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Gemeinsam Berlin

Berlin klappt am besten, wenn alle mithelfen, aber wie können wir alle erreichen? Wie können stille Gruppen besser einbezogen werden? Stand der Forschung und Lösungsansätze (Arbeitsentwurf vom 6. Juni 2019)

Die Beteiligung ist aktuell nicht möglich. Sie hat am geendet.
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Problem und Aufgabenstellung

Es gibt viele Wege für Bürger*innen, sich einzubringen, neben Wahlen bspw. durch Bürgerbeteiligung. Beteiligungsverfahren werden jedoch auch kritisiert, da sie teilweise politische und soziale Ungleichheit reproduzieren, statt die Möglichkeit demokratischer Teilhabe für alle Bürger*innen zu befördern. (Huth, 2018) In diesem Kontext ist es wichtig zu fragen, wer sind die Gruppen, die sich nicht beteiligen und aus welchen Gründen beteiligen sie sich nicht.

Oft dominieren ressourcen- und organisationsstarke Gruppen die Verfahren, ihre gesellschaftliche Dominanz steigt und bereits marginalisierte Gruppen werden weiter an den Rand gedrängt. (Rohr, Ehlert, Möller, Hörster, & Hoppe, 2017) Menschen, die nicht zu dieser sogenannten Basiselite gehören, fühlen sich dadurch oft nicht ernstgenommen oder unfair behandelt, wenn sie an Beteiligungsverfahren teilnehmen. Mittelschichtsfokussierte Verfahren bergen somit das Risiko, lokale Demokratie und den sozialen Zusammenhalt in den Städten zu schwächen mit der Folge drohender sozialer Ausgrenzung und steigender Resignation sowie politischer Abwendung der Betroffenen. (z.B. Öztürk 2011 in Kuder, 2016)

Aus diesem Grund ist es wichtig herauszufinden, wie die Inklusivität[1] von Beteiligungsverfahren erhöht werden kann, um der Entwicklung entgegen zu wirken. (Rohr, Ehlert, Möller, Hörster, & Hoppe, 2017)

 

[1] in diesem Kontext bezieht sich der Terminus nicht nur auf psychisch oder physisch benachteiligte Menschen, sondern alle, die sich noch nicht beteiligen

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