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Überfällige Flächengerechtigkeit schaffen

Wie stehen Sie zu Verkehrsplanung?

Im Gegensatz zu SenUVK bin ich der Meinung, dass Verkehr geplant und gesteuert werden muss. Man kann Autoverkehr nicht einfach nur "laufen" lassen.

Es gibt bisher kein Verkehrskonzept für diese Stadt und anscheinend auch keine Vision und erst recht keinen Mut. Hier soll fatalerweise permanent die autofahrende Wählerschaft geschont werden. Die gesellschaftlichen Folgekosten des Autofahrens (Unfälle, Lärm, Feinstaub, Straßenerhalt, weitere Klimaschäden, jede Menge Tote und Schwerverletzte) mit 140 Millarden €/Jahr dürfen dann wieder alle Steuerzahler tragen.

Nur 30% der in der Berliner Innenstadt (Mitte) Lebenden besitzen überhaupt ein eigenes Auto.

Derjenige, der schön im Grünen wohnt mit sauberer Luft und ohne Lärm, darf so ohne weiteres meinen eigenen Wohnort in der Innenstadt verpesten. Was würde derjenige sagen, wenn an seinem Haus im Grünen 72.000 Autos am Tag vorbeifahren. Ach nein, wie ungerecht? 

Vielleicht überlegen sich einmal die "Verkehrswende-Gegner", ob alle freiwillig in dieser verpesteten Innenstadt wohnen oder ob es sich manche finanziell und infrastrukturell gar nicht anders leisten können.

Nur weil heutzutage die Navis nicht die Umfahrung sondern die Durchquerung der Innenstadt vorschlagen, gibt es nen Haufen absolut unnötigen Durchgangsverkehr.

Das muss aufhören.

Zudem habe ich kein Verständnis dafür, dass motorisierter Individualverkehr mit jeweils einem einzigen Insassen weiterhin so hofiert wird in dieser Stadt. In anderen Städten, die lange genug am Verkehrskollaps gelitten haben, wurden Maßnahmen wie z.B. eine Fahrspur für Fahrgemeinschaften (HOV lanes) eingerichtet.

Und es gibt circa noch 1000 andere kluge Maßnahmen, um die Wohnqualität (und die Gesundheit der Einwohner) in den Innenstädten wieder zu verbessern.

 

 

 

 

 

cordula grün bearbeitet am
Referenznr.: 2021-10094