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Wie wollen wir leben?

Ich bekomme Bauchschmerzen wenn man nur über Einheiten und Zahlen spricht und darüber wie sie am besten morgen schon fertig sein sollen. Diese Sichtweise führt doch offensichtlich ins Verderben, wie man an früheren Großsiedlungen und heutigen Berliner Neubauquartieren erkennen kann. Wir werden mit diesen Gebäuden eine sehr lange Zeit leben müssen. Ich wage die Prognose, das dies auf lange Sicht die letzten großen Würfe unserer alternden Gesselschaft werden, auch aus ökologischen Gesichtspunkten.

Wir sollten uns dies zum Anlass nehmen sehr Grundlegend darüber nachzudenken WO und WIE wir neu Bauen wollen und diesen Prozess nicht überstürzen. Wir sollten hierbei das Instruement des Wettbewerbs nutzen um darüber Architekten Zeit zu geben nachzudenken, Anregungen zu liefern und so einen gesselschaftlichen Diskurs anzuregen.

Wie und Wo möchte man an dieser Stadt weiterbauen? Welche ökonomischen Modelle wählen wir um dies zu verwirklichen? Wie sehen Viertel, Häuser und Wohnungen aus die den Veränderungen der Zeit gewachsen sind? Was ist eine gute Wohnung? In welchem Verhältniss stehen Arbeiten und Wohnen? Was ist Nachhaltigkeit? Styropor an die Häuser kleben getränkt in Chemikalien damit nicht einmal Schimmel darauf wächst und diese sehr stabilen Molekühle gehen dann ins Grundwasser? gehöhrt Mobilität auch zu Nachhaltigkeit?...

Wir formen unsere Stadt und danach formt sie uns.

Geßner
Referenznr.: 2017-00504