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zur Projektsammlung Partizipation Tempelhofer Feld

Tempelhofer Feld: Protokolle im Rahmen des Beteiligungsmodells

Kommentierung von Protokollen. Jedes Protokoll hat ein eigenes Kapitel.

Onlinebeteiligung

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Kommentierung von Protokollen. Jedes Protokoll ist ein Kapitel.
Kommentierung
Hier können Sie die Protokolle kommentieren, die im Rahmen des Beteiligungsmodells Tempelhofer Feld entstehen. Bitte verwenden Sie die Kapitelfunktion. Jedes Protokoll ist ein Kapitel. __________________________________________________________________ Protokollentwurf des 1. Feldforums 2018

Protokoll zum Rundgang Teilbereich Oderstraße am 17.07.2017

Daten zum Protokoll

Gegenstand:

Rundgang auf dem Tempelhofer Feld - Bereich Oderstraße

 

Ort, Datum, Zeit:

Berlin, 17.07.2017, 18.00 - 20.30 Uhr

Teilnehmerinnen:

Vertreter*innen der Senatsverwaltung

Vertreter*innen der Grün Berlin GmbH

Vertreter*innen des Büros sinai

Vertreter*innen des Team Partizipation

Vertreter*innen der Feldkoordination

Interessierte Bürger*innen  

Verteiler:

Feldkoordination, Senatsverwaltung, Grün Berlin, Team Partizipation, Büro sinai, ggf. weitere

Aufgestellt:

fm/ sinai, 18.07.2017

1. Allgemeines

Der Rundgang ist in 6 „Betrachtungsräume“ gegliedert, die der Strukturierung des Rundgangs dienen. Diese werden anhand des Übersichtsplans erläutert.

Es werden an jedem Standort die Piktos und textlichen Hinweise aus dem EPP vorgetragen (diese werden hier nicht nochmal aufgeführt), ergänzend gibt es die mündlichen Hinweise der Beteiligten, die nachfolgend aufgelistet werden.

2.1 Bereich 01- Eingang Nord (O5)

Prämissen: Verbesserung Eingangssituation und Wegebeziehungen

  • Es besteht Unfallgefahr durch ungelenkte Verkehrsströme (hauptsächlich Radfahrerinnen und Fußgängerinnen)
  • Ankommende aus der Herrfurthstraße bleiben im Kreuzungsbereich stehen, um die Aussicht auf das Feld zu erleben
  • Aussicht als wesentliches Merkmal des Ortes sehr wichtig, Erlebbarkeit, ungestörtes Genießen verbessern
  • Ggf. weitere Sitzmöglichkeiten schaffen, Aufenthaltsqualität verbessern
  • Viele Bürgerinnen vertreten die Auffassung, dass es keine befestigte (kein Asphalt/Beton) Wegeverbindung geben soll, wo sich derzeit der Trampelpfad und der teilweise erodierte Hang vom Eingang zum Feld herunter befindet
  • „Terrassierung“ als Ziel bzw. zu konkretisierender Begriff
  • Eingang muss aufgeweitet werden
  • Ggf. ein weiteres Tor weiter nördlich in der Einfriedung herstellen? Für Radfahrer*innen?
  • Drehkreuz als Ausgang für Rollstuhlfahrer*innen ungeeignet
  • Rollstuhlfahrer*innen in Planung zur Barrierefreiheit einbeziehen
  • Offen blieb, ob hier eine (normgerechte) direkte barrierefreie Zugangsmöglichkeit zum Feld hergestellt werden soll; dies soll überprüft werden
  • Bei Überlegungen für weitere Öffnungen des Zauns als Eingang einerseits bedenken, welche Wirkung diese Maßnahme auf das Feld hat (z.B. Störung nördlicher Ruhebereich Wiese), andererseits die Auswirkungen auf den angrenzenden Kiez betrachten => Durchlaufbeziehungen wirken in Kiez, Störungen, Verkehre, etc.
  • Wunsch, die Zugänge der unterschiedlichen Nutzer*innen mehr zu lenken
  • Verbesserung der Wege heißt Erneuerung bestehender Wege, keine Herstellung neuer befestigter Flächen
  • erodierende Böschung muss aber behandelt werden
  • alle neu versiegelten Flächen müssen ausgeglichen werden (Gesetz), die zum Ausgleich vorgesehenen Flächen bilden z.T. wertvolle Trockenrasengesellschaften => Thematik konfliktbeladen und schwierig
  •  rot-weiße Sitzbetonblöcke wurden nach Öffnung des Feldes aufgestellt, werden positiv gesehen; werden als Spielobjekte genutzt, stehen als „Stopper“ im Weg und dienen zum Sitzen und Liegen
  • Standorte Toilette und Infoturm überdenken (Eingang entzerren)
  • Bäume entlang des oberen Weges („Neuköllner Terrassen“) erhalten
  • Böschung mit den Stützmauern und den Treppen ist so zu erhalten, wie sie ist (Stichwort Spiel- und Sportpark)
  • Pikto „Behindertenstellplatz“ bezieht sich auf nahegelegene Pkw-Abstellmöglichkeit im Straßenraum Herrfurth-/ Oderstraße
  • Herrfurthstraße wurde erst vor ein paar Jahren im Zuge von INSEK asphaltiert und hat dadurch sowie den Eingang auf das Feld stark an Bedeutung gewonnen
  • Die Auswirkung auf Kiez wird von den unterschiedlichen Zielgruppen unterschiedlich bewertet – z.B. erleichterte Erreichbarkeit vs. Lärm- und Verkehrsbelastung
  • Pikto „Wasserhahn“ -> Trinkwasser ist in dem Bereich gewünscht
  • Pikto „SOS“: Anlaufstation für Hilfesuchende, Ausleihstation für Notrufsignale

2.2 Bereich 02- Standort Zentrum (O8) + Geschichte (O9) + Eingänge Mitte (O10)

Prämissen: Verbesserung Infrastruktur, Hierarchisierung/ Strukturierung Eingänge, Relikte Sportpark

  • Bestehende Treppe sanieren
  • Gefahr im unteren Treppenbereich, da nicht einsehbar. Möglichkeit einer Bodenkennzeichnung für „Gefahrenzone“
  • Die Eingänge im Zaun finden keine direkte Fortführung einer Wegebeziehung über „Short-Cuts“ auf das Feld, so dass sich Trampelpfade die Böschung hinunter ausgebildet haben
  • Bäume und Sträucher belassen
  • Historische Sandsteinmauer (?) (Relikt Sportpark der 1920er Jahre) erhalten
  • Prüfung des „informellen“ Ausbaus von Trampelpfaden, keine neuen Treppen, eher z.B. mit Schwellen zur Gliederung des Hangs, einem „Handseil“ o.ä.
  • Problematik, dass die Ein-/ Ausgänge von unten nicht erkennbar sind (Anm. sinai)
  • Auswirkungen von Stärkung/ Schwächung der Zugänge auf den Kiez betrachten
  • Eingang an der großen Treppe stärker frequentiert als die anderen kleinen Eingänge (Widerspruch zu der Darstellung im EPP)
  • Bestehende Treppe nördlich Gebäude 105 wieder nutzbar machen, Verbindungen zwischen den Gebäuden 105 und 128 sowie südlich des Gebäudes 128 prüfen
  • Generell sind die Gebäude auf Möglichkeiten der Nutzung hin zu überprüfen vor dem Hintergrund, dass Bedarf an Gebäuden/ Lagerräumen besteht, aber keine neuen Gebäude errichtet werden dürfen
  • Gebäude (Trafostation Nr. 105 und Generatorenhalle Nr. 128) nutzbar machen -> nicht so einfach, weil  Elektrik und große Dieselgeneratoren nicht ohne Weiteres ausbaubar
  • Begehbarkeit Dächer soll überprüft werden
  • Nutzbarkeit als Aussichtsplattform/ Café? (Anm. sinai: ideal zur Versinnbildlichung der „Neuköllner Terrassen“)
  • Gebäude 128 ist relativ groß, geht „in den Hang hinein“, bis unter Straße? Wahrscheinlich ist auch Infrastruktur (Wasser, Elektro) vorhanden.

2.3. Bereich 03- Eingang Crashgate (O13) + Spiel/Projekte/Veranstaltung (O15)

Prämissen: Verbesserung Eingänge, Schaffung Infrastruktur

  • Erweiterung Eingang, Entzerrung Konflikte Fahrradfahrer*innen und Fußgänger*innen, jedoch ohne zusätzliche Versiegelung
  • es kommen sehr viele Wege vom Feld hier an und werden dann als „schmales Nadelöhr“ (Weg ist sehr schmal) zum Eingang/ Ausgang geführt => Konflikte sind vorprogrammiert bzw. bestehen bereits
  • Ausleihe von Sonnenschirmen wird diskutiert, ggf. mit eingebauten Bodenhülsen. Als mobile Schattenspender sinnvoll, aber werden Anwohner*innen das kostenpflichtige Angebot nutzen (finanzielle Belastung)? Sonnenschirme bei oftmals stärkerem Wind auf dem Feld schwierig?
  • Benachbarter Anita-Berber-Park (ehem. Thomasfriedhof) wurde gerade neu eröffnet und ist ein Park mit vielen Bäumen -> großes Angebot an Schatten, wer diesen will
  • Es besteht eine übergeordnete Radwegeverbindung im „Grünen Weg“, Beleuchtung und Asphaltierung ist geplant; dies soll aber hauptsächlich von Radfahrer*innen und nicht Fußgänger*innen genutzt werden
  • Erweiterung des Angebots an Toiletten, Gastro (zus. zum „Picnic“, Trinkwasser zur Selbstbedienung, Ausleihen z.B. über Container abbildbar, aber bestehende und ggf. neue Container stehen zur Diskussion; hier nur "fliegende Bauten" vorgesehen, diese sind nach max. 3 Monaten Standzeit deutlich zu versetzen – Diskussion: wieviele Container verträgt das Feld?
  • Potentielle Erweiterungsfläche auf der Wiese für Gemeinschaftsgärten, sollten sich neue Initiativen finden
  • Vorhandene Strukturen „Projekt Tempelschlucht“ (Geländemodellierungen, Steinkreis?) dauerhaft erhalten, wird gut angenommen, obwohl diese Projekte nie zuende gebracht wurden, als Naturerfahrungsraum vorgesehen, temporäre Anlagen? (Anm. sinai: Konsequenz in der Herangehensweise)
  • Pikto „Bühne“- nur Fläche für Veranstaltungen freihalten - keine Baulichkeiten oder Infrastruktur (z.B. Strom oder Bühne)
  • In den Randbereichen Bäume (nur Solitäre, Obst- und Feldgehölze) und Bänke
  • Pikto "Verleih Sportgeräte": Wunsch der Prüfung, ob Fahrrad-Verleih nahe des Eingangs, jedoch außerhalb des TFH angeordnet werden kann

2.4 Bereich 04 und 05- Spielwiese/Projekte/ Bildung (O12) + etc.

2.4 Bereich 04 und 05- Spielwiese/Projekte/ Bildung (O12) + Grillwiese (O14) + Beobachtung (W4) + Projekte/ Gemeinschaftsgärten (O6) + Spielort/Projekte/ Bildung (O7) + Lochblechpiste (W5) + Taxiway verbessern (O11)

Prämissen: Projekte fördern, Angebote für Kinder und Jugendliche

  • Verständnis Pikto „Spielort“: freie Fläche für Fußball, Kubb, Federball, Frisbee u.ä. erhalten
  • Verständnis Pikto „Spielplatz“: da jetzt viele Kinder in den Allmende-Gärten spielen und dies zum Teil zu Nutzungskonflikten führt, besteht Bedarf z.B. an Matschflächen
  • es ist auch vorstellbar, dass informelle Spielangebote, wie hingelegte Baumstämme, die Eigeninitiative zum Spiel fördern, es könnte ein neuer Garten nur zum Spielen, verstecken, entdecken, selber bauen angelegt werden, „Improvisations-Garten“ mit „gefundenen“ Sachen
  • Wünsche von Kindern, 9 Jahre alt: Fußballtore, Trainingsstrecke (Parcours) zum Rad fahren
  • Beschäftigung/ Integration/ Umgang mit Jugendlichen teilweise schwierig, mehr Projektangebote lösen Problem nur teilweise, da gerade die ungesteuerten Strukturen und das „Freisein“ außerhalb der Beobachtung von Eltern/ Erwachsenen Wunsch der Jugendlichen ist
  • Ggf. auch Projekte für Jugendliche in den Allmende-Gärten, um die Jugendlichen davon abzuhalten, hier Dinge zu zerstören
  • Gutes Beispiel für Garten-Projekt mit Jugendlichen  vom Kinder- und Jugendclub „MAXIM“ aus Weißensee
  • Projekte benötigen generell mehr Infrastruktur (Abstellräume, Toiletten, Trinkwasser u.a.), und es bedarf der besseren Koordination zwischen den Projekten, um Synergien und vorhandene Infrastrukturen gemeinsam zu nutzen; die Mitarbeiter*innen der verschiedenen Projekte vereinbaren eine gemeinsame Tabelle zu erstellen
  • Grillwiese soll in Richtung Süden erweitert werden
  • Aufstellen von Mobiliar auf der Wiese schwierig wegen erhöhten Mahdaufwandes; ggf. Betonblöcke denkbar?
  • Sitzmobiliar an Weg- bzw. Flächenränder stellen als Alternative
  • Allmende-Gärten: Bäume/ Sträucher wachsen alle in Kisten oder werden regelmäßig runtergeschnitten
  • Am liebsten hier keine Maßnahmen, soll weiterhin Raum für „Projekte“ sein.
  • Geplante „Tanzlinde“ im Bereich der Allmende-Gärten.

2.5 Bereich 06- Geschichte/Gedenken + Kultur/Projekte+ Sport +Naturschutz + Bildung (O1) + Wiese (O2)

Prämissen: Aktivierung der Bestandsgebäude für Projekte und Erhalt des Ruheraums Wiesenfläche

  • Wiese in diesem Bereich schon heute vergleichsweise intensiv für Veranstaltungen genutzt
  • Nutzung der Gebäude wird Wirkung auf angrenzenden Wiesenraum und Atmosphäre haben
  • Diskussion um Zaun (Sicherungsmaßnahme durch GrünBerlin, kein Flughafenrelikt) für Nutzungen z.B. als Ausstellungsfläche, evtl. Begrünung?, Zaun soll erhalten bleiben, unterschiedliche Haltungen zu Anzahl und Umfang der Zaunöffnung(en)
  • Geschichtsvermittlung,  z.B. durch Ausstellung/ Projekte in Gebäude 101 und 104 („Geschichtscafé“) sowie Informationstafeln (teilweise bestehen schon welche), „Denkwürdigkeiten“ entlang der Wege, als Anregung, „Gedenken“ eingebettet in Spaziergang
  • Da die Nutzung durch viele (ca. 20) Gruppen geplant ist, scheint es denkbar, dass das Gebäude durchgängig besetzt ist.
  • Es soll ein „Bürger für Bürger Café“ werden
  • Bei der Planung für das Gebäude 104 soll unterschieden werden in die kurz- und langfristige Nutzung.

3. Termine

Nächster Termin:

Donnerstag, 20.07.17, 18 Uhr, Zollgarage, Entwicklung Beteiligungskonzept und weiteres Verfahren.