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Fahrradstraße hat Priorität, verträgt sich aber nicht mit einer Begegnungszone, wie sie beabsichtigt ist.

Sonstiges

Bisher ist die seit 30 Jahren viel befahrene, vorrangige Fahrradroute zu wenig beachtet worden. Sie führt durch den westlichen Teil der Bergmannstraße, obwohl nur der östliche Teil als solche durch Verkehrszeichen ausgewiesen ist. Der Fahrradverkehr macht aber die Hälfte des Fahrzeugverkehrs aus, braucht aber andere Bedingungen als der Kfz-Verkehr, der viel zu viel Raum benötigt, der in der Innenstadt extrem kostbar ist. Die Kfz-Motoren sind zudem umweltschädlich. Eine "Harmonisierung" der Geschwindigkeiten ist nicht machbar, da ein Pkw wegen des starken Motors ausgelegt ist, mit dem hohe Geschwindigkeiten im Fernverkehr gefahren werden können. Der Lieferverkehr braucht Parkbuchten, die nicht ganztägig überwacht werden können. Sie werden von ignoranten Pkw-Fahrern vollgestellt. Somit stehen Lieferzonen nicht dem Lieferverkehr zur Verfügung, weil die uneinsichtigen PKw-Fahrer die Verkehrsregeln ignorieren, indem sie dort illegal parken, somit die Lieferdienste illegal in zweiter Spur stehen und alles wie bisher läuft. Für Fußgänger stehen sowohl die Lieferfahrzeuge wie auch die Pkws im Wege. Für die Radelnden ändert sich ebenfalls nichts, da sie sich wie bisher zwischen den Kfz in zweiter Spur durchschlängeln müssen.

Derzeit funktioniert die "Berliner Begegnungszone" noch nicht, da der Zeitplan des Bezirksamts wegen der Lieferschwierigkeiten der Parkautomatenschilder die bisherige Realisierung eines Experimentierraumes zunichte gemacht hat. Ich bezweifle, dass sie jemals so wie gedacht funktionieren wird.

Meine Idee ist folgende:

Die heutige Fußgänger-Anforderungsanlage (Ampel) an der Nostizstraße soll durch eine quer zur Fahrbahn eingebaute Pollerreihe ersetzt werden. Diese können Radelnde problemlos passieren und alle Lieferverkehre können alle Grundstücke problemlos beliefern; Die Lieferfahrzeuge müssen ihre Adressen nur von verschiedenen Seiten anfahren. Somit ist nur der störendste Kfz-Durchfahrverkehr ausgeschlossen, was durch keine andere Maßnahme zu erreichen ist. Dann hat kein Fahrzeug mehr Vorteile, schnell zu fahren - was unter dem Strich die erwünschte "Harmonisierung" ergibt. Die Maßnahme ist äußerst kostengünstig, da sie nur das Aufstellen von wenigen Pollern quer über die Fahrbahn bedingt. Sogar die Lkws der Supermärkte im Gesundheitszentrums können wenden wie bisher.. Die Parksituation kann nur durch die hoffentlich ab Januar funktionierende Parkraum-Bewirtschaftung verbessert werden - mit intensiver Überwachung.

N.Rheinlaender@gmx.de
Referenznr.: 2018-04059