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Kottikampfzone - Parkanarchie trifft auf veraltete Verkehrplanung

wird geprüft
Probleme mit Lieferverkehr
Reichenberger / Anfang Einbahnstraße

Hier gibt es nicht nur dringenden Handlungsbedarf, an dieser Stelle der Reichenberger Str.  herrscht immer wieder Chaos und völlige Parkanarchie, weil tagtäglich Parkverbotsschilder und Verkehrsregeln (Einbahnstraße) komplett ignoriert werden und das Verkehrkonzept einfach erbärmlich ist.

Grundsätzlich kollidieren mehrere Interessen:

  1. Parkende PKWs für "Kurzbesuche" in Imbissen, Restaurants und Supermärkten am Kotti
  2. Lieferfahrzeuge und LKWs
  3. Buslinie 140
  4. Durchgangsverkehr, der legal (viele Taxis) und illegal durch die Einbahnstraße Richtung Kottbusser Tor fährt.
  5. Anwohner / Ruhestörung durch Hupen bei Totalblockaden der Straße
  6. Radfahrer, die durch Zweite-Reihe-Parker und LKWs durchschlängeln müssen und durch unagekündigte Wendemanöver vor der Einbahnstraße gefährdet sind.

Probleme:

Kurzzeitparker: Supermarktkunden ("Bin nur kurz einkaufen") und sehr viel Imbissbesucher ("Geh nur kurz essen"), die im Wendebereich Reichenberger im absoluten Halteverbot parken, die in der zweiten Reihe ihren PKW mit Warnblinklicht abstellen und die dadurch sämtliche Wendemöglichkeiten vor der eigentlich beginnenden Einbahnstraße und den Durchgangsverkehr blockieren. Hinzu kommt, dass die Autos vor der Reichenberger Str. 179 ständig quer zur Straße parken und nicht parallel zum Bordstein stehen, wodurch noch weniger Wendefläche, Rangierfläche und Stellfläche für lieferende LKWs vorhanden ist, die in diesem sehr frequentierten Bereich ohnehin in zweiter Reihe parken müssen.

Die kleine Parkbucht für Lieferfahrzeuge in der Einbahnstraße ist viel zu klein für die vielen und teilweise sehr großen LKWs. Zusätzlich ist sie ohnehin immer zugeparkt und wird daher auch nie ersthaft von den großen LKWs benutzt. Allein der täglich ankommende Netto-LKW ist länger als die gesamte Parkbucht. Die meisten LKWs parken also vor der Reichenberger Str. 8 und 9 bzw. 179 in zweiter Reihe, oftmals auf beiden Seiten gleichzeitig. Die BVG Busse passen dann nicht mehr durch, besonders wenn auf der andere seiten zusätzlich noch  PKWs in zweiter Reihe stehen. Die Busse können nicht mehr durchkommen, länger BVG-Gelenkbusse haben es noch schwerer.

Sehr häufig kommt es zu kompletten Blockaden der Straße - minutenlang und oft mit lauten Hupenanfällen der beteigten Autofahrer verbunden. Es kommt zu Hupkonzerten und teilweise auch zu verbalen Auseinandersetzungen und Streitereien auf der Straße. Ich habe auch wütende Anwohner aus den Häusern kommen sehen, die genervt auf Autofahrer losgegangen sind.

Sehr gern hupen auch eingeparkte PKWs, die wiederum selbst im absoluten Halteverbot oder sogar im dringend benötigten Wendebereich parken, die ihrerseits dann durch Lieferwagen und anderen PKWs ("Nur mal kurz zum Imbiss") in zweiter Reihe eingeparkt sind.  Diese eingeparkten Fahzeugbesitzer hupen gern zu jeder Tages und Nachtzeit, um in völliger Ignoranz ihrern Weltschmerz über das Eingeparktsein in die Nachbarschaft  hinauszuposaunen - das zerrt an den nerven der Bewohner!

Nächste Katastrophe: Die Einbahnstraße wird von 90% aller PKW völlig ignoriert. Es fahren ständig PKWs, Lieferwagen und LKWs in Richtung Kotti durch die Einbahnstraße, sie nutzen die illegale Durchfahrt wie eine ganz normale Verbindungstraße. Hier fehlen deitliche Hinweise auf der Boden, die Eibahnstraßenschilder sind viel zu hoch montiert. Selbst die Polizei hält die durchfahrenden PKWs kaum noch auf, nur bei Schwerpunktmaßnahmen an ausgewählten Tagen werden durchfahrenden Fahrzeuge anbgehalten.

Die Polizei und das Ordnungsamt sinc manchmal vor Ort, schleppen sehr selten auch ab. Doch gegen das Unrecht vor Ort ist durch keine Polizeieinheit allein zu löseen. Da müssen bauliche Lösungen her!

Ideen/Vorschläge:

  • Durchfahrtstraße/Einbahnstraße bis Reichenberger Str. 7 verlängern und baulich anheben, und dadurch deutlich sichtbar als Durchfahrt nur für BVG und als Lieferverkehr erkennbar machen (siehe z.B. Große Bergstraße, Hamburg/Altona).
  • Einbahnstraße oder teile davon nur durch ausfahrbare Poller nur für ausgewähten und regelmäßigen Lieferverkehr und Busse zugänglich machen. Es sind immer wieder die selben Fahrzeuge, die hier anliefern.
  • Verkehrsschilder, die die Fläche vor Reichenberger Str. 179 ausdrücklich nur für Parallelparker ausweisen
  • Viel mehr extra ausgewiesene Fläche für liefernde LKWs.  (Dringend: Aktualisierte Bedarfsanalyse: fast der gesamte und stark angestiegene Lieferverkehr für den Kotti läuft über diese Ecke)
  • Vorhandene Lieferparkplätze für LKW in Einbahnstraße stark vergrößern und gegen illegale Parker sichern.
  • Bauliche Maßnahmen, um den Wendekreis vor der Einbahstraße abzusichern und die das Zuparken erschweren.

Insgesamt ist die extrem unübersichtluche Situation auch für Fahrradfahrer und Fußgängern gefährlich, weil viele Autos wild und ohne zu blinken wenden, schnell auf Bürgersteiger und in Einfahrten fahren, manchmal in fast panischem Aktionismus, um einen gerade frei werdenden Parkplatz zu ergattern.

Bitte einen erfahrenen Verkehrplaner einige Stunden an diesem Ort verbringen lassen, um eine Bestandsausfnahme zu machen.  Bitte unbedingt auch zu Stoßtziten am Freitag und Samstag ein Bild vor Ort machen, wenn der Kotti durch Essensbesucher extrem stark frequentiert wird. Die Belieferung der Supermärkte und Imbisse erfolgt den ganzen Tag - reicht aber auch auch bis in die Nacht hinein.

Das Verkehrskonzept scheint dem Wandel des Kottis mindestens 10 -15 Jahre hinterherzuhinken. Den vielen neuen Imbissen, Läden und Kneipen der letzten Jahre wurde verkehrtsplanerisch nicht Rechnung getragen. Der Kotti boomt seit Jahren, ständig hinzukommende Gewerbeflächen am Kotti tragen weiter zu einem höheren Verkehrsaufkommen bei, z.B. 20 neue Gewerbeflächen in der Reichenberger Str. 176 ab 3/2018.  

Kleines Extra: Leider lassen im Sommer einige LKWs ihre sehr lauten Kühlaggregate teilweise stundenlang von den Häusern Reichenberger Str. 179 und 8/9 laufen, nur wenige Meter von den Wohnungsfenstern entfernt. Die Fahrer laden aus, transportieren ihre Güter in den Supermarkt und scheinen dann noch länger Pause am Kotti zu machen. Die ganze Zeit laufen dann leider die sehr lauten Aggregate weiter. Hier gab es bereits verbale und sogar körperliche Auseinandersetzungen zwischen verzweifelten Anwohnern und LKW-Fahrern.

 

 

 

 

 

   

kottijunge
Referenznr.: 2018-00847

Offizielle Rückmeldung

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Aussagen aus dem Verkehrskonzept:

Herstellung Gehwegvorstreckungen zur Einengung der Fahrbahn und barrierefreien Querung; Herstellung von Fahrradbügeln auf der Fläche der bisher ersten Kfz-Parkstände im Anschluss an den Kreuzungsbereich