Ergebnisse
Bericht der Kieztour mit dem Bezirksbürgermeister, Oliver Igel, in Köpenick Nord am 12.10.2025
Treffpunkt: Brücke an der Wuhle / Birnbaumer Straße)
Teilnehmer/-innen: 28
TN Bezirksamt: Dr. Antonia Brauchle (Leiterin der unteren Denkmalschutzbehörde (UD), Sybille Stephanowsky (UD), Stefan Schaul (Beauftragter für Menschen mit Behinderung)
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Am Sonntag, dem 12. Oktober 2025, von 9 bis 12 Uhr, luden der Bezirksbürgermeister Oliver Igel und die SPK zur Kieztour durch Köpenick Nord ein, um die andere Seite Köpenicks zwischen Bahndamm und Wald zu entdecken. Die historisch bemerkenswerte Region mit einer interessanten Entwicklung und seinen besonderen Menschen hat einiges zu bieten.
Vom Startpunkt führte die Kieztourroute zunächst über den Biberspielplatz und den Calisthenics Park, der bereits rege genutzt wurde. Dort verweilte die Gruppe an der ersten Gesprächsinsel und Herr Igel begrüßte alle Teilnehmenden sehr herzlich und ging mit ihnen auf einen Exkurs zu Zahlen, Daten und Fakten über die Bezirksregion. Mit einem Augenzwinkern zu den teilnehmenden Familien, überraschte es nicht, dass die Geburten statistisch betrachtet in einem guten Mittelfeld liegen und mit Blick auf die Radfahrenden, dass es auch hier, zumindest statistisch gesehen, nicht für jeden Haushalt eine KfZ-Zulassung zu geben scheint.
Mit regen Gesprächen führte die Tour weiter entlang der Birnbaumer Straße und der Hoernlestraße durch das Wohngebiet der Genossenschaft Köpenick Nord. Rechts an der Merianschule vorbei, durch den Torbogen der Gehsener Straße mit ihrer Wohnbebauung der 1920iger Jahre. Dort folgte eine zweite Gesprächsinsel bei der sich zwei Akteurinnen mit ihrem Engagement vorstellten. Das war zum einen Nina Hübinger vom Verein „WOLF&ELSE“ und zum anderen Louisa Böck, die mit dem Verein für ein Rikscha Projekt kooperiert. „WOLF&ELSE“ ist eine kleine ehrenamtliche Initiative für das Märchenviertel, den Wolfsgarten und den Elsengrund. Ihr Ziel ist es, Möglichkeiten und Räume für mehr Begegnung und Miteinander zu schaffen. Seit 2022 organisieren sie mit viel Herzblut einen kleinen, künstlerisch-kulturellen Weihnachtsmarkt und suchen dafür noch Unterstützer/-innen und in diesem Jahr vor allem noch Hilfe bei der Stromversorgung. Der nächste Weihnachtsmarkt findet am 06.12.25 statt, zu dem natürlich alle herzlich eingeladen wurden. Damit Menschen den Markt erreichen können, soll die Rikscha genutzt werden. Für diese braucht es allerdings vor allem noch Ideen und Mittel für eine Versicherungssumme i.H.v. ca. 3 T€ im Jahr.
Bevor wir schließlich die Mahlsdorfer Straße überquerten, auf deren Seite uns Karin Danyel, vom Verein „"Bürger für das Märchenviertel und den Elsengrund e.V." bereits erwartete, verweilten wir noch zu einem dritten Stopp an der Gedenktafel für den ehemaligen jüdischen Friedhof.
Danach querten wir schließlich die Mahlsdorfer Straße und betraten die historisch bedeutenden Siedlungen Mittelheide und Elsengrund. Spätestens seit dieser Tour weiß durch Frau Danyel ganz bestimmt jede/r der Teilnehmenden wer Otto Rudolf Salvisberg war und was er in Köpenick Nord geschaffen hat. Frau Danyel hat sich intensiv auf den Rundgang vorbereitet und alle mit ihrem Wissen über die Siedlungen Mittelheide und Elsengrund beeindruckt. Mit Fotos und Geschichten, mit einem Blick in die Geschichte und in die aktuelle Situation hat sie die Gruppe in ihren Bann gezogen und an mehreren Gesprächsinseln alle kurzweilig und sehr anschaulich in das Leben und Wirken dieses bedeutenden Architekten mitgenommen.
Die Tour endete schließlich in dem gerade erst neu eröffneten Vor-Ort-Büro der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme am Stellingdamm. Damit läuteten wir die letzte Gesprächsinsel für diese Tour ein und bei einem heißen Getränk konnten Gespräche vertieft und noch Fragen gestellt werden.
So nehmen am Ende sicherlich alle, gute Erinnerungen, Entdeckungen und das Wissen um die besonderen „Schätze“ aus Köpenick Nord mit.
Auch bei dieser Tour gab es viel Zustimmung und Applaus für einen gelungen Vormittag, mit einem ganz besonderen Dank an alle, die dazu beigetragen haben: Frau Hübinger, Frau Böck, Frau Danyel und auch Herr Nizze von der Wista, der uns die Räume für den Abschluss zur Verfügung gestellt hat.
Ein besonderes Dankeschön geht auch an die Stadtteilkoordinatorin, Claudia Ehrlich, die bei der Vorbereitung für die Kieztouren in Rahnsdorf und Köpenick Nord das Team der SPK intensiv unterstützt und begleitet hat.
Wir verabschiedeten alle Teilnehmer/-innen natürlich mit der herzlichen Einladung gern auch an den nächsten Kieztouren der anderen Bezirksregionen teilzunehmen.