche Zugänge zur Frage der besseren Nutzung und Verteilung von Wohnraum in Berlin eröffnet hat. Ziel war es, sowohl ein breites Stimmungsbild aus der Stadtgesellschaft einzuholen als auch den fachlichen Austausch mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Verwaltung, Wohnungswirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu vertiefen.

Im Rahmen von sechs gut besuchten Pop-up-Formaten in verschiedenen Berliner Bezirken – unter anderem auf Straßenfesten und im öffentlichen Raum – wurde mit Hilfe eines Beteiligungsbanners gezielt das Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern gesucht. Im Mittelpunkt standen Fragen zur aktuellen Wohnsituation, zur Zufriedenheit mit der Wohnungsgröße sowie zu möglichen Veränderungswünschen. Dabei wurde erhoben, ob ein Umzug in eine größere oder kleinere Wohnung grundsätzlich vorstellbar ist und unter welchen Bedingungen Menschen bereit wären, Wohnfläche zu reduzieren oder neue Wohnformen auszuprobieren. Diskutiert wurden unter anderem mögliche Anreize wie Umzugsboni, Umzugshilfen, Wohnungstauschbörsen, Probewohnen oder Programme wie „Wohnen für Hilfe“.

Die Pop-up-Reihe diente der Gewinnung eines niedrigschwelligen Stimmungsbildes zur Haltung und zu den Präferenzen der Berliner Stadtgesellschaft. Die Rückmeldungen zeigten deutlich, dass viele Menschen offen für alternative Modelle der Wohnraumnutzung sind und insbesondere Instrumente wie Wohnungstauschbörsen oder „Wohnen für Hilfe“ auf großes Interesse stoßen – vorausgesetzt, sie werden verständlich kommuniziert und verlässlich begleitet.

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Werkstattgespräch 13.11.2025

Das abschließende Werkstattgespräch knüpfte an diese Erkenntnisse an und bot Raum, die gesammelten Eindrücke mit fachlichen Perspektiven und Praxisbeispielen aus anderen Städten zu spiegeln. In moderierten Themenstationen und im Sofagespräch wurden konkrete Ansätze zur Aktivierung von Wohnraumreserven, zur Förderung suffizienter Wohnformen und zur Übertragbarkeit auf Berlin diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass erfolgreiche Strategien auf Freiwilligkeit, individuelle Beratung, geeignete Anreizsysteme und eine vertrauensbildende Kommunikation angewiesen sind.

Insgesamt hat die zweite Programmreihe gezeigt, dass das Thema Wohnen viele Menschen bewegt und dass dialogorientierte Formate einen wichtigen Beitrag leisten können, um Verständnis zu schaffen, Ideen zu sammeln und Perspektiven für die Weiterentwicklung der Wohnraumpolitik in Berlin aufzuzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse und Impulse bilden eine belastbare Grundlage für die weitere fachliche und politische Auseinandersetzung mit dem Thema und unterstreichen die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Stadtgesellschaft, Verwaltung und Politik.

 

Stand 31.12.2025 rp