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Transparenter Stromverbrauch

Digitale Transformation

Ich halte es für sinnvoll, dass der Stromverbrauch in privaten Haushalten für die Nutzer transparenter wird. Mit meinem PKW kann ich bei jedem Tankvorgang die Kosten für die vergangene PKW-Nutzung in Bezug auf den Treibstoff ermitteln. Mit dieser Information kann ich mein Nutzungsverhalten anpassen und ggf. beim Kauf eines neuen PKWs einfließen lassen.

Beim Stromverbrauch sieht das anders aus. Typischerweise lese ich jährlich den Zählerstand im Keller ab und erhalte einige Zeit später eine Rechnung. Der Bezug zu meinem Verbrauchsverhalten ist dadurch stark entkoppelt.

In einer perfekten Welt schalte ich einen Verbraucher an und erhalte ohne Verzug die Information zu den Kosten. Auch umgekehrt wäre die direkte Information wichtig. Wenn ich mich beispielsweise einen Tag sehr sparsam verhalte und ich hochgerechnet das Sparpotential für das gesamte Jahr sofort ermitteln könnte, könnte dies mein Verhalten positiv beeinflussen.

Es gibt heute bereits Lösungsansätze, die jedoch z.T. recht kompliziert und teuer sind.

Die Aufgabe ist eigentlich recht simpel: Wie bekomme ich die Information vom Stromzähler in die Wohnung?

Die Lösung: Der digitale Stromzähler gibt die Informationen (aktueller Verbrauch, Zählerstand, …) über die Stromleitung weiter. In der Wohnung greife ich diese Information per Smartphone ab und kann oben beschriebene Berechnungen ausführen lassen.

Informationen per Stromleitung auszutauschen ist heute ein üblicher Standard: Powerline Communication (PLC) oder kurz Powerline. Diese Technik in Verbindung mit einer entsprechenden Applikation könnte mein Verbrauchsverhalten deutlich verbessern.

Als Dipl. Wirtschaftsinformatiker mit Interesse an Elektronik und unserem Klima erscheint mir dieser Ansatz sinnvoll und leicht realisierbar. Neben meiner eigentlichen Tätigkeit im Bereich kritischer Infrastruktur in Brandenburg würde ich mich ggf. über eine Mitarbeit bei der Umsetzung freuen.  

Thomas Bitter
Referenznr.: 2020-08825