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Bergmannstr.

Sonstiges

Aus der Bergmannstr. eine "Begegnungszone" zu machen, ist ein Widerspruch in sich. Die Bergmannstr. IST eine Begegnungszone, sonst wäre sie nicht derart beliebt - unter den Anwohnern, Zugezogenen, Touristen. Denn: In der Bergmannstr. kann man sich seit Jahrzehnten begegnen. Was ist das eigentliche Ziel Ihrer Parkletts?! - Dass Menschen sich begegnen auf jeden Fall folglich nicht. Sie sagen und schreiben: Verkehrsberuhigung und kostenfreie Begegnungsmöglichkeiten... - Aber das kann nicht sein und ganz ehrlich, was wissen Sie eigentlich von dem Leben hier im Kiez?! - Wenige Meter entfernt von der Bergmannstr. gibt es den Marheineckeplatz auf der einen und den Victoriapark auf der anderen Seiten. Auch die Hasenheide ist nah, sie grenzt an die Parkzone 61. Von uns Anwohnern wird erwartet, dass sie/wir den Weg vom Südstern zur Wohnung z.B. am Mehringdamm zurücklegen, also kann man das wohl ganz sicher auch von den Besuchern der Bergmannstr. erwarten. Und wie geschrieben - ist Hasenheide zu weit, dann gibt es den Marheineckeplatz und den Victoriapark. - Geht es mit den sogenannten Parkletts primär oder vor allem um eine Verkehrsberuhigung, dann frage ich mich auch hier - was wissen Sie von dem Kiez? Wie nehmen Sie Erfahrungen anderer Städte wahr und übernehmen erfolgreiche Konzepte? Wollen Sie das Rad der Geschichte neu erfinden, sind dazu aber nicht in der Lage?! Nach Wochen sind die Teile noch immer nicht zu Ende aufgestellt und  erinnern damit fast schon an den BER. Sie dienen als Toiletten und neue Müllcontainer. Bravo. Der Verkehr wird jetzt und in Zukunft dadurch nicht ruhiger, sondern aggressiver, denn die Fahrbahn wird verengt, die Fahrradfahrer haben keinen Weg - auch sie gefährdeter. Kluge Alternativen gibt es zuhauf - warum schauen Sie nicht einfach auf Städte, in denen das seit langem, seit Jahrzehnten, erfolgreich umgesetzt wird Z.B. nach Kopenhagen?! Warum verschwenden Sie Zeit, einen Haufen (Steuer-)Gelder und verärgern die Menschen?! Parkletts sind nicht nur sehr hässlich, sondern auch äusserst unbrauchbar. Sie hauen eine funktionieren Struktur ohne Not kaputt. - Was sollen Sonnenbänke, Barkhocker in einer Stadt, in der es 8 Monate kalt und regnerisch ist?! Was sollen Sonnenliegen und Sitzbänke in einer Strasse, in der es unweit Parks gibt?! Welches Publikum wollen Sie dadurch hierher bringen?! - Meinen Sie wirklich, dass sich betagte Leute auf einen Barkhocker setzen und sich die Str. anschauen?! Die Antwort ist einfach: das Partypublikum. Sie gestalten gerade die ehemals durch Künslter und  Migranten weltweit bekannt und beliebt gewordene Bergmannstr.  zu einer schnöden Party- und Bumsmeile um, fördern überdies schlechte Ernährung, in dem man dort Pizzen und Burger in sich rein stopfen kann. Keine gute Idee. - Nächste Frage: Wer sorgt eigentlich für Ordnung und Sauberkeit? Gibt es mehrmals täglich eine Reinigungsfirma oder wenigsten alle 24 h.? Und: Wer sorgt dafür, dass ab 22 Uhr Ruhe herrscht und nicht die Bierbeseelten anfangen abzufeiern um dann in den Ohnmachtstiefschlaf zu fallen. - Haben Sie das wirklich besprochen und bedacht? Haben Sie wahrgenommen, dass es seit langem nachbarschaftliche Aktivitäten gibt - dass Blumen angeplanzt werden und einfache Sitzbänke um kleine Bäume gezimmert wurden, auf denen man/frau sich kurz, aber entspannen kann? - Die Strasse soll weniger Autos haben. Sehr gut. Dafür bin ich. Was spricht gegen eine Einbahnstr.-Lösung?! Auf jeden Fall nicht, dass Autos generell in Einbahnstrassen lang heizen, wie mir ein Mitarbeiter Ihrer Behörde sagte. Denn, selbst  wenn es so wäre oder so die Erfahrung ist - meine übrigens nicht - könnten Sie das mit ein oder mehrere Radalkontrollen, Zebrastreifen und/oder "tote Polizisten" regeln. Das geht an anderen Orten auch. Denn: Eine Einbahnstr. an sich, ist entspannend! Für alle! Und sie macht nicht eine komplette Struktur, die gewachsen und beliebt ist, kaputt. Die Parkletts sind Metall- und Holzschrott und Vergeudung. Sie sind hässlich, sie fördern das Falsche. Wer profitiert eigentlich von dem Zeug?! Nicht die Anwohner. Nicht die Straße. - Handeln Sie klug, umsichtig und nachhaltig.

 

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