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Beleuchtung des Grünen Wegs im Anita-Berber-Park

nicht umgesetzt 75.000€

Ziel dieses Projektvorschlags ist die Beleuchtung eines Weges im Anita-Berber-Park, die allen einen sicheren, unfall- und angstfreien Weg durch den Park ermöglicht, ohne die Tier- und Pflanzenwelt der Grünfläche durch künstliches Licht unnötig stören. Daher ist denkbar, sogenannte “mitlaufende Lichter” mit intelligenter Dämmung zu installieren, die den Energieverbrauch der Beleuchtungstechnik sowie den negativen Einfluss auf Fauna und Flora minimieren. 

Hintergrund: Am 10. Juli 2017 wurde auf dem Gelände des ehemaligen St.-Thomas-Friedhofes der Anita-Berber-Park eröffnet. Seitdem ist die ca. 66.000 Quadratmeter große Grünfläche bei Spaziergänger:innen, Fahrradfahrer:innen und Hundehalter:innen sehr beliebt. Außerdem beherbergt sie eine große Vielfalt an Vogelarten sowie zahlreiche Staudenarten, Sträucher und blütenreiche Wiesen. „Dieser Park soll Erholungsraum für Menschen und Lebensraum für Pflanzen und Tiere sein“, sagte auch Umweltsenatorin Regine Günther in ihrer Eröffnungsrede. 

Derzeit sind die Wege im Anita-Berber-Park gänzlich unbeleuchtet. Gerade im Herbst und Winter ist es auf den Wegen des Parks daher oft schon am frühen Abend komplett dunkel. Dies birgt auf den größtenteils unbefestigten Wegen Unfallgefahren für Radfahrende und Spaziergänger:innen. Außerdem führt es dazu, dass u.a. Frauen und/oder POCs davon berichten, dass die den Park nach Dunkelheit meiden, weil sie sich dort nicht sicher fühlen. Damit alle den Park genießen und sicher nach Hause fahren oder laufen können, bedarf es daher der Installation von Beleuchtung auf einem der beiden Hauptwege des Parks. Dieser Projektvorschlag favorisiert die Installation von Beleuchtung auf dem Grünen Weg, der von der Thomasstraße durch den Anita-Berber-Park zum Eingang des Tempelhofer Feldes führt, da dieser am stärksten von Spaziergänger:innen und Radfahrenden benutzt wird. 

Gleichzeitig gilt es bei der Errichtung von künstlichen Lichtquellen zu beachten, dass jede zusätzliche Lichtverschmutzung die Stadtnatur und die dort lebenden Tiere in ihrem Lebensraum und -rhythmus beeinträchtigt. Dieser Projektvorschlag zielt darauf ab, eine Lösung zu finden, die sowohl die Sicherheitsbedürfnisse der Neuköllner:innen als auch die Anforderungen an den Tier- und Pflanzenschutz berücksichtigen und spricht sich daher für die Einrichtung von sensoren- und bedarfsgesteuerten Lichtquellen aus. 

Als Vorbild kann hier ein Projekt in Potsdam dienen. Dort wurden bei ähnlicher Problemlage am Templiner See sogenannte “mitlaufende Lichter” installiert, deren Sensoren erfassen, ob sich Personen im Umkreis der Laterne befinden. Ist dies nicht der Fall, so wird das Licht auf 50 Prozent,  zwischen 22 und 5 Uhr auf sogar auf 10 Prozent der Maximallichtstärke gedämmt. Betritt jedoch eine Person den Erfassungsbereich der Sensoren, leuchtet die Lampe für 90 Sekunden hell auf und aktiviert die jeweils zwei nächsten Leuchten. So wird der Weg bei geringem Energieverbrauch und minimaler Lichtverschmutzung bedarfsgerecht ausgeleuchtet. 

Weitere Informationen zu dem Projekt, das in Potsdam umgesetzt wurde, finden Sie unter: https://www.potsdam.de/erster-schul-und-radweg-mit-mitlaufendem-led-licht. Das Projekt in Potsdam diente außerdem als Berechnungsgrundlage für die Kalkulation eines Einsatzes derselben Technologie auf einer Strecke von 500 Metern im Anita-Berber-Park. Die Initiatorin des Projektes steht jedoch auch anderen Technologien zur Beleuchtung des Grünen Weges im Park, die den Kriterien des Umweltschutzes gerecht werden, offen gegenüber. 

MSojref bearbeitet am
Referenznr.: 2021-11610

Offizielle Rückmeldung

Bezirksamt Neukölln

Sehr geehrte*r Nutzer*in,

vielen Dank für Ihren Vorschlag für den Bezirkshaushalt 2022/2023! Bei der Prüfung hat sich gezeigt, dass dieser nicht in die Zuständigkeit des Bezirksamtes Neukölln sondern der Autobahn GmbH fällt.

Wir verschieben diesen Vorschlag daher in das Archiv, wo er weiterhin einsehbar sein wird. Jedoch wird der Vorschlag nicht mehr Teil der Abstimmung sein können.

Bei Fragen können Sie sich gern an die Anlaufstelle für Bürger*innenbeteiligung Neukölln wenden (Telefon: 030 - 62 72 87 27 oder per E-Mail: kontakt@neukoelln-beteiligt.de).