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Erhalten des bzw. verbessern des Lebensnivau für die alteingesessenen Bewohner

Team 1

Welche konkreten Maßnahmen sind geplant um Naturerlebnisse, Klimaschutz, soziale Kontakte, Freizeitgestaltung in der Natur, wie traditionell genutzt bzw. wahr genommen, erhalten bleibt? Werden die entstehenden Biotope z. B. durch Reit- und Fahrradwege verbunden? Wo ist ein Hundeauslaufgebiet geplant?

Lutz Nerlich bearbeitet am
Referenznr.: 2020-06338

Offizielle Rückmeldung

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen

Antwort des Teams 1:

Um Naturerlebnisse zu fördern und gleichermaßen Freizeit und Erholungsangebote in der Natur zu intensivieren, schlagen wir unterschiedliche Schwerpunkträume vor. Das ‚Gartenland‘ als parkartiger Naturerfahrungsraum, das ‚Schwammland‘ als Wildnisareal und das ‚Ponyland‘ als kulturlandschaftlich geprägter Freiraum mit Anschluss an die nahe Feldflur.

 

Die Bereiche erhalten unterschiedliche Grundausstattungen und entsprechend sollen auch die Wohnungs- und anderen Nutzungsangebote abgestimmt werden (siehe z.B.: Darstellungen zu Schulstandorten, Standort Landstelle oder offene Bauweisen mit niedergeschossigem Wohnungsbau und Platz für landwirtschaftlich nutzbare Nebengebäude, im ‚Ponyland‘).

 

Das bestehende ländliche Wegesystem (Feldwege) wurde integriert und erweitert. Neben ‚schnellen‘ Radstreifen an ausgewählten Straßen werden straßenunabhängige - also im Park geführte ‚langsamere‘ Routen in Parkanlagen - mitgedacht. Hier hat der Fußgänger voran – Fahrradfahren bleibt erlaubt. Dieses Prinzip hat sich bereits in anderen Berliner Parkanlagen bewährt (z.B. Teilabschnitte Fernwanderradweg Berlin Kopenhagen, Havelradweg o.a.).

 

In Bezug auf den Biotopschutz und Biotopverbund gilt es zunächst die übergeordneten Landschaftsräume miteinander zu vernetzen.

Ländliche Wege sichern hier die Erreichbarkeit für Pflegefahrzeuge aber auch die Mitnutzung im Alltag oder durch Erholungssuchende. Hier sind unterschiedliche Flächenbeläge denkbar, die sowohl sportliche Nutzungen möglich machen (z.B. für alles was rollt) oder entschleunigend wirken (z.B. für Spaziergängen).

 

Es ist zu erwarten, dass das neue Quartier Menschen ansprechen wird, die hier aufgrund der besonderen Lebensqualität am Stadtrand herziehen. Hierzu zählt die Möglichkeit zu gartenbezogenem Wohnen, aber auch auf ein Leben mit Tieren. So sollen Pferdehaltungen (Reiten) an der Schnittstelle zur Feldflur möglich sein. Reitwege sind sehr gut denkbar, müssen aber im Zusammenhang mit der örtlichen Reitinfrastruktur und vorhandenen Pferdehaltern / und -höfen gemeinsam entwickelt werden. Hier ist die Einbeziehung der Ausgleichslandschaft der Malchower Aue und der angrenzenden Feldflur von besonderer Bedeutung. Die Vorprüfung eines Reitwegkonzept mit überörtlicher Anbindung im Nordraum Berlins wäre zu prüfen.

 

Zur Landschaftspflege und Bewirtschaftung der Extensivlandschaften können Schafe, Robustrinder und Wildpferde eingesetzt werden. Sie sind zugleich besonderes Naturerlebnis im direkten Wohn- und Arbeitsumfeld.

 

Leben mit Tieren bedeutet auch eine erleichterte Haltung von Hunden. Daher ist Ihr Hinweis / die Frage nach Hundeauslaufflächen, besonders wertvoll. Diese Treffpunkte für und mit Hunden sollte es an ausgewählten Standorten zwingend geben - auch um andere Parkanlagenbereiche und naturnahe Standorte zu entlasten. Eine Verortung ist bisher nicht vorgenommen worden, aber in allen 3 genannten Landschaftsräumen (‚Gartenland‘, ‚Ponyland‘, ‚Schwammland‘) denkbar.

 

In Bezug auf Ihre Rückfrage zum Klimaschutz bitte die Beantwortung der Frage von Hardwehr „Das Stadtklima retten“ lesen (siehe unten)